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Zwischen Hilfenetz und Haltung: Demokratie- und Menschenfeindlichkeit in der Selbsthilfe erkennen, einordnen, handeln

16. September 2026, 09:30 Uhr - 12:30 Uhr

Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfeorganisationen unterstützen Selbsthilfegruppen, begleiten ihre Arbeit und beraten Interessierte bei der Suche nach oder dem Aufbau einer Selbsthilfegruppe. Die zunehmenden rechtspopulistischen und rechtsextremen Tendenzen in der Gesellschaft stellen diese Arbeit vor neue Herausforderungen: Es häufen sich Anfragen von Personen mit demokratie- oder menschenfeindlichen Einstellungen oder entsprechende Positionen werden innerhalb von Selbsthilfegruppen verbreitet. Da Treffen meist selbstorganisiert sind, bleiben solche Vorfälle häufig zunächst unbemerkt. Gleichzeitig können rechtspopulistische Erzählungen gerade bei Menschen in belastenden Lebenssituationen auf Resonanz stoßen und das Miteinander in Gruppen belasten.

Die Veranstaltung gibt eine praxisnahe Einführung in das Thema und beleuchtet typische Herausforderungen im Umgang mit demokratie- und menschenfeindlichen Vorfällen in der Selbsthilfe. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Wann und wie kann das Hausrecht ausgeübt werden? Wie lässt sich der Offenheitsauftrag der Selbsthilfe mit einer klaren menschenrechtsorientierten Haltung verbinden? Wie können Räume sicher gestaltet werden? Welche Rolle spielen Hausordnungen oder Leitbilder? Und wie kann auf Anfragen oder Aktivitäten rechtsextremer Akteur*innen reagiert werden?

Nach einem fachlichen Vortrag mit Gelegenheit für Fragen und Diskussion besteht in kleineren Gruppen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und Herausforderungen aus der eigenen Praxis zu besprechen.

Damit wir die Veranstaltung nach Ihren Bedarfen ausrichten können, bitten wir Sie, uns bei der Anmeldung mitzuteilen, welche Themen und Fragestellungen Sie besonders interessieren.

Zielgruppe: Haupt- und ehrenamtlich Aktive in Selbsthilfekontaktstellen, Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfegruppen

Referent: Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR)

Moderation: Anne Linneweber, Referentin Selbsthilfe und chronische Erkrankungen, Der Paritätische Gesamtverband & Lotta Badenheuer, Referentin Projekt „Bildung für Demokratie und Vielfalt“, Der Paritätische Gesamtverband

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Veranstaltung wird durch die Glücksspirale gefördert.

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