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Überlegungen ...

Wer sich nach rechts wendet, tut es selten allein aus Gründen einer ideologischen Selbsttherapie oder „Verblendung“. Stets offenbart diese Bewegung ihren materiellen Gehalt: Man will anderen nichts abgeben, man verlangt Schutz gegen Konkurrenten, und in der Angst, andere könnten „auf unsere Kosten“ leben, zeigen sich Gier und Missgunst. Statt Ausbeutung und Unterdrückung zu beseitigen, stellt man sich um jeden Preis auf die Seite der Ausbeuter und Unterdrücker, ist ihnen mit Leib und Seele verbunden und betreibt die Arbeit ihrer Legitimation und ihrer Praxis. Kurzum: Rechtspopulismus, Neokonservatismus und Rechtsextremismus sind nicht nur erfolgreich, weil sie Ängste und Begierden aufgreifen, Affekte in Ideologie umwandeln, sondern auch, weil sie unter bestimmten Bedingungen für den Einzelnen durchaus „nützlich“ sind. Von der Vorstellung allein von Irregeleiteten, Empörten, die falschen Führern folgen, von falschen Antworten auf richtige Fragen und wie die Beschwichtigungen noch lauten mögen, sollten wir uns verabschieden und bei diesem Fachtag Strategien für das Gemeinwesen diskutieren.


Ablauf

09:00                    Einlass/Ankommen


09:30 - 10:00       Begrüßung und Vorstellung der Referent*innen     

                              Grußwort vom  Oberbürgermeister der Stadt Cottbus

                              Grußwort vom  Arbeitskreis Schmellwitz gegen Rechtsextremismus

             

10:00 - 11:00       „Wirkungen der Gemeinwesenarbeit gegen die Ideologie der Ungleichwertigkeit“

                              Friedemann Bringt (Kulturbüro Sachsen e.V.)

            

11:00 - 12:30       Fachforen


12:30 - 13:15       Mittagspause


13:15 - 14:45       Fachforen


14:45 - 15:00       Feedback und Schlussrunde


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