Info
Im Mittelpunkt der diesjährigen Fachtagung „Flüchtlinge und Migrantinnen beraten“ stehen die aktuellen Entwicklungen im Asyl- und Aufenthaltsrecht. Am ersten Tag der Veranstaltung werden die zum Zeitpunkt der Tagung bereits in Kraft getretenen oder absehbaren gesetzlichen Änderungen beleuchtet und ihre Bedeutung für die Praxis der Migrations- und Flüchtlingsberatung diskutiert.
Der zweite Tag wirft einen Blick zunächst auf die Systematik und Bedeutung des Ausweisungsrechts, das in den letzten Jahren zunehmend Gegenstand restriktiver Gesetzesänderungen war. Daran anschließend wird die Schnittstelle von Straf- und Migrationsrecht betrachtet, wobei besonders auf für die Beratung relevante praktische Aspekte eingegangen werden soll. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Problematik ausbleibender Duldungserteilungen, die mittlerweile in mehreren Bundesländern zu beobachten ist. In einer Diskussionsrunde sollen Auswirkungen der jüngeren politischen Entwicklungen auf die soziale Arbeit mit Migrant*innen und Geflüchteten behandelt und Strategien besprochen werden.
Ein weiteres Thema wird der Zweckwechsel aus humanitären Aufenthaltstiteln sein, der für unterschiedliche Gruppen von Geflüchteten ein zunehmend relevanter Weg für eine Aufenthaltssicherung darstellt. Abschließend werden aktuelle Urteile und die Rechtsprechung im Asyl- und Aufenthaltsrecht vorgestellt, um die Beratenden über die neuesten rechtlichen Entwicklungen zu informieren und in der Praxis zu unterstützen.
Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeiter*innen insbesondere paritätischer Mitgliedsorganisationen, die Flüchtlinge und Migrant*innen beraten. Sie richtet sich dabei ausdrücklich an Berater*innen mit Vorkenntnissen im Asyl- und Aufenthaltsrecht.