Foto: Bildagentur PantherMedia | Benis Arapovic

Info


6. Thüringer Fachtag für frühkindliche Bildung in der Kindertagesbetreuung
„Gemeinsam gute Praxis gestalten – frühe Kindheit in der digitalen Welt“
7. Oktober 2026 - Congress Center der Messe Erfurt


Unter dem Motto „Gemeinsam gute Praxis gestalten – frühe Kindheit in der digitalen Welt“ richtet sich der Fachtag an Fachkräfte, Leitungen, Träger sowie alle Interessierten der frühkindlichen Bildung in Thüringen.

Digitale Medien sind Teil der kindlichen Lebenswelt und stellen pädagogische Fachkräfte vor neue Fragen und Herausforderungen. Wie gehen wir als Kita damit um? Welche Haltung ist im Umgang mit digitalen Medien angemessen? Wo liegen Chancen, wo Grenzen und Risiken? Und wie können Kinder in ihrer Entwicklung und ihrem Aufwachsen in einer digitalen Welt gut begleitet werden?

Der Fachtag „Gemeinsam gute Praxis gestalten – digitale Medien in der kindlichen Lebenswelt“ lädt dazu ein, diese Fragen gemeinsam zu reflektieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Perspektiven für die pädagogische Praxis zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei die professionelle Haltung, medienpädagogische Kompetenz, die Zusammenarbeit mit Familien sowie die Verbindung von Medienbildung und Sprachentwicklung.

Freuen Sie sich auf inspirierende Impulse und praxisnahe Workshops mit vielfältigen Themen wie professioneller Haltung, medienpädagogischer Kompetenz, Familienarbeit und Sprachentwicklung bis hin zur Frage, wie Kinder in der digitalen Lebenswelt angemessen begleitet werden können. Beim beliebten Markt der Möglichkeiten können Sie sich austauschen, neue Kontakte knüpfen und wertvolle Anregungen mitnehmen. Den Abschluss des Tages bildet ein musikalisches Highlight, das Sie überraschen und begeistern wird.


Nutzen Sie die Gelegenheit, sich frühzeitig anzumelden und aktiv die Zukunft der frühkindlichen Bildung mitzugestalten!


Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Zur Anmeldung »


Die Teilnahme am Fachtag und die Versorgung mit Getränken sind für Sie kostenlos.
Eine Mittagsverpflegung mit Snacks wird auf Selbstzahlerbasis vor Ort angeboten.



Tagungsablauf

ab 09:00 Uhr

Ankommen / Anmeldung / Walk & Talk 

informieren – austauschen – netzwerken 

09:30 Uhr

Begrüßung und Eröffnung im Panaromasaal 

Grußwort des Thüringer Ministers für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Christian Tischner 

Vorstellung der Kampagne "Bildschirmfrei bis drei"
Dirk Rühling, Dr. Heike Reichelt
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen/ Landesverband Thüringen

Keynote von Dr. Susanne Eggert 
„Da versuche ich jetzt, dass ich den Kindern ein bisschen ein Vorbild bin“ 
Digitale Medien in der frühen Kindheit
(JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis)

ca. 11:45 Uhr 

Pause / Walk & Talk / Imbiss 

informieren – austauschen – netzwerken 

13:00 Uhr

Gemeinsam aktiv in Dialogworkshops

Impulse und Erfahrungsaustausch 

14:45 Uhr

Kurze Pause und Rückkehr in den Panaromasaal 

15:15 Uhr

  Zusammenkommen im Plenum 

Fachliche Reflexion und kreativer Abschluss 

16:00 Uhr

Ausblick und Auf Wiedersehen


Dialogworkshops zur Wahl

Workshop 1: Was prägt unser Handeln? Professionelle Haltung zu Medien in der Kita.

Medien gehören selbstverständlich zur Lebenswelt von Kindern – und damit auch zum pädagogischen Alltag in der Kita. Doch wie beeinflussen persönliche Erfahrungen, Werte und Überzeugungen den Blick auf Medien und das pädagogische Handeln? 

In diesem Workshop werden anhand praxisnaher Beispiele und abwechslungsreicher Methoden unterschiedliche Perspektiven reflektiert und damit verbundene Herausforderungen sowie Chancen im Kita-Alltag diskutiert. Dabei geht es nicht um richtige oder falsche Antworten, sondern um die Frage, was eine professionelle Haltung im Umgang mit Medien ausmacht. Der Workshop lädt dazu ein, die eigene Einstellung bewusster wahrzunehmen und neue Impulse für die pädagogische Praxis mitzunehmen.


Nadine Kloos, JFF – Institut für Medienpädagogik in München – in den Projekten FLIMMO und Startchance Kita digital

                          Schwerpunkt: Medienerziehung in der Familie und Medienbildung in der Kita

Workshop 2: Ich muss nicht alles wissen! Medienpädagogisch kompetent in der Kita

Wie können pädagogische Fachkräfte Kinder in ihrer medialen Lebenswelt sicher, kritisch und zugleich offen begleiten? Der Workshop lädt dazu ein, die eigene medienpädagogische Kompetenz zu reflektieren, verschiedene Kompetenzrahmen kennenzulernen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Kita-Alltag zu entwickeln. Dabei geht es nicht darum, jedes Medium zu kennen, sondern darum, Orientierung zu geben, Partizipation zu ermöglichen und gemeinsam mit Kindern Medienwelten zu entdecken.

​Andrea Bätzig, Thüringer Medienbildungszentrum der Thüringer Landesmedienanstalt

Workshop 3: Familienarbeit – Eltern aufklären, sensibilisieren und stärken

Medienerziehung ist heute eine zentrale Erziehungsaufgabe von Eltern. Gleichzeitig stehen viele Eltern hier angesichts eines komplexen Familienalltags und der gesellschaftlichen Erwartungen, mit denen sie sich konfrontiert sehen sowie der schnellen Entwicklungen auf dem Medienmarkt vor großen Herausforderungen. Sie stoßen immer wieder an Grenzen und fühlen sich manchmal überfordert. Im Workshop soll es darum gehen, wie Eltern besser erreicht werden können und welche Unterstützungsangebote hilfreich und zielführend sind, um sie in ihrer Medienerziehung zu stärken.    

Dr. Susanne Eggert, Direktorin Schwerpunkt fachliche Leitung,
                                 JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis

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Workshop 4: Transdisziplinäre Medienbildung mit Stift und Papier für die Vermittlung digitaler Kompetenzen

Wie kann eine entwicklungsphasenangepasste Medienbildung bereits in der frühkindlichen Bildung gelingen? Und wie können dabei neben medienbildnerischen Fähigkeiten auch motorische und sensorische Fähigkeiten bei Kindern kreativ gefördert werden? 

In diesem Workshop werden praxisnah und mit Bezug zum Thüringer Bildungsplan Konzepte der Medienbildung vorgestellt, die eine Vermittlung digitaler Kompetenzen mit analogen Medien adressieren. Nach einer kurzen theoretischen Einführung werden Praxisbeispiele, wie z.B. Daumenkinos oder Geheimsprachen, ausprobiert und diese den Medienkompetenzzielen zugeordnet.

Dr. Julia Kernbach, Universität Siegen

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Workshop 5: Aufwachsen braucht Begleitung – auch in der Medienwelt.
Wie Kinder Medien nutzen und pädagogische Fachkräfte Orientierung geben können

Kikanichen, Pepa Wutz und Paw Petrol: vor dem Hintergrund aktueller Medienphänomene nimmt der Workshop die Medienwelt von Kitakindern und ihren Familien in den Blick und gibt einen Überblick über aktuelle Daten, entwicklungspsychologische Hintergründe sowie die mit der Nutzung verbundenen Herausforderungen und Chancen.

Daran anknüpfend werden niederschwellige Möglichkeiten und Praxisbeispiele vorgestellt, mit den Medienerfahrungen der Kinder im Kindergarten pädagogisch zu arbeiten und eine gelingende Elternarbeit zu etablieren. Außerdem werden konkrete Tipps, Links und Materialien zur medienpädagogischen Arbeit in der Kita – mit besonderem Blick auf Thüringen – vorgestellt. Dabei soll ausreichend Raum für die Fragen, Erfahrungen und Anregungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sein.

Dr. Iren Schulz, Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
                             Referat Medienbildung und Digitalität


Workshop 6: Sprachentwicklung und sprachliche Bildung mit (digitalen) Medien unterstützen

In diesem Workshop wird es nach einem kurzen Input zur Sprachentwicklung und zu Methoden der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung im Kindesalter ganz praktisch: es werden Rahmenbedingungen und Grundsätze des Medieneinsatzes geklärt und ausgewählte Methoden, Tools und Apps mit Fokus auf sprachliche Bildung vorgestellt. Audiostift, digitales Mikroskop, Wimmelbuch-App, Stop-Motion-Video und anderes können ausprobiert und konkrete Praxisideen zur alltagsintegrierten sprachlichen Bildung erarbeitet werden.

Michaela Haake, Dipl.-Pädagogin, Bildungsreferentin im Projekt kita dialogital

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Workshop 7: Über Medien reden in der Kita – Austausch gestalten & ins Gespräch kommen mit Kindern, Eltern und Kolleg*innen

Im Workshop erschließen wir uns praxisorientierte Grundlagen, um zu Medienthemen ins Gespräch zu kommen und das Medienhandeln sowie Medienvorlieben von Kindern in unserer pädagogischen Arbeit zu berücksichtigen. Über Medien reden ist dabei auch eine Frage von Haltung und Konzept. Daher wollen wir nicht nur Gesprächsanlässe mit Kindern in den Blick nehmen, sondern auch Elternarbeit und den kollegialen Austausch in den Fokus rücken.

Jörg Kratzsch, Blickwechsel e.V.

Workshop 8: Sprachentwicklung bis zum Schulbeginn -was ist wann auffällig?

Wie entwickelt sich Sprache von den 1. Wörtern bis zum Schuleintritt - Ab wann sollten pädagogische Fachkräfte genauer hinschauen? In diesem Workshop betrachten wir die wichtigsten Meilensteine der Sprachentwicklung im Alter von etwa ein bis 6 Jahren. Wir klären, welche sprachlichen Besonderheiten bestimmten Entwicklungsphasen noch völlig normal sind und welche Auffälligkeiten beobachtet werden sollen. Kurz beleuchtet werden außerdem Mehrsprachigkeit und welche Alltagsabläufe Sprache fördern und unterstützen.

Dr. med. Heike Reichelt, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen/ Landesverband Thüringen

Workshop 9: Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend 

In diesem Workshop wird die wissenschaftliche Leitlinie mit Empfehlungen zur Verwendung und Handhabung von Bildschirmmedien von der Geburt an vorgestellt. Dabei wird beleuchtet, welche direkten und indirekten Auswirkungen die Nutzung von Bildschirmmedien auf die kindliche Entwicklung haben kann. Gemeinsam werden zentrale Erkenntnisse und praxisnahe Empfehlungen für einen entwicklungsförderlichen Umgang mit digitalen Medien betrachtet.

Dirk Rühling, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen/ Landesverband Thüringen

Workshop 10: Mit Bilderbüchern wächst man gut. Mit Tablet und Smartphone besser!? 
                          Medienpädagogische Inhalte der Erzieher*innenausbildung

Dieser Workshop nimmt die Teilnehmer*innen zu Beginn auf einen Streifzug durch die Inhalte der modularisierten Erzieher*innen- Ausbildung mit dem Schwerpunkt: Medien mit, um im Anschluss daran mit den Fachkräften ausgewählte Medien näher zu beleuchten und in den Austausch darüber zu treten. Dabei gilt es, diese nicht miteinander in Vergleich zu stellen, dem Motto gemäß: dieses Medium ist besser als jenes. 

Kinder wachsen mittlerweile seit Jahren ganz selbstverständlich mit einer Vielzahl an Medien auf. An diese Entwicklung knüpfen Ausbildungsinhalte an, die sowohl das analoge als auch das digitale Medium als Chance begreifen, damit sich ein adäquater Blick auf Medien und ein gesunder Umgang mit diesen entwickelt. 

Mit praktischen Beispielen soll aufgezeigt werden, wie sich (angehende) Fachkräfte auf dem Gebiet der Medienpädagogik als Begleiter*innen und Impulsgeber*innen verstehen können, die das Kind in seiner Entwicklung kompetent unterstützen.

Juliane Dietzel und Patricia Methling, Ev. Schule für soziale Berufe "Johannes Falk" Eisenach