Schulungsreihe zum Einstieg in integrierte kommunale Strategien
Um kommunale Prävention und Gesundheitsförderung optimal zu planen und zu steuern, braucht es einen Überblick über Bedarfe und Bedürfnisse der Bevölkerung. Die Ermittlung eines Status Quo und die Einnahme verschiedener Perspektiven – wie zum Beispiel die der Dialoggruppe selbst (Kinder, Alleinerziehende, Senior:innen etc.) – ermöglichen erst eine nachhaltige Struktur- und Angebotsentwicklung.
Das Projekt Kontextcheck, das mit Unterstützung der Mobil Krankenkasse bereits in der vierten Förderphase ist, unterstützt seit 2016 Kommunen in Niedersachsen und Bremen dabei, die Rahmenbedingungen für Gesundheitsförderung vor Ort systematisch zu erfassen und integrierte kommunale Strategien zu formulieren. Die im Prozesskreislauf angewandten Methoden erleichtern den Einstieg in den strategischen Prozess und bringen Bedarfs- und Bedürfnisanalysen auf den Weg. Ergebnis sind fundierte Empfehlungen für ein integriertes und strategisches Vorgehen in der kommunalen Prävention und Gesundheitsförderung.
Die Schulungsreihe „Wohin des Weges? Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ soll zur eigenständigen Umsetzung von Kontextcheck und zur Vorbereitung integrierter Strategien auf kommunaler Ebene befähigen. Hierfür wird praktisches und methodisches Wissen vermittelt, um die Bedarfs- und Bedürfnisanalyse im Rahmen des Prozesskreislaufes umzusetzen und daraus Empfehlungen abzuleiten. Diskutiert werden unter anderem: Die Analyse von Statistiken, Angebotsstrukturen und Netzwerken sowie Beteiligungsformate für Dialoggruppen und Public Health-Ethik als Mittel zur Formulierung gut begründeter Handlungsempfehlungen. Gute kommunale Beispiele und fachliche Kompetenz ausgewiesener Expert:innen sowie aus der LVG & AFS Nds. HB. e.V. zeigen, wie dies gelingen kann.
Teilnehmen können alle in Deutschland tätigen kommunalen Fachkräfte, die im Bereich der Gesundheitsförderung oder in angrenzenden Handlungsfeldern agieren. Es sind keine Vorkenntnisse zu Kontextcheck notwendig.
Programm
Den Faden aufnehmen – ein erster Blick auf Daten, Angebote und Netzwerke
Blockseminar
06. Mai 2026 | 10:00 bis 16:30 Uhr, Hannover*
07. Mai 2026 | 09:30 bis 15:00 Uhr, Hannover*
*Veranstaltungszentrum "Rotation" in den ver.di-Höfen
Goseriede 10
30159 Hannover
Integrierte Kommunale Strategien ermöglichen bedarfsgerechte Angebote und Unterstützung für alle Menschen der Kommune, unabhängig von ihrer jeweiligen sozialen Lage. Hierzu braucht es eine zielgerichtete, ressortübergreifende und vernetzte Arbeit sowie Transparenz über Strukturen vor Ort. Wie kann man hierbei einen Anfang finden? Welche Daten brauchen wir? Was für Angebote gibt es? Was macht ein Netzwerk aus und wie wird ressortübergreifende Arbeit lebendig?
Referentin
Anita Hüseman, Dipl. Sozialpädagogin, Systemische Organisationsberaterin. MODERATION I BERATUNG I THEATER, Hamburg
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Netzwerke und Daten unter der Lupe – Soziogramme und Sozial- und Gesundheitsberichterstattung
19. Mai 2026, 09:00 bis 13:00 Uhr, Online via Zoom
Durch die Heterogenität in den Kommunen sind die professionellen Strukturen und die Lebenslagen der Bevölkerung vor Ort oft schwer überschaubar. Welche Methoden gibt es für eine systematische Netzwerkanalyse und wie setzt man diese um? Wie lassen sich auf Basis von Daten vulnerable Bevölkerungsgruppen identifizieren? Wie gelingt es einen Überblick zu schaffen und gesammelte Informationen gewinnbringend zu nutzen?
Referent:innen
Sina Denise Haake und Kristina Woock, Fachdienst Gesundheit, Kreis Pinneberg (angefragt)
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Es geht um uns! – Partizipation als Haltung
23. Juni 2026, 09:00 bis 13:00 Uhr, Online via Zoom
Um zielgerichtet Angebote und Strukturen zu schaffen ist es wichtig, die Bedürfnisse der Bevölkerung einzubeziehen. Was ist Partizipation und welche Methoden eignen sich für den Einbezug der Dialoggruppe?
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Allen eine Stimme geben! – Beispiele aus der Praxis
09. September 2026, 09:00 bis 13:00 Uhr, Online via Zoom
Partizipative Methoden können in unterschiedlicher Tiefe und Breite die Bevölkerung und deren Bedürfnisse abbilden und so in strategische Prozesse einbeziehen. Beispiele aus der Praxis zeigen Beteiligungsformate in ihrer Anwendung, sowie mit ihren Gelingensfaktoren und Stolpersteinen.
Referentinnen
Astrid Thulke-Hüls und Veronika Warga, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V.
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Die losen Fäden in die Hand nehmen – Was passiert mit den Ergebnissen?
01. Oktober 2026 | 10:00 bis 16:30 Uhr, Hannover*
*Veranstaltungszentrum "Rotation" in den ver.di-Höfen
Goseriede 10
30159 Hannover
Die Ergebnisse aus Bedarfs- und Bedürfnisanalyse können nur verknüpft Grundlage für gezielte Maßnahmen sein. Wie gelingt diese Verknüpfung gewinnbringend und welche ethischen Grundlagen helfen uns dabei? Berichte aus der kommunalen Praxis zeigen ergänzend dazu Möglichkeiten auf, Ergebnisse in konkrete Maßnahmen umzusetzen.
Referentin
Prof. Dr. med. Verina Wild, Professorin für Ethik der Medizin, Universität Augsburg
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