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Das Projekt "Fortbildung, Austausch, Netzwerke - für Demokratie, Recht und Freiheit - Berlin-Brandenburg lädt Sie recht herzlich zum Fachtag "Radikalisierung in der Jugend(sozial)arbeit begegnen" am 02.12.2021 nach BAd Freienwalde ein. 

Wir unterstützen Fachkräfte wie Sie im Umgang mit Radikalisierungsprozessen und erarbeiten gemeinsam Möglichkeiten zur Förderung demokratischer Handlungskompetenzen und Diskursfähigkeit. Wir legen in unserer Arbeit Wer auf unterschiedliche demokratiestärkende Wege zur Mitsprache und Teilhabe von jungen Menschen in analogen und digitalen Lebenswelten. 

Im Rahmen des Fachtages bieten wir Ihnen dazu aus unserem Portfolio 3 Workshopinhalte an: 

Workshop 1 - Hate Speech (Hassrede)

Durch Hate Speech und Fake News verschieben sich die Grenzen des Sagbaren. Wissenschaftliche Standpunkte und persönliche Meinungen werden nicht deutlich voneinander abgegrenzt. Politische Haltungen und Diskurse werden dadurch nachhaltig beeinflusst und das kann schwere Folgen für die Betroffenen haben. Um menschen- und demokratiefeindlichen Netzgemeinschaften etwas entgegenstellen zu können, bedarf es zivilgesellschaftlicher Gegenrede, sowie gut ausgebildeter Digitalkompetenzen innerhalb der Jugendarbeit. Der Workshop bietet:

  • Einblicke in die Erscheinungsformen und die Besonderheiten von Hate Speech und Fake News
  • Erkenntnisse zum gezielten Einsatz von Hassrede und Desinformationen, als Mittel zur Erreichung politischer Ziele
  • Hilfestellungen zur Prävention und Intervention im pädagogischen Arbeitskontext

Workshop 2 - Feindbild: Polizei

Das Verhältnis zwischen Fachkräften der Jugendarbeit, deren Klientel und der Polizei ist oft von Spannungen geprägt. Wie gelingt es konstruktiv zu sein und bestehende Gräben zu überbrücken?  Wie kann, statt die Exekutive abzulehnen, mit ihr partnerschaftlich und auf Augenhöhe zusammengearbeitet werden? Der Workshop bietet:

  • Austausch über gesellschaftliche Rollenvorstellungen und Erwartungshaltungen
  • Kennenlernen polizeiablehnender Narrative aus verschiedenen ideologischen Perspektiven
  • Erforschung von Ursachen und Erarbeitung von Lösungen zum Feindbild Polizei

Workshop 3 - Verschwörungserzählungen

Wenn komplexe gesellschaftliche Fragen zu überfordern drohen, bieten Verschwörungserzählungen und ihre Welterklärungen oft die ersehnten, einfachen und gut verständlichen Antworten. Ihre verkürzten Deutungsmuster und Feindbildkonstruktionen senken oft die Schwelle für Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus und die Ablehnung demokratischer Werte. Der Workshop bietet:

  • Wissen zu den Hintergründen und Funktionsweisen aktueller Verschwörungserzählungen
  • Sichtweisen auf die Auswirkungen für Betroffene und gesellschaftliche Diskurse 
  • Handlungsansätze zum Umgang mit Verschwörungserzählungen

Die Plätze sind auf maximal 12 Teilnehmende je Workshop begrenzt!

Der Ablauf ist wie folgt geplant:

bis 10:00 Uhr Ankommen
10:00 Uhr Begrüßung und Kurzinput
10:30 Uhr Arbeit in Workshops

12:15 Uhr Mittags- und Begegnungspause
13:30 Uhr Arbeit in Workshops II
15:00 Uhr Auswertung und Feedback im Plenum
15:30 Uhr Verabschiedung

Die Teilnahme ist Dank der Förderung durch das Bundesprogramm Demokratie Leben! und der Landeskommission Berlin gegen Gewalt für Sie kostenfrei. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. 

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