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2020 sichtet Roswitha Quadflieg im Nachlass ihrer Mutter Benita eine Kiste mit der Aufschrift „Briefe & Kurioses“. Darin findet sie 476 Briefe ihres Vaters, des Schauspielers Will Quadflieg, an seine erste Frau sowie sein Tagebuch von 1945/46. Die Dokumente werden zum Ausgangspunkt ihrer intensiven Auseinandersetzung mit ihrem Vater. In ihrem Buch „Ich will lieber schweigen. Tagebuch eines Schauspielers und die Fragen seiner Tochter“ rekonstruiert sie die Tage des Tagebuchs und führt posthum ein Gespräch mit ihrem Vater, das zu Lebzeiten nie stattgefunden hat.
Die Schenkung ergänzt den seit dem Tod von Will Quadflieg im Jahr 2003 in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg verwahrten Nachlass. Im Gespräch mit dem Verleger und Literaturagenten Günter Berg erzählt Roswitha Quadflieg von der Entdeckung und ihrer Arbeit mit den Dokumenten. Schauspieler Tilmar Kuhn liest aus „Ich will lieber schweigen“. Im Anschluss wird zu einem Empfang geladen. Der Eintritt ist frei.