Workshop 1: Hochschul-BNE: "Nachhaltigkeit wirksam in der Hochschullehre verankern - Wie kann BNE nicht nur add-on, sondern Teil der Curricula werden? "
Beschreibung: Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Hochschule – von der Idee bis zur Institutionalisierung braucht es oft viele Schritte und verschiedene Ansätze. BNE soll dabei nicht nur Projekt bleiben, sondern sich als kulturelle und strukturelle Veränderung in der Hochschule etablieren. Im Workshop zeigen drei Impulsvorträge auf, wie Nachhaltigkeit in der Lehre wirksam verankert werden kann: durch individuelle Anerkennung von (externen) Lernprozessen, durch Persönlichkeitsbildung im Lehrprozess und durch im (Fach-) Curriculum-integrierte Umsetzung. Anschließend wird gemeinsam erarbeitet und reflektiert, wie Hochschulen von punktuellen Maßnahmen zu einer nachhaltigen, systemischen Kultur der BNE gelangen können – mit Wirkung, Verbindlichkeit und langfristiger Verankerung.
Workshopleitende und Impulsgebende: BRENA - Bremer Nachhaltigkeitszertifikat (Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit), Institut für Nachhaltigkeitscoaching (Universität Bremen), Teaching4Sustainability ( Universität Würzburg)
Workshop 2: Digitale Räume: Lernprozesse und Selbststudium digital begleiten
Beschreibung: Bei der Gestaltung einer Lehrveranstaltung bieten sich viele Möglichkeiten Studierende durch den gezielten Einsatz digitaler Elemente zu unterstützen. Digitale Bestandteile können dabei mehr als ein reines Add-on sein: Vielmehr eignet sich der digitale Raum ausgezeichnet, um den gesamten Lernprozess – vom inhaltlichen Input über die Lernphasen bis hin zur Prüfungsgestaltung – studierendenzentriert aufzubereiten. Dieser Workshop gibt über praxisnahe Beispiele Einblicke in verschiedene (digitale) Lehr- und Lernformate – von punktueller digitaler Anreicherung der Präsenzlehre, über Blended-Learning-Szenarien bis hin zu reinen Online-Veranstaltungen. Anschließend wird gemeinsam erarbeitet und reflektiert, inwiefern sich die eigenen Konzepte digital aufbereiten lassen und mit geeigneten Medien und Werkzeugen lernförderlich gestaltet werden können.
Workshopleitende und Impulsgebende: Zentrum für Multimedia in der Lehre (Universität Bremen)
Workshop 3: (Un)Vermeidbar? Generative KI im Hochschulkontext
Große Sprachmodelle wie ChatGPT oder Claude sind aus dem Hochschulalltag vieler Lehrender und Studierender nicht mehr wegzudenken. Dabei wissen viele von uns um die negativen Auswirkungen dieser Technologie für unseren Planeten: Generative KI verbraucht große Mengen an Wasser und Energie für Rechenzentren, stützt sich auf schlecht bezahlte Clickworker-Arbeit und auf den Abbau seltener Erden. Mit Nachhaltigkeit sieht es schwierig aus. Hinzu kommt das Risiko, dass wir Fähigkeiten, die für wissenschaftliches Arbeiten wichtig sind wie kritisches Denken, Schreiben und Argumentieren immer weniger üben oder sogar vollständig auslagern. Und trotzdem nutzen viele von uns generative KI. Oft wird es fast schon vorausgesetzt, man muss sich rechtfertigen, warum man so lange für einen Text braucht, schließlich gibt es doch KI. Aber ist die Nutzung generativer KI wirklich so unvermeidbar, wie es scheint? Ist das der technologische Fortschritt, dem wir uns einfach nicht verweigern dürfen? In diesem Workshop beschäftigen wir uns genau mit solchen Narrativen rund um Technikdeterminismus und imaginierten KI-Zukünften. Wir nehmen Donna Haraways (2016) Konzept des Technofix in den Blick: das Narrativ, das Technologie zum Allheilsbringer unserer Probleme macht und fragen: Dürfen wir uns widersetzen? Eine wachsende Bewegung in der Wissenschaft tut genau das und erprobt Verweigerung als Haltung gegenüber generativer KI. Gemeinsam gehen wir der Frage nach wann und ob der Einsatz von Sprachmodellen in Lehrkontexten sinnvoll ist. Dabei geht es darum, einen eigenen Umgang zu finden und bewusstere Entscheidungen in Bezug auf die Nutzung generativer KI zu treffen.
Wir starten mit einem fachlichen Impuls, dann geht es in die eigene Reflexion: Die Teilnehmenden erarbeiten Werte und Praktiken, die es für eine kritische GenKI-Kompetenz braucht.
Workshopleitende und Impulsgebende: Ori Isakowitsch (ECO AI Lab @ZUG gGmbH)