Rassismus und psychische Gesundheit: Warum es rassismuskritisches Fachwissen im psychotherapeutischen Alltag braucht (Teil 2)
Am 05.12.26 findet im Zeitraum von 14:00 bis 15:30 Uhr eine Fortbildung mit Zami Khalil statt. Die Veranstaltung wird über Zoom abgehalten. Die Anmeldung ist kostenlos und die Zahl der Teilnehmenden unbegrenzt.
Einführung:
Rassistische Diskriminierung gehört zum alltäglichen Leben Schwarzer, migrantischer und geflüchteter Menschen, sowie People of Color in der Bundesrepublik Deutschland (Andrades et al., 2025; Aikins 2021; DeZim 2023; DeZim 2025; DeZim 2026). Rassismus ist hierbei auf allen gesellschaftlichen Ebenen wirksam, indem er u.a. die Zu- und Abgänge unserer staatlichen Institutionen reguliert (InRa, 2024). Rassistische Diskriminierung geht darüber hinaus mit einem erhöhten Risiko für Angststörungen und Depressionen (Pieterse et al., 2015), Psychosen (Karlsen et al., 2005; Veling & Susser, 2011; Lazaridou et al. 2023) und Trauma (u.a. Carter 2007; Kirkins et al. 2018; Kirkins et al., 2018; Carter et al. 2019; Cenat 2025) einher und kann sich auch negativ auf die körperliche Gesundheit auswirken (Williams, Lawrence & Davids, 2019; Paradies et al., 2015; Aikins et al., 2021; Williams & Neighbors, 2001; Dolezsar et al., 2014).
Im zweiten Teil der Fortbildung soll zu Beginn ein kurzer Rückblick auf den ersten Teil stattfinden. Im weiteren Verlauf soll dann anhand von Fallbeispielen die Wichtigkeit von rassismuskritischem Fachwissen für (psychologische und ärztliche) Psychotherapeut_innen und deren psychotherapeutischen Alltag hervorgehoben werden. Dabei sollen auch die eigenen, verinnerlichten rassistischen Anteile der Psychotherapeut:innen in den Blick genommen werden.