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Richard der Dritte

Im Gegensatz zur historischen Biografie Richards III. prägte vor allem William Shakespeares Drama *Richard III.* (Uraufführung 1593) das Bild des englischen Königs. Vor dem Hintergrund der Rosenkriege zeigt Shakespeare einen skrupellosen Machtmenschen, dessen fanatischer Herrschaftsanspruch von Kalkül, Egomanie und Größenwahn geprägt ist. Zugleich erscheint Richard als faszinierende Tragödienfigur mit einer zutiefst verstörten Seele. Das Stück stellt bis heute die Frage, wie weit Menschen für Macht zu gehen bereit sind – und warum autoritäre Strategien immer wieder Anziehungskraft entfalten.

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