Info
Veranstalter: Bundesverband Beruflicher Naturschutz e. V.Veranstaltungsort: Nationalpark-Gemeinde Allenbach in Rheinland-Pfalz
Seit 2011 organisiert der Bundesverband Beruflicher Naturschutz e.V. (BBN) im Frühjahr Exkursionen in besondere Schutzgebiete Deutschlands. In diesem Jahr besuchen wir den Nationalpark Hunsrück-Hochwald.
Am Samstagvormittag lernen wir auf einer Wanderung verschiedene Lebensräume im Nationalpark kennen. Am Nachmittag geht es zu Fuß zu einer keltischen Befestigungsanlage namens Ringskopf. Am Sonntag besichtigen wir ein Wildfreigehege.
Einführung: Nationalpark Hunsrück-Hochwald
Lage und Größe: Er ist mit rund 10.193 Hektar etwa so groß wie 14.000 Fußballfelder und erstreckt sich über die beiden Bundesländer Rheinland-Pfalz und das Saarland. Er befindet sich im Mittelgebirge des Hunsrücks, in den Ländern Rheinland-Pfalz und Saarland. Von der Gesamtfläche von 10.120 ha liegen etwa 986 ha des Nationalparks im Saarland innerhalb des Gebietes der Gemeinden Nohfelden und Nonnweiler.
Unsere Reise führt uns in den Teil des Nationalparks, der in Rheinland-Pfalz liegt.
Gründung: Der Nationalpark ist mit seinem Gründungsjahr 2015 der jüngste Nationalpark Deutschlands. Die zentrale Eröffnungsfeier fand im Mai 2015 an Pfingsten im Hunsrückhaus (Erbeskopf) statt.
Entstehung: Das Gebiet des Hunsrücks ist durch jahrhundertelange menschliche Prägung gekennzeichnet. Eine Besonderheit ist die keltische Geschichte der Region. Allein auf der Fläche des Nationalparks befinden sich mindestens drei Keltenburgen und mehrere keltische Grabhügel. So bewegt sich die Philosophie des Nationalparks zwischen dem Motto „Natur Natur sein lassen“ und der Bewahrung seines kulturellen Erbes.
Urige Wälder und eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt prägen das Bild in den Hochlagen des Hunsrücks. Der Nationalpark im Hunsrück-Hochwald ist ein Urwald von morgen. Bis zum Jahr 2045 soll auf 75% der Fläche die Natur sich selbst überlassen werden. Auf der restlichen Fläche des Nationalparks finden weiterhin Pflegemaßnahmen statt.
Zonierung: Der Nationalpark ist in drei Zonen eingeteilt.
Die Naturzone 1a sind Wildnisbereiche. Hier darf Natur Natur sein. Der Wald wird sich selbst überlassen. Momentan umfasst diese Fläche ca. 58 % des Nationalparks. Die Aufgabe der Nationalparkverwaltung ist, diese Fläche innerhalb von 30 Jahren auf insgesamt 75 % zu erweitern.
Die Naturzone 1b sind Entwicklungsbereiche, die schrittweise in Wildnisbereiche überführt werden. Hier können der Natur noch Anstöße mitgegeben werden, um sie einer weiteren natürlichen Entwicklung zu überlassen. Diese initialen Maßnahmen sind z.B. ein Grabenverschluss oder eine naturverträgliche Entnahme von Fichten in den Randbereichen des Nationalparks.
Die Zone 2 ist Pflegezone. In ihr sind Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen möglich. Sie dient in erster Linie der Erhaltung aus naturschutzfachlicher Sicht wertvoller Biotope, wie z.B. Arnikawiesen. Zusätzlich können Bürgerinnen und Bürger durch sie mit Brennholz versorgt werden.
Artenvielfalt: Der Nationalpark beherbergt ca. 250.000.000 Bäume aus 35 Arten sowie zahlreiche weitere Pflanzenarten. Doch auch Tierliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Zahlreiche Säugetiere, Reptilien, Vögel und Insekten durchstreifen den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Darunter auch ein Farbenspiel aus 253 verschiedenen Schmetterlingsarten und zirka 100 Wildkatzen.
Quelle und weitere Informationen unter: https://www.nlphh.de/

Wanderung durch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald (Foto: Anke Bosch 2022)
Programm
Freitag, 24.04.26 Anreise und Exkursionsauftakt
| Uhrzeit | Ort | Thema |
18:00 Uhr | "Bistro" des Hotels Steuer | Adresse: Hotel Restaurant Café Steuer Hauptstraße 10 55758 Nationalpark-Gemeinde Allenbach in Rheinland-Pfalz |
18:00 Uhr | "Bistro" des Hotels Steuer | Begrüßung durch Christof Martin (Vorsitzender des BBN) und das Exkursionsteam (Carola Persiel, Heinz-Werner Persiel und Annemarie Wilitzki) |
18:30 Uhr | "Bistro" des Hotels Steuer | Vortrag Dr. Harald Egidi, Leiter des Nationalparks (NP) Hunsrück-Hochwald |
ab | Restaurant des Hotels Steuer | Gemeinsames Abendessen |

Kennenlernen der durch die Eiszeit geprägten Landschaft (Foto: Anke Bosch 2022)
Samstag, 25.04.26 Tagesexkursion durch den Nationalpark
| Uhrzeit | Ort | Thema |
09:15 Uhr | vor dem Hotel Steuer | |
09:25 Uhr | Busfahrt | Buslinie 800/890 von Station „Allenbach, Hotel Steuer“ zur Station „Hilschied, Hunsrh./Erbeskopf“ (Nutzung des Deutschlandtickets möglich) und Fußweg zum Nationalpark-Tor Erbeskopf |
09:40 Uhr | Nationalparkzentrum | Begrüßung im Nationalpark |
10:30 Uhr | Nationalpark Hunsrück-Hochwald | Wanderung durch verschiedene Lebensräume im Nationalpark geführt vom zertifizierten Nationalparkführer Jörg Dietrich ab dem Nationalpark-Tor Erbeskopf |
13:08 Uhr | Busfahrt | Buslinie 800/890 zurück zur Station "Allenbach, Hotel Steuer" |
13:20 Uhr | Mittagspause im Restaurant des Hotels Steuer | Hotel Steuer oder eigene Verpflegung |
14:30 Uhr | Nationalpark | Wanderung vom Hotel Steuer aus mit Michael Koch zum Ringskopf (keltische Befestigungsanlage); Führung und Wanderung zurück zum Hotel Steuer |
ab 18 Uhr | Restaurant des Hotels Steuer | Gemeinsames Abendessen |

Blick vom Hunsrück (Foto: Anke Bosch 2022)
Sonntag, 26.04.26 Halbtagesexkursion durch den Nationalpark und Abreise
| Uhrzeit | Ort | Thema |
09:20 Uhr | vor dem Hotel Steuer | |
09:32 Uhr | Bus - oder Autofahrt | Buslinie 800/890 in Richtung "Oberstein, Bahnhof" von Station "Allenbach, Hotel Steuer" zur Station "Kempfeld, Wildenburg" oder Fahrt per Auto; |
10:00 Uhr | Wildfreigehege | Besichtigung |
12:15 Uhr | Wildfreigehege | Gemeinsamer Abschluss |
13:00 Uhr | Wildfreigehege | Mittagessen aus dem Rucksack |
ab | Bus- oder Autofahrt | Abreise per Buslinie 800/890 zur Station "Allenbach, Hotel Steuer" oder Abreise per Auto |