Montag , 13. Juli 2026 von 09:30 bis 14:30 | Digital
Workshop: Antipalästinensischer Rassismus, israelbezogener Antisemitismus und autoritärer Anti-Antisemitismus
Für viele Menschen mit familiären, biographischen oder regionalen Bezügen nach Israel und Palästina sind die israelischen Kampfhandlungen im Gazastreifen und das unermessliche Leid der Menschen, die im Gazastreifen ums Überleben kämpfen, zur täglichen Belastung geworden. Hinzu kommen fehlende Empathie und ausbleibende Reaktionen aus der deutschen Mehrheitsgesellschaft - sowohl auf den 7. Oktober als auch auf den anschließenden Krieg - sowie ein sich verschärfender israelbezogener Antisemitismus und antipalästinensischer Rassismus. Gleichzeitig wird der Kampf gegen Antisemitismus von einigen politischen Akteur*innen instrumentalisiert, um rassistische Politiken zu rechtfertigen und den Diskursraum um Israel-Palästina zu verengen.
In diesem Workshop schauen wir uns anhand aktueller Beispiele an, wie sich israelbezogener Antisemitismus und antipalästinensischer bzw. antimuslimischer Rassismus zeigen und wie es Betroffenen in Deutschland seit dem 7. Oktober 2023 geht. Wir nehmen Debatten um israelbezogenen Antisemitismus kritisch in den Blick und schauen, wie sich wichtige und notwendige Antisemitismuskritik von autoritärem Anti-Antisemitismus (Ulrich 2023) unterscheidet.
Zielgruppe: Alle Interessent*innen
Die Veranstaltung ist Teil unserer Fortbildungsreihe ""Israel, Palästina, Deutschland - kritische politische Bildung zu einer komplexen Dreiecksbeziehung"
Mit unserem Fortbildungs- und Beratungsangebot unterstützen wir Multiplikator*innen aus dem Bildungs- und Sozialbereich.
Die Fortbildungsreihe wird bis Ende Dezember 2026 durch die “Bundeszentrale politische Bildung“ gefördert und daher ist die Teilnahme kostenfrei.
Die Teilnahme findet über Zoom statt, einen Beitrittslink erhalten Sie nach bestätigter Anmeldung.
Referentinnen Johanna Voß ist seit vielen Jahre als Bildungsreferentin in der politischen Bildung mit den Schwerpunkten Antisemitismus-, Rassismus- und Diskriminierungskritik tätig. Sie studierte Public History, Europastudien und in Haifa das Honors Program for Peace and Conflict Studies. Amina Nolte ist Soziologin und politische Bildnerin. Inhaltlich beschäftigt sie sich mit feministischer Theorie und Praxis, kritischer Sicherheitsforschung, aber auch mit Formen von Antisemitismus und Rassismus in Bezug auf Israel/Palästina-Debatten. Sie leitete zahlreiche Bildungsreisen nach Israel und Palästina und hat einen u.a. Masterabschluss der Hebräischen Universität in Jerusalem und im Oktober 2023 ihre Promotion zu Israel und Palästina eingereicht. |