Männer können von häuslicher Gewalt betroffen sein – doch ihre Erfahrungen werden im Hilfesystem noch immer zu wenig wahrgenommen. Welche Fakten und Mythen prägen den Blick auf männliche Betroffene? Wo bestehen Versorgungslücken und was braucht es, damit Männer passende Unterstützung erhalten?
Der Fachtag bringt Fachkräfte aus Beratung, Opferschutz, Polizei und weiteren Bereichen zusammen, um Wissen zu vermitteln, Erfahrungen aus der Praxis zu teilen und gemeinsam über notwendige Veränderungen zu diskutieren. Neben Fachvorträgen und einer Fishbowl-Diskussion bieten drei Workshops die Möglichkeit, konkrete Fragestellungen aus der Praxis zu vertiefen.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie kann Gewaltschutz geschlechterübergreifend gedacht und gestaltet werden – und welchen Beitrag können Staat, Gesellschaft und Fachpraxis leisten?
Wir laden herzlich zum fachlichen Austausch, zur Diskussion und zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Gewaltschutzes ein.
Programm:
09:30 – Ankommen & Anmeldung
10:00 – Begrüßung & Organisatorisches
10:20 – „Gewalt gegen Männer – Fakten, Mythen und Versorgungslücken“ – Clemens Göhler und Dr. Annalena Schmidt (Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz)
11:00 – Praxisimpuls „Männer als Betroffene in Beratung und Opferschutz“ – Jan Klement (Lehmann e.V. Leipzig)
11:30 – Kaffeepause
12:00 – Fish bowl-Diskussion „Gewaltschutz für Männer – Aufgabe von Staat, Gesellschaft und Fachpraxis“
13:00 – Mittagspause
14:00 – Workshops (parallel)
Workshop 1: Männliche Opfer häuslicher Gewalt erkennen und unterstützen – Jan Klement (Lehmann e.V. Leipzig)
Workshop 2: Polizei und Opferschutz – N.N. (Opferschutzbeauftrage Polizei Sachsen-Anhalt)
Workshop 3: Versorgungslücken im Hilfesystem – Clemens Göhler (Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz) und Marcel Schäder (Weissenberg e.V., Plauen)
15:30 – Ergebnisse aus den Workshops
16:00 – Abschlussimpuls „Gewaltschutz geschlechterübergreifend denken“ Dr. Annalena Schmidt (Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz)
16:30 – Ende
Wir erheben eine Verpflegungspauschale von 15 Euro, in der Tagungsgetränke und ein Mittagsimbiss enthalten sind
Zielgruppen:
- Fachkräfte aus dem Gewaltschutz
- Fachkräfte aus Jugendamt, Familienberatungsstellen
- Fachkräfte der Männerberatung, Männerarbeit
- Fachkräfte aus der Justiz
- Polizeibeamt*innen
- Gleichstellungsbeauftragte
- politische Vertreter*innen
- sonstige Interessierte
* Wir verstehen Geschlecht als ein soziales Konstrukt und Mann-Sein als vielfältig und intersektional. Männer sind für uns demnach alle, die sich als solche verstehen, egal ob aus trans*, inter*, cis oder einer weiteren Perspektive. Daher verzichten wir auf den Asterisk (*) bei Geschlechtszuweisungen wie Männer oder Jungen. Wir nutzen den Asterisk bei Selbstbezeichnungen aus Communities (z. B. trans*, inter*) oder wenn wir alle Geschlechter sprachlich abbilden wollen (z. B. Teilnehmer*innen)