Info
Liebe Libellenenthusiasten,
wir freuen uns, Euch zur 43. Jahrestagung der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen einladen zu dürfen, die (anders, als auf der vergangenen Tagung in Dresden verkündet, bereits) vom 13. bis 15. März 2026 in Saarbrücken stattfinden wird.
Als Tagungslokal konnte das „Saarrondo“, Europaallee 4a, 66113 Saarbrücken (das ist <hier>) gewonnen werden, das sich in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof ("Eurobahnhof") Saarbrücken befindet.
Auf dieser Seite geben wir Euch einige Informationen zu den Veranstaltungsorten, zu Übernachtungsmöglichkeiten und zu möglichen Aktivitäten vor und nach der Tagung.
Zur 43. Jahrestagung der GdO anmelden könnt Ihr Euch hier <Anmeldung>.
Wir würden uns sehr freuen, Euch am 13. März 2026 in der Hauptstadt des kleinsten Flächenlandes und des neuesten der alten (oder ältesten der neuen) Bundesländer Deutschlands begrüßen zu dürfen!
Für das Organisationsteam
Martin Lemke
Veranstaltungsorte
Die Tagung findet statt im Saarrondo der Tanzschule Bootz Ohlmann, Europaallee 4a, 66113 Saarbrücken (das ist <hier>).
Am Freitagabend stehen im Brauhaus "Zum Stiefel", Am Stiefel 2, 66111 Saarbrücken (hoffentlich) ausreichend Stühle, Speisen und Getränke für Selbstzahler bereit (das ist <hier>).
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung findet am Samstagabend ein gemütliches Beisammensein im Ratskeller Saarbrücken, Rathausplatz 1, 66111 Saarbrücken statt (das ist <hier>), in dessen Verlauf die Preisträger des Lopi-Preises für die beste Jungreferentin bzw. den besten Jungreferenten und des elegans-Preises für das beste Poster geehrt werden.
Sowohl Brauhaus als auch Ratskeller sind vom Saarrondo am einfachsten zu erreichen zu Fuß durch die Bahnhofsstraße (jeweils ca. 1,5 km, ca. 25 Minuten) oder mit der Saarbahn zwei Stationen von der Haltestelle "Hauptbahnhof" bis zur Haltestelle "Johanniskirche" (Informationen <hier>) und von dort zu Fuß zum Brauhaus (ca. 400 m, ca. 5 Minuten) bzw. zum Ratskeller (ca. 100 m, ca. 2 Minuten).
Übernachtungsmöglichkeiten
In fußläufiger Entfernung zum Tagungsort liegen folgende Hotels mit *** und **** (Reihenfolge entsprechend der fußläufigen Entfernung zum Saarrondo):
Hotels mit Zimmerkontingent
- B&B Hotel Saarbrücken-Hbf (<Homepage>) Europaallee 14, 66113 Saarbrücken (das ist <hier>)
- Entfernung zum Saarrondo ca. 250 m, ca. 3 Geh-Minuten
- Kontingent nur Zweibett- und Doppelzimmer, jeweils 58,00 € Einzel- / 68,00 € Doppelnutzung pro Nacht und Zimmer, Frühstück 13,90 € pro Person
- Code GdO-Jahrestagung 2026
- sonstiges abrufbar bis 13.02.2026; kostenfrei stornierbar bis 12.02.2026
- IntercityHotel Saarbrücken (<Homepage>) Hafenstraße 25, 66111 Saarbrücken (das ist <hier>)
- Entfernung zum Saarrondo ca. 1.000 m, ca. 12 Geh-Minuten
- Kontingent Einzelzimmer Business 82,00 € und Doppelzimmer Business 93,00 € pro Nacht und Zimmer, jeweils inkl. Frühstück
- Code Jahrestagung 2026
- sonstiges abrufbar bis 30.01.2026; kostenfrei stornierbar bis 06.03.2026
- Mercure Hotel Saarbrücken City (<Homepage>) Hafenstraße 8, 66111 Saarbrücken (das ist <hier>)
- Entfernung zum Saarrondo ca. 1.000 m, ca. 12 Geh-Minuten
- Kontingent Einzelzimmer Superior 99,00 €, Einzelzimmer Standard 90,00 €, Doppelzimmer Superior 119,00 €, Doppelzimmer Standard 110,00 €, jeweils pro Nacht und Zimmer, jeweils inkl. Frühstück
- sonstiges Buchung nur mittels dieses Formulars <Mercure-Hotel-...pdf> (Passwort: GdO2026); abrufbar bis 30.01.2026; kostenfrei stornierbar bis 13.02.2026
- Holiday Inn Express Saarbrücken (<Homepage>) Klausenerstraße 4-6, 66115 Saarbrücken (das ist <hier>)
- Entfernung zum Saarrondo ca. 700 m (längere Treppe), ca. 10 Geh-Minuten; ca. 1.500 m ohne Treppe, ca. 20 Geh-Minuten
- Kontingent Einzelzimmer 84,00 € und Doppelzimmer 89,00 € pro Nacht und Zimmer, jeweils inkl. Frühstück
- Code GdO-Jahrestagung 2026
- sonstiges Buchung nur online: Einzelzimmer unter diesem <Link>, Doppelzimmer per <Email> an das Hotel; abrufbar bis 13.02.2026; kostenfrei stornierbar bis 10.03.2026
Hotels ohne Zimmerkontingent
- H2 Hotel Saarbrücken (<Homepage>) Faktoreistraße 1a, 66111 Saarbrücken (das ist <hier>)
- Entfernung zum Saarrondo ca. 800 m, ca. 10 Geh-Minuten
- Premier Inn Saarbrücken City Centre (<Homepage>) Faktoreistraße 2, 66111 Saarbrücken (das ist <hier>)
- Entfernung zum Saarrondo ca. 900 m, ca. 11 Geh-Minuten
- Premier Inn Saarbrücken City Congresshalle (<Homepage>) Hafenstraße 49, 66111 Saarbrücken (das ist <hier>)
- Entfernung zum Saarrondo ca. 650 m (längere Treppe), ca. 8 Geh-Minuten; ca. 1.300 m ohne Treppe, ca. 16 Geh-Minuten
- Europa-Jugendherberge Saarbrücken (<Homepage>) Meerwiesertalweg 31, 66123 Saarbrücken (das ist <hier>)
- Entfernung zum Saarrondo ca. 1,9 km, ca. 30 Geh-Minuten, mit Bus-Anteil ca. 20-25 min
ÖPNV (Bus und Bahn)
Obwohl das Saarland Autoland ist, gibt es doch einen funktionierenden Öffentlichen Personennahverkehr. Mit der Online-Fahrplanauskunft <Saarfahrplan> erhaltet Ihr mit wenigen Eingaben und Klicks verlässliche Fahrplan-Infos für alle saarländischen und GRENZÜBERSCHREITENDEN (Frankreich, Luxemburg) Bus- und Bahnverbindungen im Saarländischen Verkehrsverbund (saarVV).
Saarbrücken
Die Landeshauptstadt Saarbrücken ist mit ca. 180.000 Einwohnern die einzige Großstadt des Saarlandes. Als einzige Landeshauptstadt in Deutschland ist sie Grenzstadt: sie grenzt an das französische Département Moselle in der Region Grand Est. Saarbrücken beherbergt die einzige Universität des Saarlandes sowie mehrere Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Wie das Saarland zeigt sie sich europäisch modern und stellt sich als "französischste Landeshauptstadt Deutschlands" dar. Das reiche Kulturleben hält für fast jeden Geschmack etwas bereit. Weitere Infos gibt es auf der <Homepage> der Stadt oder weiter unten im Abschnitt Vor und nach der Tagung weiter unten.
Saarland
Das Saarland ist mit 2.570 km² das kleinste Flächenland Deutschlands und Heimat für ca. eine Million Menschen. Bei einer Volksabstimmung im Jahr 1955 entschieden sich die Einwohner des damaligen "Saargebiets" gegen das Saarstatut (<weitere Infos>) und damit für einen Anschluss an die Bundesrepublik Deutschland, der zum 1. Januar 1957 vollzogen wurde. Damit ist das Saarland das neueste der alten (oder älteste der neuen) Bundesländer Deutschlands.
Obwohl es relativ klein ist, weist das Saarland eine Vielzahl Superlative auf:
- Es ist das europäischste aller Bundesländer. Mehrere tausend Menschen pendeln täglich zwischen Frankreich, Luxemburg, Saarland und Rheinland-Pfalz, um im jeweiligen Nachbarland zu arbeiten.
- Es hat mit 655 Pkw pro 1.000 Einwohner die höchste Pkw-Dichte in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 580).
- Daraus folgt fast zwangsläufig die höchste Dichte an Autobahnanschlussstellen: Auf die ca. 240 km Autobahnen im Saarland kann man an 93 Anschlusstellen auffahren. Damit findet sich etwa alle 2,6 km eine Anschlussstelle.
- Das Saarland hat, bezogen auf die Einwohnerzahl, deutschlandweit die meisten Michelin-Sterne: acht Restaurants teilen sich insgesamt 14 Sterne (Stand 2025). "Saarvoir-vivre"!
Vor und nach der Tagung
Das Saarland und dessen Umgebung sind nicht nur für ein Wochenende Mitte März 2026 eine Reise wert. Die weit verbreitete Meinung, das Saarland ist nur "Kohle, Stahl und dreckige Luft", ist längst widerlegt. Gleichwohl war es lange Zeit so. Aber wie in wohl keinem anderen Bundesland vollzieht sich hier der Wandel vom reinen Industrieland hin zu einem modernen, lebenswerten, vielseitigen, offenen und europäischen Land mit viel Kultur und Natur und einer reichen Geschichte, das immer im engen Dialog mit seinen Nachbarn stand und weiterhin steht. Wir laden Euch herzlich ein, das Saarland und seine Grenzregion kennenzulernen. Ein paar Anregungen haben wir Euch nachfolgend in den Rubriken Natur, Geschichte und Kultur zusammengestellt:
Natur
Abseits des industriellen Herzens des Saarlandes, das zwischen Neunkirchen und Saarbrücken und von dort dem Lauf der Saar nach Norden folgend bis nach Dillingen schlägt, ist das Saarland eine ländliche, hügelige Feld-, Wiesen- und Waldlandschaft. Darin eingebettet finden sich neben vielen kleineren Landschafts- und Naturschutzgebieten aber auch zwei Großschutzgebiete. Im Süden des Landes befindet sich das Biosphärenreservat Bliesgau (Einstiegstelle: Geschäftsstelle des Biosphärenzweckverbands in Blieskastel (das ist <hier>; <weitere Infos>). Das 36.152 ha (ca. 14 % der Fläche des Saarlandes) große Biosphärenreservat ist geprägt durch sanfte Hügel, ausgedehnte Streuobstwiesen, wertvolle Buchenwälder, artenreiche Trockenrasen, auf denen nahezu die Hälfte der in Deutschland vorkommenden Orchideenarten zu bewundern ist, und die eindrucksvolle Auenlandschaft der namensgebenden Blies; bemerkenswert ist aber auch die für ein Biosphärenreservat sehr hohe Bevölkerungsdichte von etwa 290 Einwohnern pro km². Im Nordosten des Saarlandes erstreckt sich auf einer Fläche von 100 km² der Nationalpark Hunsrück-Hochwald (Einstiegstelle: "Nationalpark-Tor Keltenpark" in Otzenhausen (das ist <hier>; <weitere Infos>) über die Hochlagen des Hunsrücks. Urige Wälder und eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt prägen das Bild dieser Mittelgebirgslandschaft.
Das wohl bekannteste "natürliche Wahrzeichen" des Saarlandes liegt im Nordwesten: die Saarschleife (Einstiegstelle: "Cloef Atrium" in Orscholz (das ist <hier>; <weitere Infos>). Den schönsten Blick auf die Saarschleife bietet der Aussichtspunkt "Cloef" in Orscholz. Wagemutige können hier auch den Baumwipfelpfad erklimmen, der in maximal 23 m Höhe durch den Wald führt und in einen 42 m hohen Aussichtsturm mündet, der einen herrlichen Panoramablick ermöglicht. Aber auch im industriellen Herzen des Saarlandes gibt es eindrucksvolle Natur zu bewundern. Der "Urwald vor den Toren der Stadt" (Einstiegstelle: Saarbahn-Haltestelle "Heinrichshaus" (das ist <hier>; <weitere Infos>), der direkt nördlich an die städtische Siedlungsfläche Saarbrückens grenzt, ist ein Naturschutzprojekt, das 1997 startete. In diesem stark anthropogen überformten Waldgebiet (ehemalige Grubenstandorte, Bergehalden, Absinkweiher, Bombenkrater, ...) schweigen seitdem die Motorsägen. Der "Urwald" ist der westlichste Teil des Saarkohlenwaldes, der am 8. November 2025 vom Bund Deutscher Forstleute (BFD) zum "Waldgebiet des Jahres 2026" gekürt wurde (<weitere Infos>).
Geschichte
In grauer Vorzeit siedelten verschiedene Keltenstämme im Gebiet des heutigen Saarlandes und hinterließen ihre Spuren. Ein besonders eindrucksvolles Zeugnis ihrer Anwesenheit ist der Keltische Ringwall in Otzenhausen (das ist <hier>; <weitere Infos>). Der im ersten Jahrhundert vor Christus gebaute, etwa 2,5 km lange und bis zu 10 m hohe künstliche Steinwall schützte eine keltische Ortschaft im Inneren seines Areals. Später eroberten Römer das heutige Saarland und ließen sich hier nieder. Bemerkenswert ist der grenzüberschreitende (französisch-deutsche) Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim (das ist <hier>; <weitere Infos>). Hier lassen sich auf deutscher Seite ein keltisches Fürstinnengrab in direkter Nachbarschaft zu einer römische Villa und auf französischer Seite ein römisches Handwerkerviertel mit Thermenanlage bewundern. Auch die Römische Villa Nennig (das ist <hier>; <weitere Infos>) mit ihrem 161 m² großen, aus über 3 Millionen Einzelsteinchen zusammengesetzten Mosaik (das größte römische Mosaik nördlich der Alpen) ist ein Zeugnis dieser Zeit. Auf die Römer folgten die Franken und mit ihnen die Christianisierung. Die Benediktinerabtei St. Mauritius Tholey (das ist <hier>; <weitere Infos>), das älteste noch bestehende Kloster auf deutschem Boden und berühmt auch für seine drei modernen, vom Künstler Gerhard Richter entworfenen und immer noch eifrig diskutierten Hauptchorfenster, steht stellvertretend für diese Epoche. DIE Kirche des Saarlandes ist die Ludwigskirche in Saarbrücken (das ist <hier>; <weitere Infos>), neben der Frauenkirche in Dresden und dem Hamburger "Michel" die bedeutendste evangelische Barockkirche Deutschlands. Eindrucksvoll mittig auf dem Ludwigsplatz, umrahmt von Palais und Beamtenhäusern, bildet sie ein einzigartiges Barockensemble. Viele Bauwerke zeugen davon, dass das Saarland schon immer Grenzgebiet war und sich seine Herrscher gegen Angriffe der jeweiligen Gegner schützen wollten. Beredtes Zeugnis hierfür ist Saarlouis (das ist <hier>; <weitere Infos>), das als Festungsstadt "Sarre-Louis" auf Veranlassung des französischen Königs Ludwig (Louis) XIV. zur Sicherung der lothringischen Gebiete vom Festungsbaumeister Vauban erbaut wurde. Reste der einstigen Festungsanlagen sowie die äußere Gestaltung der Stadt zeugen immer noch von ihrem Ursprung. Spätestens mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die alten Festungen obsolet, neue Verteidigungsanlagen entstanden. Auf deutscher Seite sollte der Westwall ein Vordringen des Feindes Frankreich verhindern. Noch heute sind Reste des Westwall im Saarland zu finden, seien es Höckerlinien wie in Orscholz (das ist <hier>), Panzergräben wie in Webenheim (das ist <hier>) oder Bunkeranlagen wie das B-Werk in Besseringen (das ist <hier>; <weitere Infos>). Um dagegen das Vordringen des Feindes Deutschland zu verhindern, wurde in Frankreich die aus Bunkern bestehende Maginot-Linie errichtet. Eindrucksvolles Beispiel der Bunkeranlagen ist Ouvrage Simserhof (das ist <hier>; <weitere Infos>), das wieder aufgebaut wurde und heute besichtigt werden kann.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden aus den ehemaligen Feinden Deutschland und Frankreich Freunde. Das Saarland kann als Nukleus der Europäischen Union angesehen werden, denn gerade das Saarland war, neben dem Ruhrgebiet, Inbegriff von "Kohle und Stahl". Der als Reichsdeutscher in Luxemburg geborene, spätere französische Außenminister Robert Schuman veröffentlichte am 9. Mai 1950, fünf Jahre nach der Kapitulation Deutschlands, seinen Plan einer Montanunion. Schumans Geburtsstadt Luxemburg (das ist <hier>; <weitere Infos>) ist heute Sitz zahlreicher europäischer Institutionen, internationaler Finanzinstitute und kultureller Einrichtungen. Vom Saarbrücker Hauptbahnhof verkehrt stündlich ein Linienbus ohne Zwischenstopp in die Hauptstadt des (nach Malta) zweitkleinsten Mitgliedstaates der Europäischen Union; der öffentliche Personennahverkehr in ganz Luxemburg ist kostenlos. Auf einen Fahrgastschiff, das im kleinen Ort Schengen (das ist <hier>; <weitere Infos>) auf der Mosel im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg vor Anker lag, wurde am 14. Juni 1985 abermals Weltgeschichte geschrieben: Die Unterzeichnerstaaten des "Schengener Abkommens" verzichten auf stationäre Personenkontrollen an den Binnengrenzen. Mittlerweile umfasst der "Schengen-Raum" 29 europäische Staaten. Ein Museum im Ort und das Schiff, in dem vor gut 40 Jahren das Abkommen unterzeichnet wurden, widmen sich dieser denkwürdigen Geburtsstunde eines grenzenlosen Europas, das heute leider bedroht ist.
Das Saarland verdankt seine Existenz "Kohle und Stahl". Der Steinkohlebergbau wurde Segen und Fluch zugleich. Er gab tausenden Menschen Arbeit, formte aber auch die Landschaft neu. Durch den tagesnahen Abbau senkten sich manche Landstriche um mehr als 10 Meter, anderenorts wuchsen mächtige Abraumhalden in den Himmel. Infolge eines starken Grubenbebens mit einer Stärke von 4,5 auf der Richterskala am 23. Februar 2008, das erhebliche Schäden an Gebäuden verursachte, wurde am 30. Juni 2012 wurde das letzte Stück Steinkohle im Saarland gefördert. Übrig blieben die Abraumhalden und die Tagesanlagen, die einer neuen Nutzung zugeführt werden sollen. Eindrucksvolle Zeugnisse dieser Epoche sind die Bergehalde Ensdorf mit dem neuen saarländischen Wahrzeichen, dem "Saarpolygon" (das ist <hier>; <weitere Infos>), das als Denkmal für den saarländischen Bergbau errichtet wurde, oder die Grube Göttelborn mit ihrem markanten Fördergerüst von Schacht IV, das nach Investionen von umgerechnet 200 Millionen Euro im Jahr 1994 als damals weltweit höchstes Fördergerüst fertiggestellt wurde und danach nie richtig in Betrieb ging (das ist <hier>; <weitere Infos>). Die saarländische Steinkohle war Energielieferant für Hütten- und Stahlwerke, die sich hauptsächlich an der Saar ansiedelten. Die im Jahr 1986 stillgelegte und im Jahr 1994 zum Weltkulturerbe erklärte Völklinger Hütte (das ist <hier>; <weitere Infos>) ist wohl das bekannteste Wahrzeichen der saarländischen Hütten- und Stahlindustrie. Stolz sind die Saarländer aber auch auf die Dillinger Hütte (das ist <hier>; <weitere Infos>), der ältesten deutschen Aktiengesellschaft und heute einer der weltweit führenden Anbieter von Qualitätstählen. Das höchste und markanteste Wohngebäude des Landes, das Ford-Hochhaus in Wallerfangen (das ist <hier>), erinnert nun auch an den Automobilstandort Saarland: nach 55 Jahren verließ am 17. November 2025 der letzte Ford Focus die nahegelegenen Werkshallen.
Kultur
Neben den Besuchen der Zeitzeugen, die im Kapitel Geschichte aufgeführt sind, bietet das Saarland vielfältige Möglichkeiten, sich der Kultur zu widmen.
Stadtbesichtigungen bieten sich an in Saarbrücken (siehe oben) und in der Festungsstadt Saarlouis (siehe Geschichte). Aber auch die Städtchen Ottweiler mit seiner mittelalterlich geprägten Stadtstruktur mit Bauwerken der Renaissance und des Barocks und Resten der alten Stadtbefestigung (das ist <hier>; <weitere Infos>), Mettlach mit seiner ehemaligen Benediktinerabtei, dem Schloss und Schlosspark Saareck sowie der Villeroy & Boch Welt (Museum des gleichnamigen, weltberühmten Keramikherstellers) und den in der Stadt verteilten Outlet-Stores (das ist <hier>; <weitere Infos>) und Lebach mit seiner in den 1970er und 1980er Jahre entstandenen, heute kontrovers diskutierten und trotzdem renovierten Einkaufsstraße inklusiven "neuem" Rathaus (das ist <hier>; <weitere Infos>) laden mindestens zu einem Spaziergang ein.
Das Saarländisches Staatstheater in Saarbrücken ist mit seinen 875 Plätzen der größte Theaterbau des Saarlandes (das ist <hier>). Adolf Hitler schenkte es dem "Saarvolk" als Dank dafür, dass sich die Bewohner des seit 1920 als Mandatsgebiet dem Völkerbund unterstehenden und von Frankreich beherrschten Saargebiets in einer Volksbefragung für die Angliederung an das Deutsche Reich entschieden; allerdings musste die Stadt Saarbrücken den Theaterneubau zum größten Teil selbst bezahlen (<weitere Infos>).
Das Saarlandmuseum in Saarbrücken präsentiert seine Sammlungen an drei Standorten. Das Museum in der Schlosskirche (das ist <hier>) zeigt sakrale Kunst aus der Zeit des Mittelalters bis zum 19. Jahrhundert. Die Alte Sammlung (das ist <hier>) legt ihren Fokus auf Maler des 16. bis 19. Jahrhunderts, während sich die Moderne Galerie (das ist <hier>) mit ihrem skandalumwitterten viertem Pavillon der Kunst des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart widmet (<weitere Infos>). Im selben Gebäude wie die "Alte Sammlung" befindet sich das Museum für Ur- und Frühgeschichte, und unweit davon ist das Historische Museum Saar zu finden (das ist <hier>), das neben seinen Ständigen und Aktuellen Ausstellungen auch eine Besonderheit aufweist: unter dem Museum befinden sich Wehranlagen und Kasematten aus dem 15. und 16. Jahrhundert (die sogenannte "Unterirdische Burg"), die im Zuge eines Museumsbesuchs ebenfalls erkundet werden können (<weitere Infos>). Einem ganz anderen Genre widmet sich das Deutsche Zeitungsmuseum Wadgassen (das ist <hier>), das ca. 400 Jahre Pressegeschichte präsentiert (<weitere Infos>).
Wer das Weltkulturerbe Völklinger Hütte besucht (siehe Geschichte), sollte auch Zeit für die zugehörige Gebläsehalle einplanen. Hier, zwischen den imposanten Gebläsemaschinen, die Druckluft zu den Winderhitzern und Hochöfen pumpten und mit dem gereinigten Gichtgas der Hochöfen angetrieben wurden (ein auch heute noch sehr gutes Beispiel einer Kreislaufwirtschaft), wird zur Zeit die Ausstellung "X-Ray - Die Macht des Röntgenblicks" gezeigt, die sich dem Röntgenblick in Kunst, Wissenschaft, Film, Politik, Mode, Musik und Architektur widmet.
Schließlich sei noch auf Gondwana - Das Praehistorium (das ist <hier>) hingewiesen. In 21 großen Urweltzeiten können 4,6 Milliarden Jahre Erdgeschichte erlebt werden. Angefangen beim Urknall werden die verschiedenen Erdzeitalter mittels Geräuschen, Gerüchen, Tageszeiten und Lichtstimmungen eindrucksvoll präsentiert, immer begleitet von animierten Tieren in naturgetreuen Landschaften. Auch Riesenlibellen schlagen hier mit ihren Flügeln. Der Eintritt ist nicht gerade billig, die Ausstellung ist aber jeden Cent wert (<weitere Infos>).
Im nahen französischen Metz, das von Saarbrücken aus bequem mit Nahverkehrszügen innerhalb einer Stunde zu erreichen ist, befindet sich direkt am Hauptbahnhof das Centre Pompidou-Metz (das ist <hier>). Der spektakuläre Museumsbau wurde 2010 eröffnet und ist als Dependance des berühmten Centre Georges Pompidou in Paris ein Zentrum für moderne Kunst (<weitere Infos>). Auch der "Metzer Dom", die Cathédrale Saint-Étienne (das ist <hier>), ist unbedingt sehenswert.