Konstruktive Betreuungsgespräche mit Betreuenden führen
Die wissenschaftliche Qualifizierung im Rahmen des Promotionsverbands Baden-Württemberg bietet für alle Beteiligten besondere Chancen: Anwendungsorientierte Forschung, interdisziplinäre Perspektive, intensiver und übergreifender Austausch, starke Verknüpfung von Forschung, Lehre und Praxisanwendung. Gerade aus dieser Vielfalt entsteht für die Promovierenden aber auch der Bedarf an klarer, wirksamer Orientierung und Hilfestellung. Die Gespräche mit den Betreuenden haben daher einen äußerst hohen Stellenwert für den erfolgreichen Verlauf der Promotion.
Im Workshop erhalten Sie Praxistipps für die Vorbereitung, sinnvolle Strukturierung und effiziente Dokumentation von Betreuungsgesprächen. Ein Wechsel hinein in die Perspektive der Betreuenden wird es Ihnen erleichtern, unausgesprochene Fragen und potenzielle Konflikte frühzeitig zu identifizieren. Im Rahmen einer Rollenreflexion können Sie für sich klarlegen, welche Erwartungen seitens der Betreuenden Sie erfüllen können und wollen – und wo es notwendig ist, frühzeitig Grenzen zu kommunizieren. Sie haben durchgängig die Möglichkeit zum offenen Erfahrungsaustausch innerhalb der peer group. Ein besonderer Fokus wird auf herausfordernden Promotionssituationen sowie schwierigen Betreuungsgesprächen liegen. Auch Grenzfälle der guten wissenschaftlichen Praxis können thematiiert werden. Bringen Sie daher gerne Ihre Praxisbeispiele mit.
Ziele
Doktorandenprojekte stehen zwischen widersprüchlichen Anforderungen: Einerseits sind Doktoranden in Forschungsprojekte integriert und müssen verschiedene Verpflichtungen in ihrer Forschungsgruppe erfüllen. Andererseits wollen sie eigenständige und innovative Forschung betreiben und es wird von ihnen erwartet. Hinzu kommen potenziell unterschiedliche Erwartungen und Anforderungen von den Betreuern der Dissertation. Daher erfordert jedes Betreuungsgespräch ein gutes Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Erwartungen sowie die Notwendigkeit, konstruktive Lösungen auch in schwierigen Phasen des Promotionsprojekts zu finden.
Inhalte
- Systematische Vorbereitung des Betreuungsgesprächs
- Konstruktive Nutzung von Promotionsvereinbarungen / Betreuungsvereinbarungen
- Effektive Ansprache schwieriger Themen
- Aktiver Perspektivwechsel in die Situation des Betreuers
- Fallstudien und Praxisbeispiele
- Strukturierte Diskussion über aktuelle Erfahrungen
Zielgruppe
Doktoranden in allen Phasen ihres Promotionsprojekts, insbesondere in den frühen Phasen
Termin
Montag, 22. Juni, 9:00-17:00 Uhr
Trainer
Simon Wolf ist Berater, Coach, Trainer und Fachbuchautor. Zu seinen Kunden gehören mittelständische und internationale Unternehmen ebenso wie Hochschulen, Ministerien und Stiftungen. Seit gut 20 Jahren entwirft Simon Wolf für seine Kunden präzise passende Trainingskonzepte, Beratungslösungen und Coachings; er schult Mitarbeitende und Führungskräfte auf allen Ebenen. Die Arbeitssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch.
Anrechnung
Anrechenbar im Rahmen der „individuellen Studienleistungen“ (§4 Promotionsordnungen der jeweiligen Forschungseinheiten) als Teil der überfachlichen Qualifizierungen. Weitere Hinweise zur Anrechnung finden Sie auf unserer Webseite.