Anmeldung beendet
Info
9:00 Uhr: Thematischer Einstieg, Grundlagen, Begriffe
10:00 Uhr: Vorstellung Workshops
10:30-11:00 Uhr Pause
11:00-13:00 Uhr: Erste Workshopphase
- Workshop 1: Jenseits von Alpha - Sexistische & antifeministische Narrative auf Social Media und was wir dagegen tun können
- Von Marie Möller, pro familia Darmstadt
- Beschreibung: Problematische Datingcoaches, grenzüberschreitende Pick-up Artists, verschwörungstheoretische Redpiller - viele selbsternannte „Alpha-Männer“ liefern toxische Männlichkeitsbilder, die auf TikTok & Co massenhaft in den Algorithmus gespült werden. Im Workshop werfen wir einen Blick auf die dahinterstehenden Ideologien der sogenannten Mannosphäre - einer digitalen Sphäre die offen frauenfeindlich und antifeministisch ist. Wir fragen, welches Potenzial diese Inhalte haben, Jugendliche - insbesondere Jungen - anzusprechen, und wie wir sie dabei begleiten können, toxische Inhalte zu erkennen und neue Vorbilder sowie Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
- Von Marie Möller, pro familia Darmstadt
- Workshop 2: Männlichkeit intersektional denken – Haltung zeigen in diskriminierungssensibler Praxis
- Von Zafer Cin, freiberuflicher Bildungsreferent
- Beschreibung: Was bedeutet Männlichkeit, wenn sie unter Bedingungen von Rassismus, Armut oder Migration gelebt wird? Wie wird sie zur "Überlebensstrategie" - und wo stößt pädagogisches Handeln an Grenzen? In diesem Workshop reflektieren wir Zuschreibungen, Spannungsfelder und Erfahrungen im Umgang mit jungen und erwachsenen Männern. Ziel ist es, gemeinsam eine machtkritische, solidarische Haltung zu entwickeln, die Fachkräfte stärkt und diskriminierungssensible Perspektiven in der Sozialen Arbeit fördert.
- Von Zafer Cin, freiberuflicher Bildungsreferent
- Workshop 3: Die unheimliche Macht ungesunder männlicher Rollenzuschreibungen und wie wir sie durchbrechen können
- Von Boris van Heesen, Flexible Jugendhilfe Darmstadt e. V.
- Beschreibung: Sei hart, sei stark, setze dich im Konkurrenzkampf durch und mache das möglichst laut und dominant." So hallt es Jungen und auch Männern ein Leben lang (vor allem aber nicht nur auf Social Media) in die Ohren. Die Folgen sind für alle Menschen in unserer Gesellschaft dramatisch. Das bildet sich in zahlreichen Statistiken ab, die als Arbeitsgrundlage für den Workshop dienen mögen. Für viele unerwartet, leiden auch Männer unter diesem System. Genau hier sitzt ein Hebel, um das toxische Rad patriarchaler Strukturen zu durchbrechen. Hierfür arbeiten wir nach einem fachlichen Input mit dem Konzept der sogenannten "Box der Männlichkeit". Gemeinsam entwickeln wir darauf basierend Ideen und Möglichkeitsräume, um einengende Bilder von Männlichkeiten aufzubrechen.
- Von Boris van Heesen, Flexible Jugendhilfe Darmstadt e. V.
13:00-13:30 Uhr Pause
13:30-15:30 Uhr: Zweite Workshopphase
- Workshop 4: Sexualisierte Gewalt gegen Jungen* & Männer* - Männlichkeitsideale als Barriere für Hilfe
- Von Lucas Jung, pro familia Darmstadt
- Beschreibung: Jungen*, männliche Jugendliche* und Männer* sind ebenfalls von sexualisierter Gewalt betroffen - in Deutschland etwa jeder Zehnte. Obwohl die Zahl der Betroffenen hoch ist, bleibt das Thema für viele ein Tabu. „Mann* sein“ und sexualisierte Gewalt erfahren? Das passt nicht in das tradierte Bild von Männlichkeit. Für Betroffene bedeutet das oft, zusätzlich zur Gewalterfahrung auch gegen stereotype Männlichkeitsideale ankämpfen zu müssen, um überhaupt Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Im Workshop beleuchten wir, wie Geschlechternormen die Wahrnehmung und Verarbeitung sexualisierter Gewalt beeinflussen. Anhand von Fallbeispielen sprechen wir über Gefühlswelten, Sorgen und Wünsche betroffener Jungen* und Männer* und gehen der Frage nach, was ein solches Gewalterleben mit dem Verständnis von Männlichkeit macht - und wie ein hilfreicher Weg nach vorne aussehen kann
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- Von Lucas Jung, pro familia Darmstadt
- Workshop 5: FLINTA* Räume gestalten: Warum und wie?
- Von Miro Tutzer und Ly Ernst, QuB und QuT von LIBS e. V.
- Beschreibung: Sexismus, Heteronormativität und Cisnormativität sind eng miteinander verbunden: sie basieren auf der Annahme einer bestimmten sozialen Norm, die als einzig akzeptabel und natürlich betrachtet wird. Diese Normen führen zu Diskriminierung und Ausgrenzung von Frauen, Lesben, inter*, nicht-binären, trans* und agender Personen (FLINTA*). Im Workshop wollen wir darüber sprechen, wie wir Räume gestalten können, in denen diese verschiedenen Diskriminierungsformen zusammengedacht und solidarisch bekämpft werden.
- Von Miro Tutzer und Ly Ernst, QuB und QuT von LIBS e. V.
- Workshop 6: Aktuelle TIN* Gesundheitsversorgung
- Von Petra Weitzel, dgti e. V.
- Beschreibung: Hier wird in Bezug der aktuellen Informations- und Nachrichtenlage die Versorgungssituation von trans*, inter* und nicht-binären Menschen besprochen. Genaue Beschreibung folgt.
- Von Petra Weitzel, dgti e. V.
15:30-16:00 Uhr: Abschluss
Veranstaltungsort
Oetinger VillaQueeren Zentrum Darmstadt
Kranichsteiner Straße 81
64289 Darmstadt
Deutschland
Koordinaten (Lat, Long):
49.883076, 8.667288
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