Info
Die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain erinnert an das Schicksal der mehr als 30.000 Kriegsgefangenen, die im Zweiten Weltkrieg im Kriegsgefangenenlager Zeithain an Hunger, Krankheiten und den Folgen unmenschlicher Haftbedingungen starben. Wie war das Leben im Kriegsgefangenenlager Zeithain? Wer kümmerte sich um die Kranken und Verwundeten? Und welche Regeln sollen auch im Krieg Menschen schützen?
Im Workshop erkunden junge Menschen die Geschichte des Lazaretts Zeithain und lernen die Schicksale von Sanitätspersonal sowie gefangenen Medizinern kennen, die unter schwierigsten Bedingungen ihre Mitgefangenen versorgten. Anschließend gehen die Teilnehmenden selbst auf Spurensuche: Mithilfe originaler Bodenfunde aus dem ehemaligen Lager erforschen sie Gegenstände des Lageralltags, dokumentieren diese und erschließen ihre Nutzung. So wird Geschichte anhand konkreter Zeugnisse greifbar.
Im letzten Teil des Workshops richtet sich der Blick auf die Gegenwart: In einem interaktiven Videospiel setzen sich die Jugendlichen mit den Regeln des humanitären Völkerrechts auseinander und diskutieren, warum Menschlichkeit und der Schutz von Menschen auch in bewaffneten Konflikten unverzichtbar sind.
Der Workshop verbindet historisches Lernen, eigenständiges Forschen und die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen von Verantwortung, Menschenrechten und Solidarität.