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Wie können Fachreferent*innen heute fundierte Erwerbungsentscheidungen treffen, wenn Angebote, Modelle und Ressourcen immer vielfältiger werden? Strategisches Erwerbungshandeln heißt nicht nur auswählen, sondern auch Lizenzen gezielt prüfen, Daten und Nutzungsstatistiken sinnvoll auswerten, Paketangebote hinterfragen und das Verhältnis von E-Medien und Print bewusst gestalten.

In dieser Online-Fortbildung stehen praktische Zugänge im Mittelpunkt: Wie lassen sich Angebote und Formate systematisch vergleichen? Welche Daten helfen wirklich weiter? Wie ordnet man Nutzungszahlen ein – und wo stößt man an Grenzen? Und wie bleibt man bei all dem flexibel genug, um auf Veränderungen im Publikations- und Marktumfeld zu reagieren?


12.02.2026, 14.00 - 16.00 Uhr Angebote und Formate auf dem Prüfstand

Erwerbungsstrategien stehen im Spannungsfeld zwischen Paketkäufen, Einzeltitelauswahl und Budgeteffizienz. Die Wahl zwischen Print- und E-Formaten verlangt zunehmend situationsabhängige, nutzungsorientierte Entscheidungen. Konsortiale Verhandlungsprozesse formen dabei Rahmenbedingungen, mit denen vor Ort strategisch umgegangen werden muss. So entsteht ein komplexes Zusammenspiel von lokalen und überregionalen Einflussfaktoren. In den Vorträgen der ersten Sitzung werden diese Einflussfaktoren praxisnah beleuchtet

  • Dr. Christoph Janello (UB, Universität der Bundeswehr München): Effizient aber teuer: Pro & Contra E-Book-Paketkäufe
  • Dr. Thomas Nachreiner (UB, Universität Passau): e-Possible? Entscheidungskriterien in der hybriden Bestandsentwicklung
  • Petra Labriga (ZB Med): Gemeinsam sparen. Wie Konsortialangebote entstehen. Ein Überblick über die Workflows einer nationalen Konsortialstelle
  • Dr. Dana Vosberg (TIB): Budgetplanung und Etatverteilung – Kriterien für den Erwerbungsalltag


26.02.2026, 14.00 - 16.00 Uhr Nutzungsverhalten verstehen, Nutzendenbedarfe priorisieren

Das Verständnis des Nutzungsverhaltens und die Priorisierung der Bedarfe der Nutzerinnen bilden die Grundlage sämtlicher Erwerbungs- und Evaluationsstrategien. Darauf aufbauend können Bibliotheken Prioritäten setzen und ihre Ressourcen gezielt einsetzen. Auf diese Weise werden Entscheidungen nachvollziehbar, datenbasiert und passgenau auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzerinnen abgestimmt. In dieser Sitzung steht daher die Frage im Mittelpunkt, welche Methoden und Voraussetzungen notwendig sind, um Erwerbung möglichst bedarfsorientiert zu gestalten.

  • VDB-Kommission für Fachreferatsarbeit: Nutzendenbedarf!? - Woher erfahren wir, was unsere Nutzer*innen brauchen?
  • Dr. Christine Wilhelm (ULB Düsseldorf): Zeitschriftenevaluation. Werkstattbericht aus dem Fachreferat Medizin
  • Bernd Oberknapp (UB, Universität Freiburg): COUNTER - Welche Reports und welche Metriken für welchen Zweck?
  • Mario Kowalak (UB, Freie Universität Berlin): Evidence Based Acquisition – Fluch oder Segen?

12.03.2026, 14.00 - 16.00 Uhr Zukünftige Herausforderungen in der Erwerbung

Die dauerhafte und zuverlässige Bereitstellung von Medien bleibt zentrale Zukunftsaufgabe von Bibliotheken. Neue Lizenzmodelle, die Open-Access-Transformation sowie geopolitische Entwicklungen stellen dabei hohe Anforderungen an die Erwerbungsstrategien. In der abschließenden Sitzung wird ein Blick in die Zukunft geworfen, um Themen in den Mittelpunkt zu stellen, die das Erwerbungshandeln der kommenden Jahre maßgeblich prägen werden.

  • Dr. Julian Schenke (UB, Technische Universität Hamburg), Dr. Christine Wilhelm (ULB Düsseldorf): Aspekte von Datensouveränität im Erwerbungshandeln
  • Zeit für Ihre Wunschthemen: Ihre Themenwünsche sammeln wir in den vorhergehenden Terminen.


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