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Kommunen spielen eine zentrale Rolle beim Ausbau eines qualitativen Ganztagsangebots. In ihrer Doppelfunktion als Schulträger und als Träger der Kinder- und Jugendhilfe können sie das Zusammenwirken der Systeme Schule sowie Kinder- und Jugendhilfe - im Sinne eines weiten Bildungsverständnisses - konstruktiv mitgestalten.
Die Rolle der Kommune als Unterstützungsakteur:in ist auf mehreren miteinander verbundenen Ebenen angesiedelt: (1) Auf operativer Ebene können Kommunen
Verbindungen zwischen Ganztagsschulen und / oder Horten und vielen anderen Akteur:innen stiften, z.B. zur lokalen Zivilgesellschaft und weiteren kommunalen Einheiten wie kommunalen Kultur- und Bildungseinrichtungen. (2) Auf kommunal-strategischer Ebene können Kommunen im Rahmen eines kommunalen Bildungsmanagements strategische Leitziele entwickeln, ein Bildungsmonitoring aufbauen und durch Interaktionsprozesse mit vielfältigen Akteur:innen integrierte Handlungsansätze verstärken. In diesen Funktionen können Kommunen bestehende Angebote bündeln und aufeinander abstimmen, Qualitätsentwicklungsprozesse anstoßen und Erfahrungen zwischen verschiedenen Einrichtungen systematisch nutzbar machen. Kommunale Koordinierungsstellen und Qualitätszirkel können diese Aufgaben strukturell verankern und dauerhaft absichern. (3) Auf einer übergeordneten Ebene können Kommunen im Zusammenspiel mit Landesinstituten und weiteren Akteur:innen in Landeszuständigkeit ein abgestimmtes, koordiniertes Handeln der Unterstützungssysteme einfordern und im Idealfall konstruktiv und aktiv mitgestalten.
Der Workshop zielt darauf ab, Handlungsempfehlungen für die Rolle der Kommunen als Unterstützungsakteur:in im Ganztag und bei der Koordination der Unterstützungssysteme zu entwickeln. Dazu werden zunächst Thesen vorgestellt und anhand eines Praxisbeispiels eingeordnet, bevor die einzelnen Thesen gemeinsam – etwa hinsichtlich ihrer Passung zu weiteren Beispielen aus dem Umfeld der Teilnehmenden – diskutiert werden.