Info
Unser Fachtag am 09.09.2026 bietet Raum für fachlichen Austausch, neue Impulse aus der Praxis sowie die gemeinsame Reflexion darüber, wie eine gelingende Zusammenarbeit mit Eltern Bildungs- und Teilhabechancen nachhaltig stärken kann.
Dafür haben wir einen workshopreichen Tag für Sie geplant. Sie können an einem gewählten Workshop teilnehmen. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung einen Erst- und Zweitwunsch an.
Workshop 1:
Zusammenarbeit mit Familien in einer Vielfaltsgesellschaft - im Kontext KiTa
Wir wollen uns theoretische Hintergründe zu Vielfalt, Vorurteilen und Familienkultur anschauen, um anschließend praktische Impulse, Methoden und Perspektivwechsel zu erfahren.
Referentinnen: Kjersti Nichols und Magdalena Gatz, Servicestelle „Interkulturelles Lernen in der KiTa“ Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V.
Workshop 2:
Digitales Kinderzimmer - Wieso spricht Teddy mit einer tiefen Stimme? Smarte und digitale Spielzeuge
Das Kinderzimmer der Zukunft wird immer smarter und digitaler. Was sollten Erziehende und pädagogische Fachkräfte beachten? Der Workshop beinhaltet praktische Erprobungsphasen und fachlich fundierte Erklärungen.
Referentin: Yvonne Becher, fjp>media - Servicestelle Kinder und Jugendschutz
Workshop 3:
Bücher für Geschlechtervielfalt
Im Medienkoffer Geschlechter- und Familienvielfalt gibt es Bücher zu entdecken, die ganz unterschiedliche Familien darstellen, Rollenbilder hinterfragen und trans und inter Kinder zeigen.
Bücher können einen Zugang zu Eltern und Familien herstellen: als Gesprächsanlass, als Vorleseempfehlung, als unaufgeregte Herangehensweise
Im Workshop werden Grundlagen zu Geschlechtervielfalt und geschlechtlicher Sozialisation angerissen und praktisch mit den Büchern Möglichkeiten für die Elternarbeit entwickelt.
Judith Linde-Kleiner, Geschäftsführung des Kompetenzzentrums geschlechtergerechte Kinder- und Jugendhilfe Sachsen-Anhalt e.V.
Workshop 4:
Der POSITIVE Blick auf die Zusammenarbeit mit Familien im Early Excellence-Ansatz
Der Fokus liegt auf der zweiten Säule des EE-Ansatzes: Die Eltern werden als die ersten Erzieher*innen ihrer Kinder wahr- und ernst genommen. Sie werden in die pädagogische Arbeit einbezogen. Der Workshop bietet einen Perspektivwechsel an, um die pädagogische Handlungskompetenz auszubauen.“
Referentin: Jennifer Osei-Bonsu, Koordination und Fachberatung, Heinz und Heide Dürr Stiftung
Workshop 5:
Vielfalt und Teilhabe in der Kita – Professionelle Haltung als Grundlage für die Zusammenarbeit mit Eltern
Orientiert am Bildungsprogramm „Bildung: elementar“ bietet der Workshop praxisnahe Inputs, Übungen, Austausch sowie Fallbeispiele zu Themenkomplexen um Vielfalt, Teilhabe und Diskriminierung. Im Fokus stehen die Entwicklung und Kommunikation einer professionellen Haltung, die Einordnung des Neutralitätsbegriffs sowie deren Bedeutung für die Zusammenarbeit mit Eltern.
Referent*in: Marie Gombert-Rumpf und Rami Dahbour, AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V., Projekt AWOgether: für Teilhabe, Demokratie und Vielfalt (Bundesprojekt „Zusammenhalt durch Teilhabe“)
Workshop 6:
Kinderschutz gemeinsam mit Eltern gelingen lassen – Haltung, Prävention und Reflexion in der pädagogischen Praxis
Wie kann Kinderschutz gemeinsam mit Eltern gelingen? Der Workshop verbindet Input, Reflexion und Fallarbeit. Im Fokus stehen Haltung, Kooperation und Kommunikation mit Eltern als Grundlage für wirksamen, präventiven Kinderschutz.
Referentin: Linda Fütz, Kitaleitung, Kinderschutzfachkraft, Referentin für Frühkindliche Bildung und Kinderschutz
Workshop 7:
Sprache im Fokus – Sprachliche Bildung in der Zusammenarbeit mit Familien
Dieser Workshop beleuchtet die Bedeutung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Familien als Grundlage sprachlicher Bildung. Gerahmt von einer fachlichen Einordnung stehen der gemeinsame Austausch und die Reflexion der eigenen Praxis im Mittelpunkt. Darauf aufbauend werden gemeinsam praxisnahe Ideen und Lösungsansätze entwickelt, die die Zusammenarbeit mit Familien stärken und sprachliche Bildung im Alltag gezielt unterstützen.
Referentinnen: Mariana Tskhvediani und Maria Weigand (Stiftung SPI, Geschäftsbereich Strategien sozialer Integration, Projektbereich frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung)
Workshop 8:
Übergang von der Kita in die Grundschule – Kinder und Familien stärken
In diesem Workshop möchten wir gemeinsam einen fachlich fundierten und praxisnahen Blick auf diese sensible Übergangsphase werfen. Als Kita-Sozialarbeiter*innen beschäftigen wir uns mit Themen wie Schulreife, emotionale und soziale Entwicklung, familiäre Belastungen sowie gelingende Zusammenarbeit zwischen Kita, Schule und Elternhaus. Dabei möchten wir insbesondere die Perspektive der Familien sichtbar machen und darüber sprechen, wie Kinder individuell und ressourcenorientiert begleitet werden können.
Neben fachlichem Input bietet der Workshop Raum für Austausch, Reflexion und aktive Beteiligung. Ziel ist es, neue Perspektiven zu gewinnen, Herausforderungen besser zu verstehen und konkrete Ideen für die eigene pädagogische Praxis mitzunehmen.
Unser Wunsch ist es, dass alle Teilnehmenden den Workshop mit mehr Wissen, mehr Sicherheit und neuer Motivation verlassen – um Kinder und Familien auf diesem wichtigen Weg noch besser unterstützen zu können.
Referentin: Ulrike Haase, AWO Landesjugendwerk Kitasozialarbeit
Workshop 9:
Netzwerken und die Öffnung des Sozialraums – Wie kann das Potenzial von Eltern optimal genutzt werden?
Wer von uns träumt nicht von einer Welt, in der alles sehr viel leichter daherkommt, als es uns die knallharte (pädagogische) Realität tagtäglich aufzeigt?
Warum gelingt Netzwerkarbeit nicht optimal? Was sind Probleme bei der Öffnung von sozialen Nahräumen? Und wie wirken sich Erwartungshaltungen perspektivisch auf die Umsetzung aus?
Ab hier wechseln wir bewusst die Perspektive. Wir erschaffen uns einen gedanklichen Möglichkeitsraum und stellen Fragen wie: „Was wäre, wenn Netzwerke wirklich tragen?“, „Wie sähe ein Sozialraum aus, der Familien stärkt?“ oder „Wie würde es sich anfühlen, wenn Eltern als Ressourcen selbstverständlich mitgedacht werden?“ Mit mutigen Zukunftsbildern, Visionen und kleinen Utopien wollen wir Kreativität entstehen lassen. Die Teilnehmenden können groß denken, träumen und spinnen – ohne jegliche Konsequenz.
Gestalten wir diesen Perspektivwechsel zusammen und bündeln kreatives Denken, fachlichen Austausch sowie praxisnahe Planung, um der Zukunft einen Schritt voraus zu sein.
Referentin: Jana Hirschfeld, Rehabilitationspädagogin, Soziologin, unterrichtet an der Fit Ausbildungsakademie Magdeburg Ästhetische Bildung
Workshop 10:
Elternpartizipation in Kindertageseinrichtungen
Kindertageseinrichtungen sind verpflichtet neben den Kindern auch die Eltern an wesentlichen Entscheidungen in der Kita zu beteiligen. Aber wer entscheidet, wenn Fachkräfte und Sorgeberechtigte einmal kein Einvernehmen erzielen können? Was passiert, wenn die Kinder etwas Anderes möchten als ihre Eltern. Dann stellt sich die Frage nach der Beteiligung der Eltern an der Beteiligung der Kinder. Und wie können Kindertageseinrichtungen die Eltern ganz praktisch beteiligen? Der Workshop klärt methodische Ansätze der Elternbeteiligung, die Frage nach der Entscheidungsmacht und wie weit Eltern in der Kita beteiligt werden können/wollen/müssen. Dazu werden praktische methodische Handlungsansätze anhand von Alltagsbeispielen besprochen und empfohlen.
Referent: Daniel Frömbgen, staatlich anerkannter Erzieher und Kindheitswissenschaftler (M.A.) sowie zertifizierter Multiplikator für Partizipation in Kindertagesstätten