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Inhalte

Wenn Menschen Vernachlässigung und Gewalt erleben, dann hinterlässt dies nicht nur körperliche Wunden, sondern vor allem auch seelische Verletzungen. Traumata sind verbunden mit dem Erleben von Einsamkeit, Ohnmacht und Hilflosigkeit. Das Vertrauen in die eigene Person, in andere und in die Welt wird erschüttert. Dies hat nicht nur Folgen für das Leben der Einzelnen, sondern auch Auswirkungen auf die sozialen Beziehungen und das gesellschaftliche Miteinander. Unverarbeitete Traumata tragen häufig zur Entstehung und Eskalation von Gewalt und Konflikten bei. Um diesen Erfahrungen etwas entgegenzusetzen, brauchen Menschen Orte von Sicherheit, das Erleben von Gemeinschaft und die Erfahrung, dass sie etwas bewirken können.

Das Seminar umfasst 3 Fortbildungstage. Um den Transfer der Inhalte in den beruflichen Alltag zu ermöglichen, wird sich der zweite Seminartag mit der praktischen Umsetzung auf pädagogischer Ebene, auf struktureller Ebene und im Team befassen.

Bitte die unterschiedlichen Längen der Tage beachten. 

1. Seminartag: Fr., 03. Feb. 2023, 9.00- 16.15 Uhr

„Traumapädagogische Grundlagen für das Arbeiten in der Kinder- und Jugendhilfe“

  • Kurze Einführung in Neuroplastizität und Hirnentwicklung
  • Einführung in die Psychotraumatologie mit Definition „Was ist ein Trauma?“
  • Traumafolgen, Symptome und Konzept des „guten Grundes“
  • Blick auf die Bedürfnisse und Notwendigkeiten von Kindern- und Jugendlichen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben.
  • Vorstellung traumapädagogischer Ansätze / Methoden zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen

ReferentinRegina Miehling

2. Seminartag: Do., 16. Feb. 2023, 9.00- 14.15 Uhr

Traumapädagogische Grundlagen, Reflexion und Transfer"

  • Reflexion und Vertiefung von pädagogischen Interventionen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen
  • Supervision und Kollegiale Fallberatung anhand konkreter Fälle und Situationen
  • Traumapädagogische Grundsätze und mögliche Umsetzungen im Team und der Organisation

​​​​​​​Referent: Jörg-Simon Löblein

3. Seminartag: ​​​​​​​Fr., 24. März 2023, 9.00- 14.15 Uhr

„Gesund und stabil bleiben in der Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen“

  • Blick auf Stressoren für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ​​​​​​​in der Kinder- und Jugendhilfe, z.B. Belastungen durch traumabasierte Symptomatik von Kindern und Jugendlichen, etc. unter dem Begriff der „sekundär Traumatisierung“
  • Ressourcenorientierter Blick auf das Symptombild der PTBS und der komplexen PTBS
  • Übungen und Anregungen für eine ressourcenorientierte Selbstfürsorge und Psychohygiene

ReferentinRegina Miehling


Referenten

Regina Miehling, Projektmanagement Inland der Stiftung Wings of Hope Deutschland (Zertifizierte Traumapädagogin, Traumasupervisorin (zptn), Dipl. Sozialpädagogin FH, Heilpraktikerin für Psychotherapie (Heilpr.G.)). Regina Miehling hat langjährige Berufserfahrung mit Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe und in der Freizeitpädagogik. 

Jörg-Simon Löblein, pädagogischer Fachdienst der Wohngruppen im ​​​​​​​Schlupfwinkel e.V. (Pädagoge M.A. in Bildungswissenschaft und Bildungsmanagement (LMU), Dipl. Sozialpädagoge (FH / GSO), Anti-Aggressivitäts-Trainer (ISS), Supervisor und Coach (KSH / DGSv)). Jörg-Simon Löblein hat langjährige Felderfahrung in der Jugendhilfe und Sozialpsychiatrie. Er baute als Geschäftsbereichsleiter eine traumapädagogische Jugendhilfe-Einrichtung mit mehreren (teil-) stationären Einheiten auf.


Sonstiges

Zielgruppe: Fachkräfte der Jugendhilfe

Teilnehmerzahl: max. 20 Personen

Anmeldefrist: 14.01.2023

Veranstaltungsort: Siehe "Anreise" in der rechten Auswahlspalte

Verpflegung: Getränke, Imbiss und Mittagessen (Termin 1) wird gestellt


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