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Sehr geehrte Gäste,

aufgrund der bevorstehenden Landtagswahlen sehen die freien Träger der Jugendhilfe einen akuten Gesprächsbedarf hinsichtlich der Sozialen Arbeit im Landkreis Mansfeld-Südharz. Im Besonderen, wenn es um die Finanzierung der Schulsozialarbeit sowie der offenen Kinder- und Jugendarbeit geht.

Seit 2009 steht die Schulsozialarbeit auf projektfinanzierten Füßen, und seit 2021 beteiligen sich das Land Sachsen-Anhalt, kreisfreie Städte, Landkreise sowie Städte und Gemeinden an der Finanzierung der Fachkräfte für Schulsozialarbeit. Mitunter prekäre Haushaltslagen und eine Gesetzeslage, die uneindeutige Zuständigkeiten vermittelt, sorgen für stetiges bangen der Fachkräfte um ihre Arbeitsplätze.

Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist darauf angewiesen, dass die Gremien einer kreisfreien Stadt oder eines Landkreises zum einen finanzielle Mittel bereitstellen, damit freie Träger der Jugendhilfe Fachkräfte einstellen können. Zum anderen müssen diese Gremien gemeinsam mit der Verwaltung einen Bedarf feststellen und diesen ebenso bedienen wollen. Entsprechend der jeweiligen Haushaltslage werden kreisfreie Städte sowie Landkreise mit Fachkräften für die offene Kinder- und Jugendarbeit ausgestattet.

Sowohl die Schulsozialarbeit als auch die offene Kinder- und Jugendarbeit werden anteilig durch Haushaltsmittel der kreisfreien Städte oder Landkreise finanziert, die im Bereich der freiwilligen Leistungen betrachtet werden. Geht es einer Gebietskörperschaft finanziell schlecht, bleibt wenig Raum für Soziale Arbeit, die über Pflichtaufgaben hinausgeht und dennoch grundlegend ist, um den entstandenen Bedarf abfangen zu können.

Neben der Haushaltslage ist auch die Zusammensetzung politischer Gremien von erheblicher Bedeutung, wie bedeutsam die Arbeit der oben genannten Fachkräfte eingeschätzt wird. Das bedeutet, dass Wählerinnen und Wähler massiven Einfluss darauf haben, wie gut oder schlecht ihre Gemeinden und Schulen mit Fachkräften ausgestattet werden können.

Am 24.08.2026 findet im Theater Eisleben eine Podiumsdiskussion mit dem Titel – Soziale Arbeit. Eine freiwillige Leistung? – statt. Eine Debatte mit Politikerinnen und Politikern darüber, wie viele Fachkräfte sich ein Landkreis oder ein Bundesland in der Sozialen Arbeit leisten will und kann.

Kommen wir ins Gespräch. Fühlen Sie sich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

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