Schule als sexuelle Sozialisationsinstanz, Sexuelle Bildung und Sexualkultur
Umgang mit sexualisierter Gewalt und grenzüberschreitendem Verhalten in Schulen
Die Herausforderungen bei der Begleitung von Kindern und Jugendlichen sind für Schulen zunehmend komplex - vor allem auch, wenn es um das Thema Sexualität geht. Dazu tragen viele gesellschaftliche und mediale Entwicklungen bei, die die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen verändern und prägen. Dies schafft Chancen, Risiken und jede Menge Fragen. Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und auf Begleitung in ihren Fragen zum Thema Sexualität. Auf der anderen Seite haben sie das Recht auf Schutz vor sexualisierter Gewalt und Ausbeutung. Aber wie kann das im Kontext Schule am besten gestaltet werden? Wie kann eine positive Sexualkultur unterstützt und Kinder und Jugendliche wirksam vor Gewalt geschützt werden? In vielen Schulen und Institutionen gibt es inzwischen Schutzkonzepte. Aber was braucht es im täglichen Umgang, damit dieser Schutz auch wirksam werden kann?
Die Fortbildung richtet sich an Fach- und Lehrkräfte verschiedener Schulformen. Die Referentin vermittelt aktuelle Hintergründe zur Sexualentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Wir werfen einen Blick auf gewaltsame Strukturen und aktuelle Phänomene sexualisierter Gewalt sowie auf die Frage, wie Betroffene unterstützt werden können und welche Rolle Schutzkonzepte spielen können. Weil Bildung ein wesentlicher Bestandteil von Schutz ist, werden außerdem zahlreiche Methoden und Materialien vorgestellt und erprobt, die eine zeitgemäße Sexualerziehung und eine Beschäftigung mit dem Thema ermöglichen, der Jugendliche wirklich erreicht und wie die Sexualkultur in Schulen stärkend verändert werden kann.
Die zweitägige Fortbildung ist kostenfrei. Gestaltet wird sie durch Karoline Heyne von BeziehungsweiseWachsen die umfangreiche Expertise zu Sexueller Bildung mitbringt. Veranstalter ist das Örtiliche Teilhabemanagement und das Bildungsbüro des Burgenlandkreises. Der Zugang zu den Veranstaltungsräumen ist barrierefrei. Um Anmeldung wird bis zum 15.12.2025 gebeten.
- Zielgruppe:Pädagogisches Personal an Schulen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeitende aller Schulformen ab Klasse 5
- Referentin: Karoline Heyne (Dipl. Sozialpädagogin, Sexualwissenschaftlerin und Sexualpädagogin, systemische Beraterin,
seit 2016 freie Referentin für Sexuelle Bildung) - Termin: 14./15.01.2026, jeweils von 09:00-16:00 Uhr
- Ort: Evangelisches Bildungshaus Schönburg
- Inhalte und Schwerpunkte:
- Was ist Sexualität?
- Schule als Ort sexuellen Lernens
- Sexualentwicklung, Pubertät heute
- Dürfen die das? Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und Schutz vor Gewalt
- Ist das ein Kompliment? - Wahrnehmung von Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt
- Wann geht´s zu weit: Sexuelle Gewalt unter Kindern und Jugendlichen
- Was tun bei Verdacht? - Hilfeangebote für Betroffene und helfende Fachkräfte, Vernetzung
- Austausch/Reflexion eigener Werte und Situationen aus der Praxis
- Materialien und Methoden für die Praxis
Bei besonderem Unterstützungsbedarf oder bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung:
Frederike Hillmer
Tel.: 03445 73-2161
E-Mail: hillmer.frederike@blk.de