Die moderne Astronomie erlebt eine Zeit spektakulärer Entdeckungen: Schwarze Löcher werden sichtbar gemacht, verborgene Strukturen durch Röntgenstrahlung aufgespürt und die Anfänge des Universums mit immer leistungsfähigeren Teleskopen erkundet. Gleichzeitig verändert sich der Nachthimmel rasant. Mehr als zehntausend kommerzielle Satelliten umkreisen bereits die Erde, weitere Mega-Konstellationen sind geplant. Ihre Elektronik, Telemetrie und Wärmestrahlung erhellen zunehmend den Nachthimmel. Was bedeutet das für die wissenschaftliche Beobachtung des Weltraums? Die Podiumsdiskussion widmet sich den Chancen und Konflikten zwischen astronomischer Forschung und der zunehmenden kommerziellen Nutzung des Weltraums: Warum braucht die Forschung sowohl bodengebundene als auch weltraumgestützte Teleskope? Welche Auswirkungen haben Satellitenkonstellationen auf nahinfrarote und radioastronomische Beobachtungen mit den Teleskopen der Europäischen Südsternwarte und dem Square Kilometre Array, an denen Deutschland maßgeblich beteiligt ist? Und welche internationalen Regeln sind notwendig, damit wissenschaftliche Forschung und wirtschaftliche Nutzung des Weltraums langfristig miteinander vereinbar bleiben?
Diesen Fragen geht Prof. Dr. Günther Hasinger gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Kadler, Prof. Dr. Jörn Wilms und dem digital zugeschalteten Prof. Dr. Reinhard Genzel nach – sehr gerne auch mit Ihnen!
Veranstaltungsort: Max-Scheer-Hörsaal, Hubland Campus Süd, Naturwissenschaftlicher Hörsaalbau, 97074 Würzburg