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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Partner:innen der VAN, liebe Interessierte,

unter dem Motto „BNE-Lehre 2030: Nachhaltig. Wirksam. Digital." feiern wir 2026 das 15-jährige Bestehen der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit und möchten Sie herzlich einladen, mit uns gemeinsam nach vorn zu blicken.

Seit unserer Gründung entwickeln wir digitale Lehrangebote im Bereich Nachhaltigkeit, forschen zu (digitaler) Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und sind in nationalen und internationalen Netzwerken aktiv. Unsere Jubiläumskonferenz widmet sich der Frage, wie eine Lehr- und Lernkultur aussehen kann, die digital anschlussfähig ist, zugleich wirksam bleibt und Nachhaltigkeitskompetenzen stärkt.

Wir freuen uns über deine/ Ihre Teilnahme.

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Workshops Tag 1, Dienstag 06.10.2026 - 15.30 Uhr - 17:00 Uhr

Workshop 1: Hochschul-BNE: "Nachhaltigkeit wirksam in der Hochschullehre verankern - Wie kann BNE nicht nur add-on, sondern Teil der Curricula werden? "

Beschreibung: Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Hochschule – von der Idee bis zur Institutionalisierung braucht es oft viele Schritte und verschiedene Ansätze. BNE soll dabei nicht nur Projekt bleiben, sondern sich als kulturelle und strukturelle Veränderung in der Hochschule etablieren. Im Workshop zeigen drei Impulsvorträge auf, wie Nachhaltigkeit in der Lehre wirksam verankert werden kann: durch individuelle Anerkennung von (externen) Lernprozessen, durch Persönlichkeitsbildung im Lehrprozess und durch im (Fach-) Curriculum-integrierte Umsetzung. Anschließend wird gemeinsam erarbeitet und reflektiert, wie Hochschulen von punktuellen Maßnahmen zu einer nachhaltigen, systemischen Kultur der BNE gelangen können – mit Wirkung, Verbindlichkeit und langfristiger Verankerung.

Workshopleitende und Impulsgebende: BRENA - Bremer Nachhaltigkeitszertifikat (Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit), Institut für Nachhaltigkeitscoaching (Universität Bremen), Teaching4Sustainability ( Universität Würzburg)


Workshop 2: Digitale Räume: Lernprozesse und Selbststudium digital begleiten

Beschreibung: Bei der Gestaltung einer Lehrveranstaltung bieten sich viele Möglichkeiten Studierende durch den gezielten Einsatz digitaler Elemente zu unterstützen. Digitale Bestandteile können dabei mehr als ein reines Add-on sein: Vielmehr eignet sich der digitale Raum ausgezeichnet, um den gesamten Lernprozess – vom inhaltlichen Input über die Lernphasen bis hin zur Prüfungsgestaltung – studierendenzentriert aufzubereiten. Dieser Workshop gibt über praxisnahe Beispiele Einblicke in verschiedene (digitale) Lehr- und Lernformate – von punktueller digitaler Anreicherung der Präsenzlehre, über Blended-Learning-Szenarien bis hin zu reinen Online-Veranstaltungen. Anschließend wird gemeinsam erarbeitet und reflektiert, inwiefern sich die eigenen Konzepte digital aufbereiten lassen und mit geeigneten Medien und Werkzeugen lernförderlich gestaltet werden können.

Workshopleitende und Impulsgebende: Zentrum für Multimedia in der Lehre (Universität Bremen)


Workshop 3: (Un)Vermeidbar? Generative KI im Hochschulkontext

Große Sprachmodelle wie ChatGPT oder Claude sind aus dem Hochschulalltag vieler Lehrender und Studierender nicht mehr wegzudenken. Dabei wissen viele von uns um die negativen Auswirkungen dieser Technologie für unseren Planeten: Generative KI verbraucht große Mengen an Wasser und Energie für Rechenzentren, stützt sich auf schlecht bezahlte Clickworker-Arbeit und auf den Abbau seltener Erden. Mit Nachhaltigkeit sieht es schwierig aus. Hinzu kommt das Risiko, dass wir Fähigkeiten, die für wissenschaftliches Arbeiten wichtig sind wie kritisches Denken, Schreiben und Argumentieren immer weniger üben oder sogar vollständig auslagern. Und trotzdem nutzen viele von uns generative KI. Oft wird es fast schon vorausgesetzt, man muss sich rechtfertigen, warum man so lange für einen Text braucht, schließlich gibt es doch KI. Aber ist die Nutzung generativer KI wirklich so unvermeidbar, wie es scheint? Ist das der technologische Fortschritt, dem wir uns einfach nicht verweigern dürfen? In diesem Workshop beschäftigen wir uns genau mit solchen Narrativen rund um Technikdeterminismus und imaginierten KI-Zukünften. Wir nehmen Donna Haraways (2016) Konzept des Technofix in den Blick: das Narrativ, das Technologie zum Allheilsbringer unserer Probleme macht und fragen: Dürfen wir uns widersetzen? Eine wachsende Bewegung in der Wissenschaft tut genau das und erprobt Verweigerung als Haltung gegenüber generativer KI. Gemeinsam gehen wir der Frage nach wann und ob der Einsatz von Sprachmodellen in Lehrkontexten sinnvoll ist. Dabei geht es darum, einen eigenen Umgang zu finden und bewusstere Entscheidungen in Bezug auf die Nutzung generativer KI zu treffen.

Wir starten mit einem fachlichen Impuls, dann geht es in die eigene Reflexion: Die Teilnehmenden erarbeiten Werte und Praktiken, die es für eine kritische GenKI-Kompetenz braucht.

Workshopleitende und Impulsgebende: Ori Isakowitsch (ECO AI Lab @ZUG gGmbH)

Workshops Tag 2 - Mittwoch 07.10.2026 - 10:30Uhr - 11:50 Uhr

 Workshop 1: Hochschul-BNE: „Netzwerke als Erfolgsfaktor für (B)NE an Hochschulen - Wie können Netzwerke (B)NE an Hochschulen systemisch voranbringen?“

Netzwerke können Kräfte bündeln, Wirkung verstärken und das voneinander lernen fördern. Von der gemeinsamen Nutzung digitaler Lehrangebote über regionale Kooperationen bis hin zu bundesweiten Strategien – Netzwerke sind für die Hochschul-BNE von zentraler Bedeutung. In drei Impulsen werden in diesem Workshop unterschiedliche Netzwerkansätze vorgestellt und jeweils aufgezeigt, wie durch Zusammenarbeit, Ressourcenaustausch und gemeinsame Ziele BNE an Hochschulen wirksam vorangebracht werden kann. Anschließend soll gemeinsam reflektiert und erarbeitet werden, wie Vernetzung mehr sein kann als Austausch – sondern eine treibende Kraft für Innovation, Wissensteilung und institutionelle Veränderung:

Workshopleitende und Impulsgebende: Deutsche Gesellschaft für Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen - DG HochN,  Koordinationsstelle Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen , Partnernetzwerk der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit


Workshop 2: Virtuelle Räume kritisch gestalten: Wie kann Raumdidaktik in VR zwischen Performativität, Reflexivität und digitaler Ethik entwickelt werden?

Virtuelle Räume sind keine neutralen Container, sondern konstruierte Bild- und Erfahrungsräume. In ihnen materialisieren sich Entscheidungen über Perspektive, Sichtbarkeit, Körperlichkeit, Bewegung, Narration und Teilhabe. Gerade darin liegt ihr didaktisches Potenzial, aber auch ihre ethische Brisanz. Der Workshop nimmt VR daher nicht als bloße Übersetzung bestehender Lehr-Lern-Settings in ein neues Medium in den Blick, sondern fragt nach einer eigenständigen Raumdidaktik virtueller Umgebungen. Ausgehend von Ansätzen der Ausstellungs-, Konfrontations- und Simulationsdidaktik wird diskutiert, wie performatives Arbeiten in VR neue Möglichkeiten für reflexive Bildungsprozesse eröffnen kann. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei motologischen Perspektiven, also der Verknüpfung körperlicher Bewegung mit der Arbeit an mentalen Repräsentationen, sowie einer räumlich-reflexiven Haltung gegenüber virtuellen Gestaltungsentscheidungen. Anhand ausgewählter Beispiele wird gemeinsam analysiert, welche Raumlogiken, Repräsentationen und Narrative in virtuellen Umgebungen wirksam werden und wie alternative, kritisch-reflexive Raumgestaltungen entwickelt werden können. Theoretisch kann dabei an Henri Lefebvres Verständnis von räumlicher Praxis, Raumrepräsentationen und Repräsentationsräumen angeschlossen werden.

Workshopleitende und Impulsgebende: Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit


Workshop 3: Demokratie als Katalysator der sozial-ökologischen Transformation

Obwohl das fachliche Wissen und die technologischen Lösungsansätze für eine nachhaltige Entwicklung weitreichend vorhanden sind, bleibt die Überwindung der Knowledge-Action Gap eine zentrale Herausforderung. These dieses Workshops ist, dass Demokratie eine Schlüsselkompetenz der BNE sein muss, um diese anspruchsvolle Aufgabe zu bewältigen.  Im Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit schnellen Handelns und der Anforderung einer breiten gesellschaftlichen Mobilisierung, ergründen wir in diesem Workshop Dilemmata, die im Kontext der Demokratisierung der BNE entstehen. Beispielhaft seien hier der Konflikt zwischen der Einschränkung gegenwärtiger versus zukünftiger Freiheitsrechte sowie die Spannung zwischen mühsamer und konfliktbeladener demokratischer Aushandlung und dem ressourcenschonenderen Verbleiben in der eigenen „Bubble“ genannt.

Als demokratisches Moment des Workshops setzen wir uns mithilfe der Methode der verkörperten Perspektivübernahme mit den zuvor identifizierten Dilemmata auseinander. Ziel ist dabei, dass alle Teilnehmenden Impulse und Ideen für die Einbindung und Verankerung von Demokratiebildung in der BNE gewinnen.

Workshopleitende und ImpulsgebendeDr. Josef Merk (Coach, Lehrbeauftragter, Mehr Demokratie e.V.)


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