Wohnungsverlust bedroht viele psychisch erkrankte Menschen. Auch die vielen, die pünktlich ihre Miete bezahlen, regelmäßig die Treppe putzen und freundlich zu allen Nachbarn sind, werden wohnungslos, sobald die Miete von der neuen Immobilienverwaltung erhöht oder das Haus entmietet wird. Erst recht gilt das, wenn jemand schon lange Vermieter wie Nachbarn ein Dorn im Auge ist.
Bei rechtzeitigem Eingreifen lässt sich die Wohnung oft erhalten. In vielen Fällen beeinträchtigen jedoch Demenz, Depression, Sucht, oder Psychose die Fähigkeit der Betroffenen ihren Alltag zu bewältigen, meist lassen sie sich auf Hilfen ein.
Schwierig wird es beim „Pathologischen Horten“, wo das Wegwerfen jedes noch so unbedeutenden Gegenstands dem Betroffenen unerträgliche Qual bereitet. Für Pathologisches Horten gibt es Diagnosekriterien, aber keine wirksame Therapie. Völlig unklar ist, ob hinter dem veterinärmedizinischen Begriff „Animal Hoarding“ (es werden zu viele Tiere auf zu engem Raum nicht artgerecht gehalten), eine Erkrankung steht. Trotzdem wird in solchen Fällen nicht selten der Sozialpsychiatrische Dienst zugezogen.
Wie ist es bei Ihnen in der Region? Wie drängend ist bei Ihnen der Wohnraummangel? Was sind Ihre Erfahrungen mit Maßnahmen zur Abwendung eines drohenden Wohnungsverlusts? Mit welchen Herausforderungen sind Sie konfrontiert? Wo sehen Sie Chancen und Möglichkeiten?
Für alle, die 2025 nicht an unserer Präsenzveranstaltung zu diesem Thema in Erlangen teilnehmen konnten, bietet diese Veranstaltung einen kompakten Überblick über den aktuellen Wissensstand und die Gelegenheit zum Austausch über Erfahrungen und Lösungswege.
Referenten:
Dr. Matthias Albers, Bundesweites Netzwerk Sozialpsychiatrischer Dienste und Holger Vinke-Bartling, Gesundheitsamt Stadt Köln; Bundesweites Netzwerk Sozialpsychiatrischer Dienste
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