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Mittwoch, 8. Juli 2026 von 10:00 bis 13:00  | Digital 
Empathie statt Dethematisierung: Pädagogische Verantwortung in Zeiten von Krieg und Polarisierung

Viele junge Menschen bewegen die anhaltenden israelischen Kriegshandlungen im Gazastreifen - in besonderer Weise betroffen sind diejenigen mit biographischem oder regionalem Bezug. Die Bilder von Tod und Zerstörung erreichen viele Jugendliche ungefiltert auf ihren Smartphones. Gleichzeitig erleben sie sowohl politisch als auch im eigenen sozialen Umfeld eine große Verunsicherung in der Thematisierung dieser Gewalt, eine scheinbare Ungleichwertigkeit von Menschenleben und eine Delegitimierung des Einsatzes gegen die Gewalt. Insbesondere persönlich involvierte junge Menschen, sind also mehrfach betroffen - von der eskalierenden Gewalt vor Ort und dem verbreiteten antipalästinensischen Rassismus und israelbezogenen Antisemitismus hierzulande.

Diese Gemengelage hat insbesondere bei migrantisierten, palästinensischen und palästinasolidarisch-organisierten Jugendlichen zu einem starken Gefühl der Ungerechtigkeit, der Entfremdung und zu einem Vertrauensverlust in Politik, Medien oder die Institution Schule geführt. Auch jüdische junge Menschen spüren teilweise eine Entfremdung von Politik und Gesellschaft aufgrund gewaltvoller antisemitischer Angriffe seit dem 7. Oktober und häufig eingeforderter Verantwortungsübernahme für das Handeln der israelischen Regierung. Anhand von Fallbeispielen diskutieren wir, wie ein sensibler, differenzierter und menschenrechtsbasierter Umgang mit herausfordernden pädagogischen Situationen aussehen kann und wie wir vor dem Hintergrund extremer Gewalt in einer postnationalsozialistischen und postmigrantischen Gesellschaft im Gespräch bleiben können.


ZielgruppeLehrkräfte, Sozialarbeiter*innen, pädagogische Fachkräfte, Gruppenleiter*innen

Die Veranstaltung ist Teil unserer Fortbildungsreihe ""Israel, Palästina, Deutschland - kritische politische Bildung zu einer komplexen Dreiecksbeziehung"

Mit unserem Fortbildungs- und Beratungsangebot  unterstützen wir Multiplikator*innen aus dem Bildungs- und Sozialbereich.
Die Fortbildungsreihe wird bis Ende Dezember 2026 durch die “Bundeszentrale politische Bildung“ gefördert und daher ist die Teilnahme kostenfrei.

Die Teilnahme findet über Zoom statt, einen Beitrittslink erhalten Sie nach bestätigter Anmeldung.

Referentinnen

Helen Sophia Müller ist Bildungsreferentin mit einem Schwerpunkt auf diskriminierungskritische politische Bildungsarbeit. Sie studierte Politikwissenschaft in Mannheim, Istanbul und Berlin. Inhaltliche Schwerpunkte sind u.a. Gender und Feminismus, Antisemitismus und Postkolonialismus.


Ahmad Dakhnous ist Referent der politischen Bildung mit einem Fokus auf Rassismus- und Antisemitismuskritik, Flucht/Migration und Ankommensprozesse, sowie Israel/Palästina. Er studiert Erziehung-, Wirtschaft- und Politikwissenschaften mit einem Fokus auf den Israel/Palästina Konflikt. Er wuchs als Palästinenser in einem palästinensischen Flüchtlingscamp in Syrien auf und lebt seit 2016 in Deutschland.




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