Dienstag, 22. September 2026 von 09:30 bis 12:30 | Digital
Mutige pädagogische Räume - Braver Spaces - selbst gestalten
Mit der anhaltenden Zerstörung des Gazastreifens, der Vernichtung der Lebensgrundlagen der Palästinenser*innen und dem Trauma des 7. Oktobers in der israelischen Gesellschaft erlebt der Nahostkonflikt einen unbegreiflichen Höhepunkt. Die Dimensionen der Gewalt einerseits und die konflikthaften Aushandlungen des Erinnerns an den Nationalsozialismus in einer von Migration geprägten Gesellschaft andererseits führen vielfach zu Sprachlosigkeit und Wegsehen.
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit dem Konzept der „Braver Spaces“ im Kontext von Israel und Palästina. „Braver Spaces“ sind mutige und respektvolle Gesprächsräume, die einen offenen und multiperspektivischen Austausch ermöglichen. Dieser ist geprägt von Neugier gegenüber anderen Erfahrungen und Perspektiven sowie von Selbstreflexion und der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Darüber hinaus lernen die Teilnehmenden konkrete Werkzeuge und Methoden kennen, mit denen sie selbst „Braver Spaces“ gestalten und in ihrer pädagogischen Praxis verankern können.
Zielgruppe: Alle Interessent*innen
Die Veranstaltung ist Teil unserer Fortbildungsreihe "Israel, Palästina, Deutschland - kritische politische Bildung zu einer komplexen Dreiecksbeziehung". Mit unserem Fortbildungs- und Beratungsangebot unterstützen wir Multiplikator*innen aus dem Bildungs- und Sozialbereich. Die Fortbildungsreihe wird bis Ende Dezember 2026 durch die “Bundeszentrale politische Bildung“ gefördert und daher ist die Teilnahme kostenfrei. Die Teilnahme findet über Zoom statt, einen Beitrittslink erhalten Sie nach bestätigter Anmeldung.
Vicky Lessing ist seit 2015 freiberufliche politische Bildnerin, Mediatorin und studiert im Master Antisemitismusforschung in Berlin. Angedockt ist sie neben Gesellschaft im Wandel auch noch bei den BildungsBausteinen und der Bildungsstätte Anne Frank. Darüber hinaus engagiert sie sich in Bleiberechtsinitiativen sowie in der Erinnerungsarbeit im Kontext rechten Terrors.
Helen Sophia Müller ist Bildungsreferentin mit einem Schwerpunkt auf diskriminierungskritische politische Bildungsarbeit. Sie studierte Politikwissenschaft in Mannheim, Istanbul und Berlin. Inhaltliche Schwerpunkte sind u.a. Gender und Feminismus, Antisemitismus und Postkolonialismus.