Es gibt gute und wichtige Gründe für Mega-Konstellationen am Himmel. Einerseits versprechen sie Kommunikation mit entlegenen Gebieten der Erde, andererseits sind sie ein wichtiger sicherheitspolitischer Faktor geworden. Gleichzeitig gibt es aber auch wichtige Gründe, weshalb deren Entwicklung kontrolliert und im Rahmen internationaler Regelwerke erfolgen sollte. Schon jetzt stören die existierenden Systeme die astronomische Forschung, sei es mit optischen oder mit Radioteleskopen. Wenn die Entwicklung so weitergeht, wird die nächste Dekade das Ende der ältesten Wissenschaft bedeuten. Astronomie von der Erde aus wird dann nicht mehr möglich sein. Der Sternenhimmel wird durch eine Wolke von Satelliten ersetzt, und wir verlieren den Blick in die Weiten des Alls. Der Vortrag von Prof. Dr. Michael Kramer wird auf dieses Thema aufmerksam machen und ist ein Plädoyer für die Koexistenz von Anwendung moderner Technologie und Grundlagenforschung als Basis unserer Wertschöpfung und unseres gesellschaftlichen Wohlstands.
Veranstaltungsort: Gartenpavillon des Juliusspitals, Klinikstraße 1, 97070 Würzburg