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SOMMERUNIVERSITÄT für Jüdische Studien Hohenems 2026

Hin und weg. Über jüdische  Reisende
16. Europäische Sommeruniversität für Jüdische Studien Hohenems 12.—17. Juli 2O26


Jüdische Erfahrungen und Lebenswelten sind seit jeher von Mobilität geprägt. Dabei denkt man häufig an Verfolgung und erzwungene Migration. Doch auch ganz andere Faktoren haben Jüdinnen und Juden zum Reisen veranlasst, die im Fokus der diesjährigen Sommeruniversität stehen. 
Ökonomisch waren sie in vielen Regionen vor allem auf Handelsberufe festgelegt, und so war „Reisender“ durchaus ein eigenes Berufsbild, ob als Hausierer oder Kaufleute. Das prägte soziale Erfahrungen genauso wie die Notwendig-keit, Ehepartnerinnen und Ehepartner außerhalb der eigenen lokalen Gemeinde zu finden und damit familiäre Strukturen auch auf große Distanzen aufrecht zu erhalten. 
Die Kommunikation über religiöse Traditionen und die stetige Neubegründung jüdischen Wissens erforderte permanenten Austausch und damit eine rabbinische Reisetätigkeit zwischen den Zentren jüdischen Lebens, in Europa und darüber hinaus. Die so entstandenen Netzwerke jüdischen Geistes-lebens expandierten auch durch Forscherdrang und wissenschaftliche Neugier. Bis schließlich auch die nostalgische Suche nach vergangener „Heimischkeit“ und Pilgerreisen zu den Stätten legendärer Wunderrabbiner ganz neue Formen eines jüdischen Tourismus erzeugten.


Die 16. Europäische Sommeruniversität für Jüdische Studien Hohenems wird in gewohnt breiter interdisziplinärer Perspektive – den sozialen und ökonomischen, religiösen, kulturel-len und wissenschaftsgeschicht lichen Dimensio-nen des jüdischen „Unterwegsseins“ nachgehen, von Handelswegen und Heiratsnetzwerken bis zu Entdeckungslust und nostalgischer Sehnsucht.
Die Sommeruniversität für Jüdische Studien Hohenems 2O26 steht Studierenden aller Fachbereiche offen. Bevorzugt angenommen werden Studierende der beteiligten Universitäten in Bamberg, Basel, Budapest, Heidelberg, Innsbruck, München, Wien und Zürich.

Eine Veranstaltung der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur der Ludwig-Maximilians-Universität München,  des Zentrums für Jüdische Studien der Universität Basel, des Instituts für Judaistik an der Universität Wien, des Instituts für Jüdische Geschichte Österreichs,  der Professur für Judaistik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, der Sigi-Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien an der Universität Zürich, des Instituts für Zeit-geschichte der Universität Innsbruck, des Jewish Studies Program der Central European University in Budapest / Wien und der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg –  in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Hohenems.


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