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Die Geschäftsmodelle der weltweit erfolgreichsten Unternehmen basieren heute zum großen Teil auf unseren persönlichen Daten. Dabei lassen sich Produkte oft nur dann lukrativ gestalten, wenn die Unternehmen von ethischen Aspekten wie dem Schutz unserer Privatsphäre abrücken. Zudem kommen suchterzeugende Mechanismen zum Einsatz, die uns z. B. gezielt vom ständigen Feedback anderer Nutzer abhängig machen. Dies kann zu exzessivem Nutzungsverhalten führen, das uns wertvolle Zeit mit unseren Mitmenschen raubt. Zudem geben wir oftmals mehr von uns preis, als wir es in der realen Welt tun würden.


Neben den negativen Auswirkungen für einzelne Personen lassen sich auch dramatische Entwicklungen für ganze Gesellschaften beobachten, wenn sich Nutzergruppen durch personalisierte Inhalte manipulieren lassen und die objektive Informationsbasis der Allgemeinheit verlieren. Als Ergebnis ist die zunehmende Spaltung von Gesellschaften zu beobachten. Beispielsweise führen Experten den Ausgang der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl im Jahre 2016 sowie den Ausgang des Brexit-Referendums auf die gezielte Manipulation von Nutzergruppen zurück. Andere Beispiele zeigen den völligen Verlust von Privatsphäre vor dem Staat, wenn BürgerInnen in ein soziales Ranking eingeordnet werden.


Neben der moralischen Frage nach der Nutzung von persönlichen Daten für KI-Modelle (Informationsethik) stellt die Maschinenethik einen zweiten Berührungspunkt zwischen KI und Ethik dar. Die Maschinenethik geht der Frage nach, ob autonome Maschinen moralische Entscheidungen treffen können und sollten. Die Maschinenethik behandelt bereits heute drängende Fragestellungen, die beispielsweise beim autonomen Fahren auftreten oder ob autonome Rüstungssysteme ethisch vertretbar sind. Vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, ob Ihr Staubsaugerroboter eine detektierte Spinne tötet, um die Reinigung Ihres Wohnzimmers abzuschließen.


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