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Auch im Zittauer Stadtgebiet erinnern Stolpersteine an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Im Rahmen eines Stadtrundgangs setzen sich die Teilnehmenden mit ausgewählten Biografien auseinander und lernen lokale (NS-)Geschichte anhand konkreter Lebensgeschichten kennen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Leben und Wirken des Arztes Stadtkrankenhauses Carl Klieneberger (1876-1938), der zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Zittauer Stadtkrankenhaus leitete und prägte. Seine Biografie eröffnet Einblicke in die Verfolgung jüdischer Bürgerinnen und Bürger sowie in die Auswirkungen nationalsozialistischer Ausgrenzungspolitik auf Wissenschaft, Medizin und Gesellschaft. Ergänzt durch eine Präsentation und eine gemeinsame Diskussion reflektieren die Teilnehmenden die Bedeutung von Erinnerungskultur und setzen sich mit Fragen von Verantwortung, Menschenwürde und gesellschaftlichem Handeln auseinander.


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