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7. Genderkonferenz

unSichtbar politisch?! Politische Bildung in Zeiten des Rechtsrucks – geschlechtergerecht gestalten“

Geschlecht im Fokus - Machtverhältnisse im Blick - Demokratie im Alltag


Das Netzwerk Geschlechterreflektierte Pädagogik Bayern lädt in Kooperation mit der Katholischen Stiftungshochschule München zur 7. Genderkonferenz ein.

Diese Tagung will pädagogische Fachkräfte in Jugendarbeit und Schule inspirieren und stärken, um politische Bildung geschlechterreflektiert, intersektional und partizipativ weiterzuentwickeln und im pädagogischen Alltag genderkompetent zu verankern.


Im Mittelpunkt stehen:

  • Die unterschiedlichen Wirkungen des Rechtsrucks auf Mädchen, Jungen und Jugendliche weiterer Geschlechter
  • Die unterschiedlichen politischen Vereinnahmungen und geschlechterbezogenen Rollenzuschreibungen durch die Neue Rechte und die Auswirkungen insbesondere auf Mädchen und junge Frauen
  • Empowermentarbeit zu demokratischem Handeln und politischer Verantwortung mit Mädchen, Jungen und Jugendlichen weiterer Geschlechter
  • Die Förderung von Strukturen zu politischer Teilhabe, sozialer Gerechtigkeit und Gleichstellung für alle Jugendliche im eigenen Arbeitszusammenhang
  • Geschlechterbezogene und gleichstellungsorientierte Methoden, Haltung und Formate für die Praxis
  • Geschlechterbezogene politische Bildung als Handlungsauftrag im eigenen Arbeitsfeld
  • Inspiration, Vernetzung, Solidarität

Zielgruppe

Tagung für alle pädagogischen Arbeitsfelder und Bildungsstätten

Barrierefreiheit

Wir achten auf größtmögliche Barrierefreiheit. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie von einer Assistenz begleitet werden oder wenn Sie Unterstützung benötigen. Fragen beantworten wir gerne.

Teilnahmegebühr
40 Euro (inklusive Tagungsverpflegung)



Programm

UhrzeitInhalt
Donnerstag, 23.07.26
10.00

Ankommen und Anmeldung

11.00
Beginn

Grußwort

Landeshauptstadt München

11.15

Einführung

Netzwerk GRP und Moderation

11.30

Impulsvortrag

„Wehrhafte Männer und glückliche Hausfrauen?“ - Deutungsmuster rechter Geschlechterdiskurse 

Prof.in Dr.in Cornelia Behnke-Vonier, KSH München

13.00

Mittagspause mit Dialog-Raum für Teilnehmer*innen

14.30

Kreativlabore 1

1 Empowerment jenseits von Rollenbildern

Juli Krolop, Fach- und Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Bayern

Wie lassen sich Jugendliche bestärken, ohne sie in starre Gender-Schubladen zu stecken? Welche kreativen Wege führen zu Selbstermächtigung?

2 Such dir einen Mann, der deiner Unterordnung würdig ist.“ – Christlicher Fundamentalismus & Antifeminismus

Ruby Rebelde & Matthias Pöhl, FundiWatch

Christlich-fundamentalistische Ideologien zeichnen sich oft durch einen stark ausgeprägten Antifeminismus und queerfeindliche Einstellungen aus. In einem kurzen Input zeigen wir die Hintergründe dieser Einstellungen auf. Anschließend werten wir gemeinsam einige Fallbeispiele aus. Zum Schluss diskutieren wir gemeinsam, wie Christfluencer*innen auf Social Media & Co. antimoderne Inhalte verpacken und vermarkten.

3 TIN-Jugendliche empowern

Trans* Inter Beratungstelle 

Ein Workshop für alle, die mit trans*, inter* und nicht-binären Jugendlichen arbeiten (wollen).

4 Brücken statt Barrieren 

Babs Hörl-Fassbender, Studentin an der KSH München

Wie können wir politische und gendersensible Pädagogik für mehr Präsenz und Teilhabe junger Menschen mit Behinderung öffnen? Wie kann es gelingen, Jugendliche als aktive Akteur*innen wahrzunehmen? Was wird benötigt, um individuelle Ressourcen und Teilhabe zu fördern, individuelle Unterstützungsbedarfe bereitzustellen und zur Mitbestimmung befähigen?

5 „Ich bin politisch!“ 

Cindy Trinh, Stadtschüler*innenvertretung Hermann-Frieb-Realschule

Storytelling: wie stellen wir Mädchen uns politisch auf? Was brauchen wir von euch Erwachsenen?

16.30

Vision Board und Speed Visioning 

Wie sieht politische Bildung für Mädchen und junge Frauen im Jahr 2030 aus? Wie sieht siefür ALLE Geschlechter in 2030 aus? Was gehe ich selbst an?

17.00

Abschluss


Freitag, 24.07.2026
10.00

Einstieg

The Vision is …

Grußwort von Gülseren Demirel, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Abgeordnete des Bayerischen Landtags

Netzwerk GRP

10.30

Impulsvortrag

Queerfeministische politische Bildung mit Jugendlichen gestalten

Prof. Dr. Francis Seeck, TH Nürnberg

11.15

Peer-to-Peer-Toolparkt

Bringt eure Methoden mit und stellt sie euch gegenseitig vor!

12.30

Mittagspause

13.30

Kreativlabore 2

1 Soziale Herkunft zählt 

Prof. Dr. Francis Seeck, TH Nürnberg

Klassismuskritische Perspektiven für die politische Bildung

2 Queerpolitische Arbeit im ländlichen Raum 

VIDA Landsberg e.V. 

Arbeit für queere Menschen in ländlichen Regionen muss häufig fehlende Strukturen und unzureichende politische Unterstützung kompensieren. Dieser Workshop möchte anhand folgender Leitfragen darstellen, wie die daraus resultierende notwendige queerpolitische Arbeit möglichst sicher und erfolgreich stattfinden kann:

  • Wie können wir fehlende Räume für die Community erschließen?

  • Wie erreichen wir Mitglieder der Community im Landkreis in seiner Gesamtheit?

  • Wie gehen wir mit Angriffen auf bspw. CSDs um?

  • Wie schaffen wir queere Sichtbarkeit im sozialen Hilfesystem und der Zivilbevölkerung?

3 Empower Me – Jugendpartizipation stärken. Intersektional denken.

Modupe Laja, diversitätssensible Prozessbegleiterin, Projektkoordinatorin und Bildungsreferentin; Mentorin und Fördermitglied in der Jugendarbeit; Vorstandsmitglied im EineWeltHaus München 

Achim „Waseem“ Seger, Künstler und Aktivist 

Wie können Fachkräfte Jugendliche und junge Erwachsene partizipativ einbinden und sie im Umgang mit ihren intersektionalen Erfahrungen unter  Berücksichtigung von Gender-Bias und Rassismus sowie eines Empowerment-Ansatzes stärken?

4 Ganz die Mutter, treu dem Volk? (Extrem) rechte Frauenbilder unter der Lupe

Impulsvortrag mit Diskussion 

firm - Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München, FEIERWERK e.V.

Frauen spielten in der extremen Rechten schon immer eine tragende Rolle. Gleichzeitig werden sie in der Analyse und im öffentlichen Diskurs häufig noch verharmlost oder ihr Handeln wird entpolitisiert. Frauen sind jedoch nicht nur Mitläuferinnen: Sie agieren als aktive Ideologieträgerinnen und -verbreiterinnen. Zugleich richten sich Kommunikationsstrategien der (extremen) Rechten zunehmend gezielt an Frauen und Mädchen – mit spezifischen Bildern, Botschaften und Ansprachen. Wie diese Strategien funktionieren, welche historischen und aktuellen Rollenbilder dabei reaktiviert werden, was Frauen und Mädchen ideologisch ansprechen soll und welche Bedeutung das für die pädagogische Praxis hat, dazu liefert dieser Vortrag der firm fundierte Antworten. Er bietet zudem Raum für Rückfragen und Praxisbeispiele und richtet sich an Fachkräfte, Multiplikator*innen sowie alle Interessierten, die rechte Geschlechterpolitiken besser verstehen und ihnen wirksam begegnen wollen.

5 Jungen* und junge Männer* im Fokus radikaler Gruppen – Strategien erkennen und Handlungsmöglichkeiten entwickeln 

Catrin Lipcan, Casa empower

Rechte Gruppierungen, radikale Influencer*innen und Parteien erreichen zunehmend Jungen* und junge Männer* – häufig über Social Media und alltagsnahe Erzählungen. Im Workshop schauen wir uns gemeinsam an, wie diese Ansprachen funktionieren, welche Bedürfnisse und Lebensrealitäten sie aufgreifen und warum unterschiedliche Zielgruppen – etwa Jungen* mit Migrationsbiografie – dafür empfänglich sein können. Abschließend wollen wir den Blick darauf richten, wie man diesen Einflüssen begegnen kann und ins Gespräch mit den Jungen* kommt.  

15.30

Abschluss

What stays with you? – Gedankennetzwerk der Teilnehmer*innen
„Was heißt hier demokratisch?“

16.00

Abschied


Programmänderungen vorbehalten.

Anmeldeschluss: 25.06.2026
Ein kostenloser Rücktritt ist nur bis zum Anmeldeschluss möglich und muss schriftlich erfolgen, danach fallen 80% der Teilnahmegebühr an.
Rechnungserstellung (per E-Mail) erfolgt automatisch direkt nach der Anmeldung. Bitte geben Sie bei der Anmeldung die korrekte Rechnungsadresse an! Bitte die Teilnahmegebühr binnen zwei Wochen nach Anmeldeschluss (also bis 08.07.26) überweisen.

Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung nur für beide Tage möglich ist. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt. 

Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische, LGBTIQ*-feindliche oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Eine Veranstaltung des Netzwerks Geschlechterreflektierte Pädagogik Bayern: 

amanda – für Mädchen und junge Frauen / IMMA e.V. / Institut für Jugendarbeit Gauting / Katholische Stiftungshochschule München / LAG Mädchen*politik Bayern / Pädagogisches Institut und Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München

Die Tagung ist gefördert durch die Landeshauptstadt München und das Institut für Jugendarbeit Gauting.


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