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DER SCHÖNE PLAN - Über das schwierige Verhältnis von Städtebau und Stadtplanung


Städtebau und Stadtplanung sind wie zweieiige Zwillinge, sich sehr nah und doch um Abgrenzung bemüht. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar, auch wenn es immer wieder Versuche der Loslösung gab. Jeder Städtebau benötigt einen guten planerischen und rechtlichen Rahmen; jede Stadtplanung benötigt eine qualitätsvolle städtebauliche Umsetzung und kreative Entwurfselemente.

Stadtplanung hat sich in Deutschland vor über 50 Jahren als eigenständige Disziplin etabliert – als Reaktion u.a. auf Suburbanisierung, Strukturwandel und Umweltkrise. Wichtig war stets der interdisziplinäre Anspruch – dabei ging aber teils der Bezug zu den gestalterischen und baulichen Grundlagen verloren.

Städtebau steht im Spannungsfeld zwischen Architektur und Stadtplanung sowie zwischen Gebäudeentwurf und Quartiersentwicklung, und könnte hierbei eine Brückenfunktion wahrnehmen. Je nach städtebaulichem Leitbild oder gestalterischer Wertschätzung werden die Qualitätskriterien sehr unterschiedlich definiert. Außerdem wird der Regulierungsumfang kontrovers diskutiert, um einen qualitätsvollen Städtebau im Planungsrecht abzusichern.

Die Tagung beginnt mit drei Keynotes zu Qualitätskriterien für den Städtebau. In drei anschließenden Arbeitsgruppen wird über veränderte Nutzungs- und Gestaltungsansprüche an den öffentlichen Raum, über Planungsinstrumente sowie über Akteurskonstellationen und Governancestrukturen diskutiert. Abschließend werden die Ergebnisse in einer Podiumsdiskussion zusammengeführt.

Im Zentrum steht die Frage, wie sich Ziele der Neuen Leipzig-Charta (z.B. Dichte, soziale und funktionale Mischung, Klimawandel, Gemeinwohl, Mobilitätswende) umsetzen lassen, dazu gehören folgende Fragestellungen:

  • Welche Gestaltkriterien gibt es für städtebauliche Qualiät, wie ist dabei das Verhältnis von Dichte und Urbanität?

  • Wie kann städtebauliche Qualität mit Planungsinstrumenten gesichert werden?

  • Wie können Wettbewerbe, Prozessgestaltung und Öffentlichkeitsarbeit zu einer höheren Planungskultur beitragen? Welche Akteure, Ämterabstimmungen und Governancestrukturen sind dafür erforderlich?

  • Wie ist das Verhältnis von 2D zu 3D, vom Nutzungskonzept über den Entwurf bis zum Bebauungsplan?

  • Wie kann der öffentliche Raum aufgewertet werden?

  • Wo gibt es „blinde Flecken“ in der Planungspraxis, im Berufsbild und der Ausbildung?

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