Jahrestagung der LVG & AFS
Heute, in Zeiten sozialer Ungleichheit, digitaler Transformation und multipler Krisen, gewinnt diese Perspektive neue Aktualität. Gesundheitsförderung ist keine individuelle Aufgabe allein, sondern Ausdruck eines gesellschaftlichen Arrangements und politischen Projektes – eines Gesellschaftsvertrags, der politische Verantwortung, solidarischer Sicherungssysteme und aktive Mitgestaltung einschließt. Dieses Verständnis fordert uns heute heraus.
Die Jahrestagung 2026 der LVG & AFS nimmt das Jubiläum der Ottawa Charta zum Anlass, Bilanz zu ziehen und Zukunftsperspektiven zu entwickeln: Wie steht es um die Präventionspolitik in Deutschland? Welche Chancen und Risiken birgt die Digitalisierung? Und wie beeinflussen Armut und soziale Benachteiligung Gesundheit und demokratischen Zusammenhalt?
Die Tagung lädt ein zu Reflexion, politischer Standortbestimmung und strategischem Austausch über die Zukunft der Gesundheitsförderung, die heute womöglich an einem entscheidenden Wendepunkt steht. Während individuelle Selbstoptimierung boomt und Prävention zunehmend marktförmig organisiert wird, bleiben soziale Ungleichheiten hartnäckig bestehen – teils verschärft durch Digitalisierung, Armut und ungleiche Bildungschancen. Gesundheitsförderung ist mehr als Information und App basierte Verhaltenssteuerung. Sie bedeutet Investitionen in Bildung, soziale Sicherheit, lebenswerte Quartiere und faire Arbeitsbedingungen. Sie bedeutet Advocacy und Prioritätensetzung.
Brauchen wir einen erneuerten Gesellschaftsvertrag für Gesundheit? Und wenn ja – wie gestalten wir ihn politisch, sozial und digital gerecht? Wir laden ein zu Debatte, Positionierung und strategischem Weiterdenken – 40 Jahre nach Ottawa und mit Blick auf die kommenden Jahrzehnte.
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