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EU-Zuwanderung: Lebenswelten verstehen, professionell handeln
Ein Sensibilisierungsworkshop mit konkreten Impulsen für die Praxis
Diese Veranstaltung ist kostenlos. Die Anzahl der Teilnehmer:innen am Sensibilisierungsworkshop ist begrenzt. Anmeldungen sind bis zum 25.10.2026 möglich.
Neuzugewanderte EU-Bürger:innen bringen unterschiedliche Lebensgeschichten, Erfahrungen und Perspektiven mit. Besonders im Kontakt mit Roma-Communities treffen Fachkräfte dabei häufig auf komplexe soziale Lebenslagen, unterschiedliche Zugänge zu Institutionen und Beratungsangeboten sowie auf Erfahrungen mit Ausgrenzung und Diskriminierung.
Der Workshop vermittelt grundlegendes Wissen über die Lebenswelten und Bedürfnisse neuzugewanderter EU-Bürger:innen und schafft Raum, eigene Wahrnehmungen, Zuschreibungen und Handlungsmuster zu reflektieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Diskriminierungsformen Klassismus und Antiziganismus: Wie entstehen Vorurteile und soziale Zuschreibungen? Wie wirken sich Armut, prekäre Lebenslagen und ungleiche Zugänge zu gesellschaftlichen Ressourcen auf Teilhabe und Beratung aus? Und wie verstärken sich verschiedene Diskriminierungsformen gegenseitig?
Gerade für Fachkräfte bei Behörden und Institutionen, in Beratungsstellen und sozialen Einrichtungen ist es wichtig, die unterschiedlichen Dimensionen von Diskriminierung zu erkennen und die eigene professionelle Rolle zu reflektieren. Dabei geht es auch um die Frage, wie institutionelle Strukturen, Sprache und alltägliche Routinen Zugänge erleichtern oder erschweren können.
Neben fachlichen Impulsen steht der Transfer in die tägliche Arbeit im Mittelpunkt. Anhand praxisnaher Beispiele werden typische Situationen aus Beratung und Begleitung reflektiert, Kommunikationsmuster betrachtet und konkrete Handlungsmöglichkeiten entwickelt.
Die Teilnehmenden nehmen Hintergrundwissen, neue Perspektiven und konkrete Impulse für ihren beruflichen Alltag mit – für mehr Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichen Lebensrealitäten, eine diskriminierungssensible Kommunikation und einen professionellen, wertschätzenden Zugang zu Menschen mit vielfältigen sozialen und biografischen Erfahrungen.
Der Workshop richtet sich an alle Interessierten – insbesondere Mitarbeiter*innen öffentlicher Verwaltungen, Einrichtungen des regulären Hilfesystems sowie Trägern der sozialen Arbeit in Bremen und umzu.
Referentin:
Sara Paßquali, M.A. Philosophie, Trainerin und Beraterin zu den Themen: Rassismuskritik, Sinti* & Roma*, Antidiskriminierung, Intersektionalität, Gender & sexuelle Vielfalt, Demokratiebildung und Empowerment
Programm:
08.45 Ankommen
09.00 Begrüßung und Projektvorstellung Fair-BINNEN
09.20 EU-Zuwanderung und die Herausforderungen
10.00 Erscheinungsformen und Auswirkungen von (Mehrfach-)Diskriminierung
12.00 Begegnung und Austausch beim Mittagessen*
12.45 Blick in die Praxis: Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten
14.30 Reflexion und Abschluss
15.00 Jubiläumsfeier Fair-BINNEN: 10 Jahre Beratung zur sozialen Inklusion von EU-Bürger:innen in Bremen
17.00 Ende der Veranstaltung
*Für das leibliche Wohl mit Snacks, Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen ist gesorgt.