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Online-Fachtag

Antiziganismus im Erinnerungs- und Gedenkstättenkontext

Bestandsaufnahme und Gegenstrategien

Datum: 05.10.2026
 Zeit: 09:00 – 13:50 Uhr

Einladung

Zerstörte Orte des Gedenkens an den NS-Völkermord an den Sinti* und Roma*, Schändungen von Gräbern, volksverhetzende Inhalte online, aber auch auf Wahlkampfplakaten und verbale Angriffe auf Gedenkstättenguides - all das sind Beispiele von Antiziganismus im Erinnerungs- und Gedenkstättenkontext der vergangenen Jahre. Auch aufgrund zunehmender Anfeindungen gegenüber Gedenkstätten und Angriffen auf die Erinnerungskultur tritt Antiziganismus als bedeutendes Problem deutlich hervor.

Aus diesem Anlass möchten wir mit dem Fachtag Antiziganismus im Erinnerungs- und Gedenkstättenkontext des Kooperationsverbundes gegen Antiziganismus in Zusammenarbeit mit der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) eine Bestandsaufnahme vornehmen.

Mit der Veranstaltung bieten wir Raum, um Fallzahlen und Erscheinungsformen von Antiziganismus im Erinnerungs- und Gedenkstättenkontext, antiziganistische Reproduktionen in Bild-, Film- und weiteren Medienformaten sowie darauf bezogene Bildungsansätze gemeinsam zu diskutieren. Wir nehmen die damit verbundenen Herausforderungen in den Blick und zeigen Möglichkeiten einer antiziganismuskritischeren  und -sensibleren Praxis auf.

Um in das Thema einzuführen, starten wir mit Inputs aus verschiedenen fachlichen Perspektiven. Es folgt eine Fallbesprechung zu Gedenkstätten als Schauplätzen von antiziganistischen Übergriffen. Im zweiten Teil steht der Austausch zwischen den Teilnehmenden im Mittelpunkt. Ziel ist es, Erfahrungen zu bündeln, Perspektiven zu erweitern und Ansatzpunkte für die praktische Arbeit zu entwickeln. Am Ende fassen wir zentrale Erkenntnisse und offene Fragen zusammen und geben einen Ausblick auf mögliche Folgeaktivitäten. 

Die Veranstaltung ist eingebettet in die Arbeit des Netzwerks historisch-politische Bildungsarbeit zur Verfolgungsgeschichte der Sinti* und Roma* im Nationalsozialismus, das von der Kompetenzstelle gegen Antiziganismus koordiniert wird. 

Veranstalter: Kompetenzstelle gegen Antiziganismus der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Bildungsforum gegen Antiziganismus in Trägerschaft des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma, Critical Film & Image Hub an der Forschungsstelle Antiziganismus sowie die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus

Zielgruppe: Fachkräfte, Multiplikator*innen und Interessierte, die sich in den Themenfeldern historisch-politische Bildung und Erinnerungskultur an Gedenkstätten oder anderen Lernorten, im Rahmen von zivilgesellschaftlichen Initiativen, in der Wissenschaft, Politik oder anderen relevanten Bereichen engagieren.

Ort: Online

 

Ablauf

09:00 – 09:15 Uhr | Begrüßung und Einführung

09:15 – 09:45 Uhr | Fallzahlen und Erscheinungsformen von Antiziganismus im Erinnerungs- und Gedenkstättenkontext
 Input von MIA zur Aktualität des NS-bezogenen Antiziganismus: Zahlen, Muster und Vorfallarten

09:45 – 10:25 Uhr | Täterblick und visueller Antiziganismus

Dr. Frank Reuter, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus, Universität Heidelberg 

10:25 – 10:40 Uhr | Pause

10:40 – 11:20 Uhr | Antiziganismus als Thema der historisch-politischen Bildung im Gedenkstätten- und Erinnerungskontext
 Gemeinsamer Input von Bildungsforum gegen Antiziganismus und der Kompetenzstelle gegen Antiziganismus

11:20 – 12:00 Uhr | Fallbesprechung: Gedenkstätten als Schauplatz von antiziganistischen Übergriffen

12:00 – 12:30 Uhr | Mittagspause

12:30 – 13:20 Uhr | Austausch zu Teilaspekten in Kleingruppen
Austausch zu Teilaspekten, offenen Fragen, Handlungsmöglichkeiten und praktischen Herausforderungen.

13:20 – 13:40 Uhr | Zusammentragen der Ergebnisse
Plenum: kurze Berichte aus den Kleingruppen, Bündelung zentraler Erkenntnisse, Fragen und mögliche nächste Schritte.

13:40 – 13:50 Uhr | Abschluss
Feedback, kurze Reflexion des Tages, Ausblick auf weitere Vernetzung oder Folgeaktivitäten. 

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