Info
„Ist das noch in Ordnung oder schon zu viel?“ Viele pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen stehen vor dieser Frage, wenn Kinder ihren Körper entdecken, neugierig sind oder Grenzen austesten. Zwischen gesunder kindlicher Sexualität und sexualisierten Grenzverletzungen zu unterscheiden ist nicht immer einfach, doch für den Schutz und die Entwicklung der Kinder wichtig.
Diese Fortbildung schafft Klarheit, Sicherheit und Fachwissen im sensiblen Themenfeld kindlicher Sexualität.
Die Teilnehmenden erhalten zunächst Einblick in die Grundlagen der kindlichen Sexualentwicklung:
- Worin unterscheidet sich kindliche von erwachsener Sexualität?
- Wie verläuft die psychosexuelle Entwicklung in den ersten sieben Lebensjahren?
- Welche pädagogischen Aufgaben ergeben sich daraus für die Einrichtung oder Kindertagespflege?
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit sexuellen Grenzverletzungen und Übergriffen unter Kindern:
- Was ist noch altersgerecht und wo beginnt eine Grenzverletzung?
- Wie können Fachkräfte Situationen fachlich und professionell einschätzen?
- Wie lässt sich mit betroffenen Kindern achtsam und professionell umgehen?
- Welche Rolle spielt der Kinderschutz, wenn ein Übergriff vorliegt?
Diese Fortbildung stärkt Fachkräfte darin, kindliche Sexualität als Teil gesunder Entwicklung zu verstehen, sicher zu reagieren und Kinder in ihrer Selbstbestimmung wie auch in ihren Grenzen zu schützen.
Zielgruppe: Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte aus Kitas und an Tagespflegepersonen.

Lorena Marino ist Pädagogin (B.A.) und seit Mai 2025 Mitarbeiterin bei Lilith e.V., der Fachberatungsstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Ihre Schwerpunkte liegen in der Beratung von Betroffenen, Bezugspersonen und Fachkräften, der Fortbildung von Fachkräften sowie in der Durchführung von Präventionsworkshops in Schulklassen. Sie verfügt über eine Weiterbildung in Systemischer Beratung und Therapie.
Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle verfügen über umfassende Erfahrungen in der Beratung von Betroffenen, Bezugspersonen und Fachkräften sowie in der Präventions- und Bildungsarbeit. Durch regelmäßige fachliche Fort- und Weiterbildungen halten sie ihr Wissen zu Themen wie sexualisierter Gewalt, Kinderschutz, psychosexueller Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie traumasensibler Begleitung stets auf dem aktuellen Stand. Dadurch sind sie in besonderem Maße qualifiziert, Fortbildungen praxisnah, fachlich fundiert und zielgruppengerecht durchzuführen.