Regionalwerkstatt in Husum
8. Juni, 9.30h bis 15h
Ort: Schloss vor Husum, Rittersaal im Hauptgebäude, König Friedrich V-Allee, 25813 Husum
Inhalte: Angebote der frühkindlichen Bildung sind zentral für die Entwicklung von Kindern. Sie entdecken neue Spiele und eigene Fähigkeiten, schließen erste Freundschaften, lernen ggfs. mit Deutsch eine neue Sprache. Angebote der frühen Bildung legen den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft und gesellschaftliche Teilhabe. Um das zu erreichen, müssen alle Kinder einen Zugang zu einer KiTa erhalten – und zwar unabhängig von Elternhaus oder Herkunft.
Der Nationale Bildungsbericht 2024 zeigt, dass dieser Anspruch aktuell nicht eingelöst wird: „Die Teilhabe an Kindertagesbetreuung wird durch unterschiedliche Faktoren begünstigt oder erschwert und ist in Deutschland sozial selektiv.“ Dabei steigt die Bereitschaft - gerade auch in sozial benachteiligten Zielgruppen - ihre Kinder fremdbetreuen zu lassen (DJI, 2026). Das bedeutet: Bundesweit – so auch in Schleswig-Holstein – verhindern strukturelle Zugangsbarrieren und ungerechte Selektionsmechanismen, dass alle Kinder an Angeboten der frühkindlichen Bildung teilhaben können – trotz des geltenden Rechtsanspruchs, des Kitaplatzausbaus und des Geburtenrückgangs.
Das Sozialministerium Schleswig-Holstein will das ändern. Denn Kinder, die besonders von der frühen Bildung profitieren, müssen auch dort ankommen. Dabei sind Familienzentren zentralen Akteure, um benachteiligte Familien zu erreichen. Zugleich gilt: um strukturelle Veränderungen zu bewirken, brauchen die Familienzentren viele, je nach Situation vor Ort auch unterschiedliche Kooperationspartner:innen.
Die Maßnahme 1 des Landesprogramms „KiTa für Alle“ zielt darauf ab, strukturell Barrien beim Zugang von Kindern aus benachteiligten Lebenslagen zur frühen Bildung systematisch zu erkennen und abzubauen und damit den Zugang zu verbessern. In der Vorbereitung des Landesprogramms organisiert die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) vier Regionalwerkstätten in Schleswig-Holstein. Dazu lädt die DKJS Mitarbeitende aus Familienzentren sowie ihre Partner:innen vor Ort ein, sich fachlich auszutauschen und Inspiration für die Antragstellung im Landesprogramm zu erhalten.
Im Zentrum der dialogorientierten Werkstatt stehen folgende Fragen:
- Was bedeuten sozial benachteiligte Lebenslagen mit Blick auf einen KiTa-Besuch?
- Welche Hürden auf dem Weg zur KiTa kann es geben?
- Welche (statistischen) Daten können helfen, die Zielgruppen vor Ort zu erreichen?
- Wie könnte die Arbeit von Familienzentren und ihren Partner:innen vor Ort aussehen?
Den geplanten Ablauf finden Sie unter dem Menüpunkt INFO rechts.
Die Regionalwerkstätten werden von der Auridis Stiftung gefördert.
Zielgruppen: Die Regionalwerkstatt in Husum richtet sich vor allem an Träger, Koordinator:innen und Leitungen von Familienzentren sowie Fach-, Planungs- und Leitungskräfte der örtlichen und freien Träger der Jugendhilfe, die kommunalen Koordinator:innen der Familienzentren und das kommunale Bildungsmanagement aus der Stadt Flensburg sowie den Kreisen Schleswig-Flensburg, Dithmarschen und Nordfriesland.
Darüber hinaus sind alle haupt- und ehrenamtlich engagierten Personen willkommen, die dazu beitragen wollen, Hürden auf dem Weg in die KiTa abzubauen, den Zugang zur frühen Bildung zu erleichtern sowie den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz wirklich für alle Kinder einzulösen.
Hinweis: Für eine konstruktive Arbeitsatmosphäre ist die Teilnehmendenzahl auf 50 begrenzt. Wir streben dabei ein ausgewogenes Verhältnis der teilnehmenden Kommunen an. Nach Eingang und Sichtung aller Anmeldungen erhalten Sie von uns eine Zu- oder Absage für Ihre Teilnahme.
- Anmeldung bis zum 22. Mai 2026
- Eine Zu-/Absage für Ihre Teilnahme erhalten Sie bis zum 29. Mai 2026