​​​​​​​Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen-
Praktische Umsetzung von Mindeststandards
Februar - März 2026
Die Online-Schulungsreihe „Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen – Praktische Umsetzung von Mindeststandards“ richtet sich an kommunale Behörden sowie Träger und Organisationen von Unterkünften und bietet praxisnahe Unterstützung bei der Umsetzung von Gewaltschutzmaßnahmen und Mindeststandards.
Seit der Änderung des Asylgesetzes im Jahr 2019 sind die Länder nach §44 Abs. 2a AsylG verpflichtet geeignete Maßnahmen zu treffen, um den Schutz von Frauen und schutzbedürftigen Personen zu gewährleisten. Auch auf kommunaler Ebene ist dies laut §53 Abs.3 AsylG anzuwenden. Die Erstellung und Implementierung von Gewaltschutzmaßnahmen stellen Kommunen häufig vor große Herausforderungen.
Die Schulungsreihe besteht aus vier aufeinander aufbauenden Teilen. Jeder Teil wird an zwei Terminen angeboten, sodass eine flexible Teilnahme möglich ist. Inhaltlich handelt es sich um dieselbe Schulung, die jeweils wiederholt wird.
Termine und Inhalte
Teil 1
Vorstellung der Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften sowie Einführung in Umsetzung von Risiko-, bzw. Bedarfsanalysen
23.02.2026, 12:30 – 15:30 Uhr
26.02.2026, 09:30 – 12:30 Uhr
Teil 2
Erstellung von Ablauf- bzw. Interventionspläne bei Gewaltvorfällen anhand konkreter Beispiele sowie Durchführung einer Netzwerkanalyse
09.03.2026, 12:30 – 15:30 Uhr
12.03.2026, 09:30 – 12:30 Uhr
Teil 3
Einführung in das Beschwerdemanagement sowie Erstellung eines Verhaltenskodex für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter:innen sowie Formulierung einer Selbstverpflichtungserklärung
16.03.2026, 12:30 – 15:30 Uhr
19.03.2026, 09:30 – 12:30 Uhr
Teil 4
Reflexion und Austausch zur praktischen Umsetzung der Mindeststandards
23.03.2026, 12:30 – 15:30 Uhr
26.03.2026, 09:30 – 12:30 Uhr
Es wird dazu geraten, sich zu allen vier Teilen anzumelden, da die Inhalte aufeinander aufbauen. Die Anmeldung zu einzelnen Terminen ist möglich.
Zielgruppe
Die Schulungen richten sich vorrangig an Einrichtungsleitungen und Mitarbeiter:innen in kommunalen Unterkünften für geflüchtete Menschen sowie Mitarbeiter:innen in kommunalen Behörden bundesweit.
Referentinnen: Tatevik Dallakyan
Multiplikatorin für Gewaltschutz, Zentrale Koordinierungsstelle DeBUG 2.0 und Kontaktstelle Berlin
Albatros gemeinnützige Gesellschaft für soziale und gesundheitliche Dienstleistungen mbH
Shamsia Azarmehr
Multiplikatorin für Gewaltschutz, Kontaktstelle DeBUG 2.0 Nord-Ost
DRK Landesverband Schleswig-Holstein e.V.
Ulrike Ottl
Multiplikatorin für Gewaltschutz, Kontaktstelle DeBUG 2.0 Nord-West
Diakonisches Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück
Sanna Jungclaus
Multiplikatorin für Gewaltschutz, Kontaktstelle DeBUG 2.0 Nord-West
Diakonisches Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück
Isabell Auer
Multiplikatorin für Gewaltschutz, Kontaktstelle DeBUG 2.0 Süd
Caritas Karlsruhe e.V
Sabrina Wachter
Multiplikatorin für Gewaltschutz, Kontaktstelle DeBUG 2.0 Süd
Caritas Karlsruhe e.V
Tanja Gref
Multiplikatorin für Gewaltschutz, Kontaktstelle DeBUG 2.0 Ost
Awo SPISoziale Stadt und land Entwicklungsgesellschaft mbH
Anmeldung:
Interessent:innen können sich über das Anmeldeformular untenstehend anmelden. Die Veranstaltungen werden mit Zoom durchgeführt. Für einen angenehmen Austausch bitten wir Sie, ein Gerät mit Kamera und Mikrofon zu nutzen. Der Zugangslink wird Ihnen bei Anmeldung zeitnah vor der Veranstaltung zugesandt.
Teilnahmegebühr:
​​​​​​​Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Aufgrund der BMBFSFJ-Förderung im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben! wird die DeBUG 2.0 - Online-Schulungsreihe für die Teilnehmenden kostenfrei angeboten.
Kontakt / Rückfragen: Sanna Jungclaus und Ulrike Ottl
Multiplikatorinnen für Gewaltschutz, Kontaktstelle DeBUG 2.0 Nord-West
DeBUG.Nord-West@diakonie-os.de
Bei dieser Online-Schulungsreihe handelt es sich um eine bundesländerübergreifende Kooperation der DeBUG 2.0 - Kontaktstellen Süd, Nord-West, Nord-Ost, Ost und der Zentralen Koordinierungsstelle für das Projekt DeBUG 2.0 in Berlin
Das Projekt „Dezentrale Beratungs- und Unterstützungsstruktur für Gewaltschutz in Unterkünften für geflüchtete Menschen 2.0“ (DeBUG 2.0) ist ein Projekt der Wohlfahrtsverbände AWO Bundesverband, Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland, Deutsches Rotes Kreuz und Der Paritätische Gesamtverband und wird im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben! vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert. DeBUG 2.0 ist Teil der Bundesinitiative „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“.