Anmeldung beendet
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Sie können bei der Veranstaltung am 22.04.2026 nicht dabei sein? Kein Problem! Schauen Sie sich die Beiträge der Referentinnen online an und vernetzen Sie sich mit anderen Interessierten aus Rheinland-Pfalz am 28. April von 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr.
Weltweit nehmen gewaltsame Konflikte zu; die Zahl der Todesopfer erreichte zuletzt einen neuen Höchststand. Auch die weltweite Aufrüstung schreitet voran. So stiegen die weltweiten Militärausgaben in 2024 auf 2,7 Billionen US-Dollar – der stärkste Anstieg seit Jahrzehnten. Gleichzeitig werden friedenspolitische Maßnahmen reduziert. Die OECD verzeichnet einen Rückgang der öffentlichen Entwicklungszusammen-arbeit um 9 Prozent und die Handlungsfähigkeit internationaler Organisationen wird durch dominante Interessenspolitik geschwächt. Diese Entwicklungen zeigen: die Investitionen in Krieg steigen, während die Investitionen in Frieden sinken.
Wie aber lässt sich der Frieden in Europa und der Welt retten? Hierzu hat das Friedensgutachten 2025 konkrete Empfehlungen für die Politik formuliert: Frieden braucht regelbasierte Allianzen, Rüstungskontrolle, die Achtung des Völkerrechts, eine humanitäre Flüchtlingspolitik, friedenspolitisches Engagement und eine Stärkung der Entwicklungs-zusammenarbeit. Zudem braucht auch die gesellschaftliche Dimension von Frieden Investitionen. Gesellschaftlicher Frieden bezieht sich auf Strukturen und Beziehungen, die es ermöglichen Konflikt gewaltfrei zu lösen. Soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind wichtige Voraussetzungen hierfür.
Welche Beiträge können Politik und Zivilgesellschaft leisten? Wie kann Frieden in herausfordernden Zeiten gelingen?
Zu diesen Themen sprechen am 22.04.2026 live mit Dr. Claudia Baumgart-Ochse (Peace Research Institute Frankfurt; Leitung Friedensgutachten) und Nele Anslinger (gewaltfrei handeln e.V.; Bildungsreferentin). Ihre Vorträge können Sie sich online anschauen.