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Bindungsentwicklung in Familien mit psychisch erkrankten Eltern verstehen und fördern

Elterliche psychische Erkrankungen können ein erhebliches Risiko für die emotionale Entwicklung von Kleinkindern bis hin zu Jugendlichen darstellen, insbesondere dann, wenn Bindungssicherheit durch eingeschränkte psychische oder physische Verfügbarkeit der Eltern beeinträchtigt ist. Gleichzeitig machen Forschung und Praxis deutlich: Bindung ist kein starres Konstrukt, sondern ein dynamischer Prozess, der durch stabile Bezugspersonen, verlässliche Beziehungen und unterstützende Systeme positiv beeinflusst werden kann.

Gerade deshalb ist das Thema Bindung für Fachkräfte aus der sozialen, pädagogischen und klinischen Arbeit von zentraler Bedeutung. In der Praxis treffen sie häufig auf Familiensysteme, in denen zwischen Ressourcen und Belastungen oft fließende Grenzen existieren und in denen institutionelle Rahmenbedingungen (z. B. Zeitfenster, Unterstützungsstrukturen, interdisziplinäre Schnittstellen) darüber mitentscheiden, ob bindungsförderliche Prozesse überhaupt wirksam werden können. Ein bindungsorientierter Blick hilft, Verhaltensweisen besser zu verstehen, Ressourcen zu erkennen und angemessen zu unterstützen, statt zu pathologisieren. Wissen über Bindungsdynamiken, psychische Erkrankungen und ihre Wechselwirkungen ist daher eine entscheidende Grundlage, um Kinder zu stärken, Eltern zu entlasten und tragfähige Unterstützungsnetzwerke zu knüpfen.

Auf dem Fachtag beleuchten zwei Fachvorträge die Bedeutung elterlicher Verfügbarkeit und geben vertiefende Einblicke in das Erleben von Kindern jeglichen Alters mit belastenden Erziehungserfahrungen. In einer zweistündigen Workshopphase können Teilnehmende aus sieben praxisnahen Angeboten wählen – von konkreten Methoden zur Stärkung von Kindern über Multifamilienarbeit, Mentalisierung, gruppenbezogene Arbeit bis hin zu den Auswirkungen von Rassismus auf Familienstrukturen und Bindungen. Ausreichend Zeit für kollegialen Austausch und Netzwerkarbeit ist fest eingeplant. In der Zeit rund um die Mittagspause gibt es zusätzlich einen betreuten Infotisch, der Raum bietet, Beratungsstellen und Angebote kennenzulernen. Der gemeinsame Abschluss wird vom Playback Theater Bremen gestaltet, welches die Vortragsthemen und die Workshopinhalte künstlerisch verarbeitet auf die Bühne bringt. Der Fachtag richtet sich an alle Fachkräfte, die Kinder psychisch erkrankter Eltern begleiten – und gemeinsam der Frage nachgehen wollen, wie Halt entstehen kann, wo Durchhalten allein nicht reicht.


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Teilnehmer:in

Art der Teilnahme

Parallele Workshops

Bitte beachten Sie, dass Workshop 2, 3 und 6 im m|Centrum (Buntentorsteinweg 24/26, 28201 Bremen) stattfinden.

Der abweichende Veranstaltungsort befindet sich etwa 400 Meter vom Hauptveranstaltungsort entfernt und kann fußläufig erreicht werden.

Teilnahme- und Stornobedingungen

Die Teilnahmegebühr beträgt 80 Euro. Anmeldeschluss ist 7 Tage vor Veranstaltungsdatum. Anmeldungen werden nur über das Anmeldeformular entgegengenommen. Unsere Veranstaltungen finden Sie unter www.gesundheit-nds-hb.de/veranstaltungen. Die Anmeldung ist verbindlich. Reservierungen sind nicht möglich. Mit Ihrer Anmeldung akzeptieren Sie die Teilnahme- und Stornobedingungen und erklären sich zur Zahlung der Teilnahmegebühr bereit. Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie im Anhang der Bestätigungsmail die Rechnung zur Begleichung der Teilnahmegebühr innerhalb von 10 Tagen. Bis 7 Tage vor Veranstaltungsbeginn ist eine kostenfreie Stornierung möglich. Folgen Sie hierfür bitte den Schritten in Ihrem Buchungscenter dem Punkt »Storno«. Bei späterer Absage, Nichtteilnahme oder technischen Problemen, die nicht in unserem Verantwortungsbereich liegen, erfolgt keine Rückerstattung. Die LVG & AFS behält sich beispielweise im Krankheitsfalle vor, Termine kurzfristig abzusagen und ggf. geeignete Ersatztermine anzubieten. Aus den vorgenannten Punkten ergeben sich keinerlei Rechtsansprüche.

                 

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