Anmeldung beendet (Veranstaltung ausgebucht)

30.05.2026

25. Fachtag Autismus 

Besonderheiten im Besonderen

Leben im Autismus-Spektrum 

Einführungsvortrag ​​​​​​​

,,Autismus - verstehende Sicht und Perspektiven für die Praxis"


Bis vor wenigen Jahren war Autismus ein seltenes Phänomen. Das hat sich inzwischen deutlich geändert. Umso wichtiger ist es, aufzuzeigen, was Autismus bedeutet. Hierzu werden klinische Auffassungen und Sichtweisen von betroffenen Personen vorgestellt. Dabei geht es um eine verstehende Sicht, die richtungsweisend für einen geeigneten Umgang mit Autismus ist. Favorisiert werden Unterstützungsmöglichkeiten für ein Leben mit Autismus.


​​​​​​​Prof. Dr. Georg Theunissen ist Diplom-Pädagoge, Heil- und Sonderpädagoge und war Lehrstuhlinhaber für Geistigbehindertenpädagogik am Institut für Rehabilitationspädagogik, Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften, an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.


Ablauf

09:15 Uhr Ankunft

09:45 Uhr Eröffnung der Veranstaltung

10:00 Uhr - 10:30 Uhr Einführungsvortrag

11:00 Uhr -12:30 Uhr Workshops

12:30 Uhr - 13:30 Uhr Mittagspause

13:30 Uhr -15:00 Uhr Workshops

15:00 Uhr - 15:30 Uhr Verabschiedung

Teilnehmer

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​​​​​​​Sie können unter folgenden Workshops wählen:

Bitte entscheiden Sie sich für einen Workshop am Vormittag.

Workshop 1: Grundlagen der positiven Verhaltensunterstützung

Prof. Dr. Theunissen vermittelt Grundlagen der positiven Verhaltensunterstützung. Für den Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Autismus bietet sich die Positive Verhaltensunterstützung (PVU) an. Sie ist ein nachweislich wirksames Konzept, weshalb sie in führenden westlichen Industrienationen priorisiert wird. Es werden Grundzüge der PVU aufgezeigt und bespielhaft erläutert.

Workshop 2: Alltagsherausforderungen verstehen und begleiten

Frau Winter, leitet das Autismus-Zentrum der Samariteranstalten. In dem Workshop gibt sie einen Einblick in ihre Arbeit. Die Lebensbereiche „Essen und Schlafen“ gehören zu den häufigsten und zugleich belastendsten Alltagsherausforderungen im Leben mit autistischen Kindern. Im Workshop werden zentrale Einflussfaktoren wie sensorische Besonderheiten, Übergangssituationen, Regulation und das Bedürfnis nach Sicherheit verständlich eingeordnet. Darauf aufbauend werden konkrete, alltagstaugliche Strategien für Ess- und Schlafsituationen vorgestellt, die sowohl die Bedürfnisse der Kinder als auch die Entlastung der Familien berücksichtigen. Der Fokus liegt auf praxisnahen Impulsen für den Umgang im Alltag sowie auf einem verständnisorientierten Blick auf familiäre Belastungen. Raum für Austausch und Fragen ergänzt den Workshop.

Workshop 3: Diagnostik und Doppeldiagnostik - ein praxisnaher Einblick â€‹â€‹â€‹â€‹â€‹â€‹â€‹

Herr Stein, psychologischer Dienst der Samariteranstalten gibt einen praxisnahen Einblick in die Autismusdiagnostik mit besonderem Fokus auf das Erkennen und Einordnen von Doppeldiagnosen. Es werden wesentliche diagnostische Verfahren, typische Herausforderungen sowie Abgrenzungsfragen zu anderen Störungsbildern beleuchtet. 

Workshop 4: Mädchen und Frauen mit Autismus 

​​​​​​​Dr. Brita Schirmer ist unter anderem bekannt durch ihre Autorentätigkeit, ihre Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten und ihr Engagement in der Elternarbeit. Das Geschlechterverhältnis Jungen : Mädchen bei diagnostizierten Menschen im Autismus-Spektrum beträgt 4 : 1. Warum ist das so? Bei einigen Krankheiten und Störungen wissen wir, dass sich die Symptome bei den Geschlechtern unterscheiden können. Das ist ein Teil der sogenannten Gendermedizin. Diese Unterschiede finden wir auch bei Menschen im Autismus-Spektrum. Bei der Beschreibung der Symptome einer Autismus-Spektrum-Störung hat man sich vor allem auf Beobachtungen an Jungen und Männern gestützt. Das weibliche Geschlecht rückt erst seit wenigen Jahren in den Fokus. In diesem Workshop wird erklärt, welche Hypothesen es zum Geschlechterverhältnis gibt und wie sich die Symptomatik von Mädchen und Jungen tendenziell unterscheidet. Beides hängt miteinander zusammen. Es werden Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten für die Gestaltung des Alltags und von Fördersituationen speziell von Mädchen aufgezeigt.

Workshop 5: Kontakt aufnehmen - aber wie? Interaktion mit autistischen Kindern im pädagogischen Alltag​​​​​​​

Frau Kristin Snippe ist unter anderem bekannt durch ihre Autorentätigkeit und vor allem durch ihr fachliches Profil im Bereich Autismus, Logopädie und der Kinder-und Jugendpsychiatrie. Kontakt ist eine zentrale Grundlage pädagogischer Arbeit und kann für autistische Kinder zugleich herausfordernd sein. In diesem Workshop nehmen wir die Perspektive der Kinder ein: Wie wird Kontakt erlebt, wann entsteht Stress und was unterstützt ein Gefühl von Sicherheit? Gemeinsam erarbeiten wir konkrete, alltagsnahe Möglichkeiten, Kontakt so zu gestalten, dass er stimmig ist, ohne zu überfordern. Dazu gehören unter anderem die Reduktion sprachlicher Anforderungen, das Zulassen von „Nebeneinander-Sein“ sowie das Ermöglichen von Rückzug. Ziel des Workshops ist es, mehr Sicherheit und erweiterte Handlungsmöglichkeiten für die Kontaktgestaltung mit autistischen Kindern im pädagogischen und therapeutischen Alltag zu gewinnen.​​​​​​​​​​​​​​

Workshop 6: Mannsein und Neurodivergenz

Herr Donath erhielt 2007 eine Diagnose im Autismus-Spektrum, 43 Jahre engagierte er sich als Grundschullehrer und Heilpädagoge. â€žWann ist ein Mann ein Mann?“ 65 Jahre Leben zwischen DDR-Kindheit, Mauerfall und später AuDHS-Diagnose. Der Vortrag erzählt von mir als Mann, der sich jenseits gesellschaftlicher Normen neu definiert und immer sich als der "Zwischendenweltenpendler" erlebt: neurodivergent, verletzlich und zugleich stark. Eine persönliche Geschichte über Identität, Wandel und die Frage, was Männlichkeit heute bedeuten kann.

Workshop 7: Gelingensfaktoren in der Autismusfachberatung

Frau Dressler und Frau Meier von dem Verein Flexible Jugendarbeit Frankfurt (Oder) e.V. sind Fachberaterinnen Autismus-Spektrum. Anhand eines Best Practice Beispiels wollen wir uns gemeinsam mit Ihnen auf die Suche machen, welche Faktoren zu einem gelingenden Hilfeprozess beitragen, aber auch, welche Herausforderungen uns begegnen. Wir wollen miteinander ins Gespräch kommen, welche Erfahrungen die Teilnehmer*innen des Workshops bisher gemacht haben. Um verschiedene Blickwinkel einzubringen, sind Menschen im Autismusspektrum, Angehörige oder Fachkräfte eingeladen, sich in diesen Austausch einzubringen. Ziel dieses Workshops ist es, dass alle am Prozess Beteiligten sicherer werden, wie sie zu einem gelungenen Hilfeverlauf beitragen können.

Workshop 8: AuDHS - Superpower oder Supergau?

Frau Regber und Frau Bolz, zwei AuDHSler*innen (Autismus und AufmerksamkeitsHyperaktivitätsSyndrom) geben Einblicke in ihre Welt. Möchtest du etwas (mehr) über das Thema erfahren, dich mit anderen austauschen und weiterführende Tipps bekommen? Dann bist du hier genau richtig.

Sie können unter folgenden Workshops wählen:

Bitte entscheiden Sie sich für einen Workshop am Nachmittag.

Workshop 9: Grundlagen der positiven Verhaltensunterstützung (PVU)

​​​​​​​Prof. Dr. Theunissen vermittelt Grundlagen der positiven Verhaltensunterstützung. Für den Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Autismus bietet sich die Positive Verhaltensunterstützung (PVU) an. Sie ist ein nachweislich wirksames Konzept, weshalb sie in führenden westlichen Industrienationen priorisiert wird. Es werden Grundzüge der PVU aufgezeigt und bespielhaft erläutert.​​​​​​​

Workshop 10: Alltagsherausforderungen verstehen und begleiten

​​​​​​​Frau Winter, leitet das Autismus-Zentrum der Samariteranstalten. In dem Workshop gibt sie einen Einblick in ihre Arbeit. Die Lebensbereiche „Essen und Schlafen“ gehören zu den häufigsten und zugleich belastendsten Alltagsherausforderungen im Leben mit autistischen Kindern. Im Workshop werden zentrale Einflussfaktoren wie sensorische Besonderheiten, Übergangssituationen, Regulation und das Bedürfnis nach Sicherheit verständlich eingeordnet. Darauf aufbauend werden konkrete, alltagstaugliche Strategien für Ess- und Schlafsituationen vorgestellt, die sowohl die Bedürfnisse der Kinder als auch die Entlastung der Familien berücksichtigen. Der Fokus liegt auf praxisnahen Impulsen für den Umgang im Alltag sowie auf einem verständnisorientierten Blick auf familiäre Belastungen. Raum für Austausch und Fragen ergänzt den Workshop.​​​​​​​

Workshop 11: Diagnostik und Doppeldiagnostik - ein praxisnaher Einblick

​​​​​​​Herr Stein, psychologischer Dienst der Samariteranstalten gibt einen praxisnahen Einblick in die Autismusdiagnostik mit besonderem Fokus auf das Erkennen und Einordnen von Doppeldiagnosen. Es werden wesentliche diagnostische Verfahren, typische Herausforderungen sowie Abgrenzungsfragen zu anderen Störungsbildern beleuchtet.​​​​​​​

Workshop 12: Mädchen und Frauen mit Autismus

​​​​​​​Dr. Brita Schirmer ist unter anderem bekannt durch ihre Autorentätigkeit, ihre Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten und ihr Engagement in der Elternarbeit. Das Geschlechterverhältnis Jungen : Mädchen bei diagnostizierten Menschen im Autismus-Spektrum beträgt 4 : 1. Warum ist das so? Bei einigen Krankheiten und Störungen wissen wir, dass sich die Symptome bei den Geschlechtern unterscheiden können. Das ist ein Teil der sogenannten Gendermedizin. Diese Unterschiede finden wir auch bei Menschen im Autismus-Spektrum. Bei der Beschreibung der Symptome einer Autismus-Spektrum-Störung hat man sich vor allem auf Beobachtungen an Jungen und Männern gestützt. Das weibliche Geschlecht rückt erst seit wenigen Jahren in den Fokus. In diesem Workshop wird erklärt, welche Hypothesen es zum Geschlechterverhältnis gibt und wie sich die Symptomatik von Mädchen und Jungen tendenziell unterscheidet. Beides hängt miteinander zusammen. Es werden Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten für die Gestaltung des Alltags und von Fördersituationen speziell von Mädchen aufgezeigt.​​​​​​​

Workshop 13: Kontakt aufnehmen - aber wie? Interaktion autistischer Kinder im pädagogischen Alltag

​​​​​​​Frau Kristin Snippe ist unter anderem bekannt durch ihre Autorentätigkeit und vor allem durch ihr fachliches Profil im Bereich Autismus, Logopädie und der Kinder-und Jugendpsychiatrie. Kontakt ist eine zentrale Grundlage pädagogischer Arbeit und kann für autistische Kinder zugleich herausfordernd sein. In diesem Workshop nehmen wir die Perspektive der Kinder ein: Wie wird Kontakt erlebt, wann entsteht Stress und was unterstützt ein Gefühl von Sicherheit? Gemeinsam erarbeiten wir konkrete, alltagsnahe Möglichkeiten, Kontakt so zu gestalten, dass er stimmig ist, ohne zu überfordern. Dazu gehören unter anderem die Reduktion sprachlicher Anforderungen, das Zulassen von „Nebeneinander-Sein“ sowie das Ermöglichen von Rückzug. Ziel des Workshops ist es, mehr Sicherheit und erweiterte Handlungsmöglichkeiten für die Kontaktgestaltung mit autistischen Kindern im pädagogischen und therapeutischen Alltag zu gewinnen.​​​​​​​​​​​​​​

Workshop 14: Mannsein und Neurodivergenz

​​​​​​​Herr Donath erhielt 2007 eine Diagnose im Autismus-Spektrum, 43 Jahre engagierte er sich als Grundschullehrer und Heilpädagoge. â€žWann ist ein Mann ein Mann?“ 65 Jahre Leben zwischen DDR-Kindheit, Mauerfall und später AuDHS-Diagnose. Der Vortrag erzählt von mir als Mann, der sich jenseits gesellschaftlicher Normen neu definiert und immer sich als der "Zwischendenweltenpendler" erlebt: neurodivergent, verletzlich und zugleich stark. Eine persönliche Geschichte über Identität, Wandel und die Frage, was Männlichkeit heute bedeuten kann​​​​​​​.

Workshop 15: Gelingensfaktoren in der Autismusfachberatung

​​​​​​​Frau Dressler und Frau Meier von dem Verein Flexible Jugendarbeit Frankfurt (Oder) e.V. sind Fachberaterinnen Autismus-Spektrum. Anhand eines Best Practice Beispiels wollen wir uns gemeinsam mit Ihnen auf die Suche machen, welche Faktoren zu einem gelingenden Hilfeprozess beitragen, aber auch, welche Herausforderungen uns begegnen. Wir wollen miteinander ins Gespräch kommen, welche Erfahrungen die Teilnehmer*innen des Workshops bisher gemacht haben. Um verschiedene Blickwinkel einzubringen, sind Menschen im Autismusspektrum, Angehörige oder Fachkräfte eingeladen, sich in diesen Austausch einzubringen. Ziel dieses Workshops ist es, dass alle am Prozess Beteiligten sicherer werden, wie sie zu einem gelungenen Hilfeverlauf beitragen können.​​​​​​​

Workshop 16: AuDHS - Supergau oder Superpower?

​​​​​​​Frau Regber und Frau Bolz, zwei AuDHSler*innen (Autismus und AufmerksamkeitsHyperaktivitätsSyndrom) geben Einblicke in ihre Welt. Möchtest du etwas (mehr) über das Thema erfahren, dich mit anderen austauschen und weiterführende Tipps bekommen? Dann bist du hier genau richtig.

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