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Hintergrund und Konzeption

Für den Bahnbetrieb sowie für die Entwicklung / Herstellung von Bahnsystemen oder Komponenten ist in der heutigen Zeit ein adäquates Sicherheitsmanagement unabdingbar. Entsprechende Forderungen sind im europäischen und nationalen Regelwerk und nicht zuletzt in der CENELEC-Normenreihe EN 5012x beschrieben. Die bis vor kurzem maßgebliche Norm EN 50126-1:2010 wurde grundlegend überarbeitet und  (2017) in neuer zweiteiliger Fassung (EN 50126-1, EN 50126-2) veröffentlicht. Mit der EN 50657 wurde zudem eine Norm für Software auf Schienenfahrzeugen neu eingeführt.  

Der zweitägige Workshop hat zum Ziel, einen einführenden, aber gleichwohl möglichst vollständigen Überblick über alle wesentlichen Aspekte des Sicherheitsmanagements zu vermitteln. Beginnend mit der Planung des Sicherheitsprozesses wird das Sicherheitsmanagement bis zur entsprechenden Sicherheitsnachweisführung nach aktuellem Stand der relevanten Regelwerke behandelt. Wir werden klären, welche Sicherheitsaktivitäten von den unterschiedlichen Beteiligten durchzuführen sind. Hierfür werden wir die Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Eisenbahnunternehmens und des System-lieferanten / Zulieferers vorstellen, mögliche projektspezifische Ansätze diskutieren und insbesondere klären, welche  Methoden und Techniken für die Aufgaben in den verschiedenen Phasen des Lebenszyklus besonders geeignet sind. Die  Einbindung der unterschiedlichen Rollen / Verantwortlichkeiten (Verifizierer, Validierer, Sicherheitsbehörde, NoBo, DeBo, AsBo etc.) im Projektverlauf stellt einen weiteren Schwerpunkt der Veranstaltung dar. „Last but not least“ können unsere Experten aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung den Teilnehmern wertvolle Hinweise für eine effiziente Erstellung der zentralen Sicherheitsdokumente geben.


Zielgruppe

- Projektleiter, Safety Manager, Entwicklungs-, Sicherheits-, Qualitäts- und Zulassungsingenieure
- Technische Leiter, Betriebsleiter, Werkstattleiter

Neben Personen, die sich neu in die Thematik Sicherheitsmanagement einarbeiten möchten, ist die Veranstaltung auch für diejenigen Personen zu empfehlen, die diese Veranstaltung bereits in der Vergangenheit besucht haben und sich nun mit den Neuerungen und Unterschieden in den genannten Normen vertraut machen möchten.   


Ablauf im Überblick

Grundlagen und Regelwerke: Definitionen und Schlüsselbegriffe im Zusammenhang mit dem Sicherheitsmanagement;  Europäische und nationale Eisenbahngesetzgebung; Technische Spezifikationen für Interoperabilität (TSI); Normen, insbesondere EN 50126-1, EN 50126-2, EN 50129, EN 50128 und EN 50657; Vergleich „alte“ EN 50126-1 zu „neuer“ EN 50126-1 / EN 50126-2

Sicherheitsprozess und Verantwortung: Aufgaben im Lebenszyklus; Betreiber- versus Herstellerverantwortung; Welche Aufgaben kommen NoBo, DeBo und AsBo zu? Verifikation und Validierung; Anforderungen an die Unabhängigkeit beteiligter Personen / Rollen; Sicherheitsplan

Risikobasiertes Sicherheitsmanagement: Risikoakzeptanzprinzipien; Risikoanalysen und Risikoakzeptanzkriterien

Prozess der Identifikation bzw. Definition von Sicherheitsanforderungen: Gefährdungsidentifikation;  Sicherheitsanalysen (PHA, SSHA, SHA, O&SHA); Funktionale und nicht-funktionale Sicherheitsanforderungen; Bestimmung
der Sicherheitsintegritätsanforderungen (SIL, THR und TFFR); Sicherheits-Anforderungsspezifikation

Sicherheitsnachweisführung: Welche Ursachenanalyse (FMECA, FTA, CCF) für welchen Zweck und zu welchem Zeitpunkt? Gefährdungsprotokoll (Hazard Log); Sicherheitsnachweis


Mehr zum Thema

TÜV Rheinland für den Schienenverkehr: https://www.tuv.com/global-rail

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