Info
Liebe Interessierte,
leider muss die Bildungskonferenz aus organisatorischen Gründen abgesagt werden.
"Wir sollten die Armut bekämpfen, aber nicht die Armen." (unbekannt)
In der heutigen Gesellschaft sind Armut, Bildung, Familie und Inklusion eng miteinander verknüpft. Diese vier Faktoren beeinflussen nicht nur das individuelle Leben, sondern auch das soziale Miteinander.
Das Phänomen Armut steht in engem Zusammenhang mit verschiedensten anderen Themenfeldern. Menschen mit einem niedrigen Bildungsabschluss sind eher von Armut betroffen und gleichzeitig haben Kinder, die in finanzieller Armut aufwachsen, eine geringere Chance, einen höheren Bildungsabschluss zu erreichen. Weiterhin fühlen sich Menschen, die in Armut leben, häufiger krank und haben höhere Sterblichkeitsraten im Vergleich zu Menschen, die nicht von Armut betroffen sind. An dieser Stelle könnten sich noch viele weiter Zusammenhänge darstellen lassen.
Diese Zusammenhänge sollen in der Bildungs- und Familienkonferenz am 15.10.2025 in Parchim abgebildet werden.
An diesem Tag haben Sie die Möglichkeit, Armut aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Hierzu organisieren mehrere Fachdienste gemeinsam diese Konferenz:
Bildungs- und Familienkonferenz „Bildung + Familie ≠ Armut?“
Datum: 15. Oktober 2025
Zeitrahmen: 08:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Ort: Putlitzer Straße 25, 19370 Parchim
Die Bildungs- und Familienkonferenz ist eine hybride Veranstaltung, sodass Sie auch die Möglichkeit haben, digital teilzunehmen. Sie können die Keynotes verfolgen und durch die zusätzliche Moderation auch Fragen an die Referierenden stellen. Für die Phase der Denkwerkstätten stehen Ihnen spezielle Denkwerkstätten zur Auswahl. Sollten Sie online teilnehmen, wählen Sie bitte diese beiden Denkwerkstätten:
NUR ONLINE: „Mehr Digitalisierung = weniger Armut?“ - Teilhabe oder Exklusion durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz?
NUR ONLINE: „Mehr Innovationen = weniger Armut?“ - Innovationskraft gegen Armut – Neue Wege sozialer Transformation
Nach der Eröffnung der Konferenz durch Heike Scholz, Beigeordnete des Landkreises Ludwigslust-Parchim, wird Lena Heitzenröder, ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH, in ihrer Keynote zum Thema „Mehr Bildung = Weniger Armut? - Armut und belastete Lebenslagen – wenn eins zum andern kommt“ über den Zusammenhang zwischen Armut und anderen Belastungen sprechen. Andrea Möllmann-Bardak, MitWirkung, Perspektiven für Familien, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. knüpft daran in ihrer Keynote "Mehr Familie = Weniger Armut?“ Familienarmut und ihre Folgen sind kein Schicksal. Welche Verantwortung Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft tragen." an und zeigt die Komplexität des Phänomes Armut im Kontext von Familien auf.
Im Anschluss an die Mittagspause haben Sie die Möglichkeit an folgenden Denkwerkstätten teilzunehmen:
„Mehr Bildung = weniger Armut?“ - Armut und belastete Lebenslagen: Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es auf kommunaler Ebene?
Lena Heitzenröder, ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH und Dr. Diana Richert, Bildungskoordinatorin, Landkreis Ludwigslust-Parchim:
Auf Grundlage der Keynote am Vormittag sollen verschiedene Ansätze und Strategien für den Landkreis Ludwigslust - Parchim gemeinsam entwickelt werden. In Zusammenarbeit mit den Teilnehmenden werden zudem auch Chancen und Grenzen diskutiert.
„Mehr Inklusion = weniger Armut?“ - Armut und Behinderung: Hat das BTHG zu Verbesserungen geführt?
Lena Heitzenröder, ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH und Dr. Diana Richert, Bildungskoordinatorin, Landkreis Ludwigslust-Parchim:
Vor dem Hintergrund der Erstellung des 4. Teilhabeberichtes der Bundesregierung wird sich hier intensiv mit den Auswirkungen des BTHG auf die kommunale Ebene beschäftigt.
„Mehr Familie = weniger Armut?“ - „Packen wir´s an.“ Wie der Auf- und Ausbau kommunaler Strategien gegen Familien- und Kinderarmut gelingt.
Andrea Möllmann-Bardak, Systemische Prozessbegleiterin und Organisationsentwicklerin (SG), MitWirkung – Perspektiven für Familien, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. und Uta Steglich, Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen, Landkreis Ludwigslust-Parchim:
Auf Grundlage der Keynote am Vormittag lernen die Teilnehmenden die Grundprinzipien und "Einflugschneisen" von Integrierten kommunalen Strategien gegen Kinder- und Familienarmut kennen und können sie auf ihre eigene Rolle und Funktion bzw. ihr eigenes Handlungsfeld übertragen. Ein besonderer Fokus wird dabei auch auf dem Thema Wirkungsorientierung liegen. Im Workshop gibt es die Gelegenheit sich diesem Thema praktisch zu nähern.
"Mehr Vielfalt = weniger Armut?“ Wie beeinflusst (die Abwehr von) Vielfalt die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis?
Stefan Kollasch, RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V. und Annett Nuklies / Sebastian Turtschan, federführendes Amt und Koordinierungs- und Fachstelle "Demokratie Leben!", Landkreis Ludwigslust-Parchim:
Themen wie Vielfalt und Zuwanderung werden in den letzten Jahren zunehmend als Krisenthemen wahrgenommen. Mecklenburg-Vorpommern erlebt einen Rechtsruck, das zeigen Wahlergebnisse oder die steigende Zahl radikalisierter, rechtsextremer Jugendlicher. Gleichzeitig erleben ländlich geprägte Landkreise im Osten Deutschlands einen Demografiewandel. Vor welchen Entwicklungen steht der Landkreis Ludwigslust-Parchim? Warum werden Veränderungsprozesse von manchen Menschen in der Region als Gefahr wahrgenommen oder gar bekämpft? Und wie können Vielfalt, Zuwanderung und gesellschaftlicher Zusammenhalt wieder stärker als Chance für die Zukunftsfähigkeit der Region wirken?
"Mehr Arbeit = mehr Armut?“ - Art. 3 GG auf unseren Feldern und hinter den Toren der Gewerbegebiete?
"Roland Klinger, Katarzyna Bytyn-Rechner, HELLP_Tandem, VSP gGmbH und Cindy Klechowicz, Integrationsbeauftragte, Landkreis Ludwigslust-Parchim:
"Hier werden die Zusammenhänge zwischen Arbeitsmarkttransformation, Integration und Armut unter besonderer Berücksichtigung von EU-Bürger*innen analysiert und erörtert. Anhand der Fragen: „Wer macht die Arbeit, die wir nicht mehr machen wollen?“ sowie „Wer sind die Fremden mitten unter uns?“, wird den Teilnehmenden aufgezeigt, dass gerade EU-Bürgerinnen Arbeiten übernehmen, die wir nicht mehr übernehmen wollen und dass sich gerade dadurch das Armutsrisiko für diese Menschen enorm erhöht. Ziel des Workshops ist es, durch kritische Analyse und Austausch innovative Ansätze für eine sozial gerechtere Arbeits- und Integrationspolitik zu entwickeln, die dem Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 GG gerecht werden.
„Mehr Gesundheit = weniger Armut?“ - Ernährung im Aufbruch – Chancen gegen Armut
Gesine Roß, Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. und Nicole Behrend / Christina Greiffenberg, SB Gesundheitsförderung und SB Projekte, Landkreis Ludwigslust-Parchim:
"Diese Denkwerkstatt thematisiert die komplexen Zusammenhänge zwischen Armut und Ernährung. Die Teilnehmenden analysieren, wie finanzielle Engpässe den Zugang zu gesunden Lebensmitteln beeinflussen, und erarbeiten gemeinsam Strategien zur Verbesserung der Ernährungssicherheit in sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Im Fokus stehen praxisnahe Ansätze, inspirierende Best-Practice-Beispiele und innovative Lösungsansätze, um langfristig eine gerechtere Ernährungsversorgung zu etablieren.
„Mehr Mobilität = weniger Armut?“ - Mobilität, Bildung und soziale Teilhabe im ländlichen Raum: Herausforderungen und Perspektiven
Dr. Oliver Schwedes, Ciritical Move - Mobilität und Verkehr und Annemarie Schimske, Regionalmanagerin LEADER, Landkreis Ludwigslust-Parchim:
In dieser Denkwerkstatt werden die spezifischen Herausforderungen und Chancen für Mobilität, Bildung und soziale Teilhabe im ländlichen Raum beleuchtet. Die Teilnehmenden diskutieren aktuelle Barrieren, erarbeiten Lösungsansätze und tauschen Erfahrungen aus, um nachhaltige Perspektiven für eine zukunftsorientierte Mobilität für alle im ländlichen Raum zu entwickeln. Durch praxisnahe Beispiele und den gemeinsamen Austausch wird erarbeitet, wie flexiblere Mobilitätskonzepte und innovative Bildungsangebote die gesellschaftliche Teilhabe fördern können.
„Mehr Kultur = weniger Armut?“ Inwieweit beeinflusst Armut den Zugang zu kulturellen Veranstaltungen? – Interaktive Ideen- Denkwerkstatt
Corinna Hesse, Kreative MV und Jenny Ulbrich, SB Kultur, Landkreis Ludwigslust-Parchim
Die Teilhabe an Kultur fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl. Wie kann der Zugang zu kulturellen Veranstaltungen für alle Menschen in Stadt & Land gewährleistet werden?
NUR ONLINE: „Mehr Digitalisierung = weniger Armut?“ - Teilhabe oder Exklusion durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz?
Jan Lilje, medienpädagogischer/mediendidaktischer Berater, Landkreis Ludwigslust-Parchim:
In dieser Denkwerkstatt erarbeiten wir gemeinsam, wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz die Teilhabe an Gesellschaft auf verschiedenen Ebenen beeinflussen. Wir sammeln Faktoren, wie digitale Technologien Menschen unterstützen oder hindern können, sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und an Bildungsprozessen teilzuhaben. Darüber hinaus entwickeln wir erste Ideen, um Barrieren in der digital geprägten Gesellschaft abzubauen und Menschen beim lebenslangen Lernen eine Teilhabe zu ermöglichen. Ziel ist es, Chancen und Herausforderungen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz für die gesellschaftliche Teilhabe zu sammeln.
NUR ONLINE: „Mehr Innovationen = weniger Armut?“ - Soziale Innovationen als Impuls Armut zu begegnen?
Marie Carnein-Blaschke, Innovationsmanagerin, Landkreis Ludwigslust-Parchim:
Soziale Innovationen können ein Mittel sein, um dem Phänomen Armut entgegenzuwirken. Die Teilnehmenden analysieren aktuelle Herausforderungen armutsbetroffener Regionen und erarbeiten gemeinsam innovative Lösungsansätze, die Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft miteinander verbinden. Ziel ist es, praxistaugliche Modelle zu entwickeln, die nachhaltige Impulse für soziale Transformation und Chancengleichheit setzen.
Abgerundet wird die Bildungs- und Familienkonferenz durch ein Kamingespräch zwischen der Beigeordneten Heike Scholz, Lena Heitzenröder, Andrea Möllmann-Bardak und weiteren Teilnehmenden. In diesem Gespräch tauschen sie sich über die Möglichkeiten aus, Armut im Landkreis Ludwigslust-Parchim zu begegenen.
Anbei der kompakte Tagesablauf:
| 08:30 Uhr bis 09:00 Uhr | Ankommen Moderation: Michaela Skott und Mike Penning |
| 09:00 Uhr bis 09:15 Uhr | Eröffnung und Begrüßung Heike Scholz, Beigeordnete Landkreis Ludwigslust-Parchim |
| 09:15 Uhr bis 10:15 Uhr | Keynote: „Mehr Bildung = Weniger Armut?“ - Armut und belastete Lebenslagen – wenn eins zum andern kommt Lena Heitzenröder, ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik GmbH |
| 10:15 Uhr bis 10:30 Uhr | Pause |
| 10:30 Uhr bis 11:30 Uhr | Keynote: „Mehr Familie = Weniger Armut?“ Familienarmut und ihre Folgen sind kein Schicksal. Welche Verantwortung Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft tragen. Andrea Möllmann-Bardak, MitWirkung, Perspektiven für Familien, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. |
| 11:30 Uhr bis 12:15 Uhr | Mittagspause |
| 12:15 Uhr bis 13:15 Uhr | Verschiedene Denkwerkstätten |
| 13:15 Uhr bis 13:40 Uhr | Pause |
| 13:40 Uhr bis 14:40 Uhr | Verschiedene Denkwerkstätten |
| 14:40 Uhr bis 15:00 Uhr | Pause |
| 15:00 Uhr bis 15:45 Uhr | Kamingespräch zum Thema: „Bildung + Familie ≠ Armut“ mit
|
| 15:45 Uhr bis 16:30 Uhr | (poetischer) Überraschungsabschluss des Tages |
Die Anmeldung ist bis zum 05. Oktober 2025 möglich.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Bitte die folgenden Hinweise beachten:
- Die Plätze in den Denkwerksätten sind begrenzt. Sollten Sie keinen Platz erhalten, wählen Sie zunächst bitte eine andere Denkwerkstatt. Sollten gar keine Plätze mehr frei sein, wählen Sie bitte "Ich habe keinen Platz erhalten und möchte auf die Warteliste". Wir werden uns dann mit Ihnen in Verbindung setzen.
- Sie können an der Veranstaltung auch digital teilnehmen. Hierzu wählen Sie bitte die dementsprechend gekennzeichneten Denkwerkstätten aus. Den Link zur Veranstaltung erhalten Sie nach Ablauf der Anmeldefrist.
- Für die Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.
- Auf dieser Veranstaltung werden Foto- und Videoaufnahmen erstellt. Diese werden zur Öffentlichkeitsarbeit (auch in den sozialen Medien) genutzt und dienen außerdem der dauerhaften Dokumentation der Bildungskonferenz (offline und online und können so auch im außereuropäischen Ausland abgerufen werden).
- Hinweise zur Barrierefreiheit:
- Das Solitärgebäude ist barrierefrei zu erreichen:
- barrerierefreie Parkplärt sind hinter dem Gebäude vorhanden
- barrierefreie Toiletten sind vorhanden
- der Saal und die Räume der Denkwerkstätten sind barrierefrei zu erreichen
- Induktionsschleifenanlage im großen Saal ist vorhanden