Freitag, 13. November 2026 von 10:00 bis 13:00 | Digital
Kollegiale Fallberatung - Herausfordernde Situationen zu Israel-Palästina in pädagogischen Kontexten gemeinsam bearbeiten
Pädagogische Arbeit steht aufgrund der andauernden Gewalt in Gaza und dem Trauma des 7. Oktobers vor zahlreichen Herausforderungen: Viele Jugendliche wie Erwachsene haben gewaltvolle Bilder aus der Region Palästina-Israel gesehen und finden wenig Raum, sich dazu auszutauschen. Menschen, die Antisemitismus und antipalästinensischem Rassismus in Deutschland erleben, berichten von mangelnder Anteilnahme an ihren Erfahrungen. Wir erleben eine starke Polarisierung der Debatten, einen hohen Druck, Position zu beziehen, und zugleich Verunsicherung, was unter Rassismus und Antisemitismus mit Bezug zu Israel-Palästina zu verstehen ist.
Mit unserem neu geschaffenen Angebot zur kollegialen Fallberatung laden wir Lehrkräfte und außerschulische politische Bildner*innen ein, herausfordernde Situationen in einem geschützten Rahmen mit uns zu diskutieren. Wir geben einige Anregungen zum pädagogischen Umgang mit der Thematik sowie viel Raum für eine strukturierte Beratung. Die Fälle, zu denen wir arbeiten, bringt ihr selbst mit. Wir sammeln sie gemeinsam während der Veranstaltung.
Das Angebot richtet sich an Personen, die entweder Rat zu herausfordernden Situationen suchen, die sie selbst erlebt haben, sowie alle, die gerne an der Beratung teilnehmen möchten und darüber pädagogische Ansätze praxisnah erproben wollen.
Zielgruppe: Alle Interessent*innen
Die Veranstaltung ist Teil unserer Fortbildungsreihe "Israel, Palästina, Deutschland - kritische politische Bildung zu einer komplexen Dreiecksbeziehung". Mit unserem Fortbildungs- und Beratungsangebot unterstützen wir Multiplikator*innen aus dem Bildungs- und Sozialbereich. Die Fortbildungsreihe wird bis Ende Dezember 2026 durch die “Bundeszentrale politische Bildung“ gefördert und daher ist die Teilnahme kostenfrei. Die Teilnahme findet über Zoom statt, einen Beitrittslink erhalten Sie nach bestätigter Anmeldung.
Amina Nolte ist Soziologin und politische Bildnerin. Inhaltlich beschäftigt sie sich mit feministischer Theorie und Praxis, kritischer Sicherheitsforschung, aber auch mit Formen von Antisemitismus und Rassismus in Bezug auf Israel/Palästina-Debatten. Sie leitete zahlreiche Bildungsreisen nach Israel und Palästina und hat einen u.a. Masterabschluss der Hebräischen Universität in Jerusalem und im Oktober 2023 ihre Promotion zu Israel und Palästina eingereicht.
Helen Sophia Müller ist Bildungsreferentin mit einem Schwerpunkt auf diskriminierungskritische politische Bildungsarbeit. Sie studierte Politikwissenschaft in Mannheim, Istanbul und Berlin. Inhaltliche Schwerpunkte sind u.a. Gender und Feminismus, Antisemitismus und Postkolonialismus.