Frühkindliche Karies (ECC – Early Childhood Caries) zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen von Kindern im Vorschulalter. Förderung und Erhalt der Mundgesundheit kleiner Kinder ist eine komplexe Aufgabe, die eines gelingenden Zusammenspiels von Eltern, Familien und Fachkräften des Gesundheits- und Bildungswesens bedarf.
Die aktuelle Gesundheitsberichtserstattung zeigt auf, dass die Inanspruchnahme von zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen in der Altersgruppe 6 bis 72 Monate sehr gering ist. Als Folge der Corona-Pandemie ist zu erwarten, dass nochmals sinkende Zahlen festzustellen sein werden. Im Gegensatz dazu, nimmt die Anzahl der Kinder zu, bei denen ein Befund festgestellt wurde und die entsprechend mit Füllungen, Kronen etc. versorgt werden müssen. Besonders auffällig ist dieser Trend bei Kindern aus vulnerablen Familien. Diverse Studien weisen schon seit langem nach, dass Kinder aus vulnerablen Familien einen schlechteren Mundhygienestatus aufweisen als Kinder aus gut situierten Familien.
Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Hebammen, Gynäkolog:innen, Pädiater:innen und Zahnärzt:innen ist notwendig, um die werdenden Mütter bzw. Eltern schon ab der Schwangerschaft so früh wie möglich über das Thema Mundgesundheit und eine frühzeitige Kariesprophylaxe beim Kleinkind zu informieren und aufzuklären. Bei Eltern mit geringer Gesundheitskompetenz gelingt dies noch nicht in zufriedenstellendem Maße.
Mit der Fachtagung „Mundgesundheit von Anfang an 3.0“ soll daher auf das Thema Gesundheitskompetenz von Eltern fokussiert werden. Sie versteht sich damit als Vertiefungsveranstaltung von „Mundgesundheit von Anfang an“ (2018) und „Mundgesundheit von Anfang an 2.0“ (2021).
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