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                                                                                                                                                          München, 1. November 2020

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

​​​​​​​die beschlossenen Maßnahmen, zu denen auch die Schließung aller Kulturstätten gehört, finden in großen Teilen der „Kulturnutzer*innen“ kein Verständnis, sondern führen ganz im Gegenteil zu großem Unmut. Wir leugnen nicht die Brisanz der Lage und verstehen, dass die politische Zielrichtung, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, richtig und notwendig ist. 

Aber ein Haus wie das Residenztheater muss, vor allem auch wegen seines kulturellen Bildungsauftrages, differenzier betrachtet werden: 

  • Studien, welche die höheren Zuschauerzahlen in Salzburg und das Pilotprojekt an der Bayrischen Staatsoper und der Münchner Philharmonie begleitet haben, konnten keinen Infektionsfall nachweisen. 
  • Von Andreas Grundhoff, dem technischen Leiter des Residenztheaters wissen wir, dass im Residenztheater pro Stunde 25.000 Kubikmeter Frischluft unter den Sitzen in den Zuschauerraum geleitet und die verbrauchte Luft oben an der Decke abgeführt wird. So ist gewährleistet, dass sich die gesamte Luft im Raum innerhalb von 10 Minuten komplett erneuert. „Momentan ist ein Aufenthalt im Theater sicherer als ein Restaurantbesuch“, erklärte er jüngst in einem Interview. 
  • Hierzu kommt in unserem Theater ein Hygienekonzept, welches u.a. das Tragen einer Maske auch während der Vorstellung vorschreibt und ein Mindestabstand, der Dank der Größe des Hauses immer und überall gewährleistet werden kann. 

Unser Publikum versteht das und hält sich auch daran!

Diese, auch wissenschaftlich fundierten Argumenten sprechen doch für sich!

  • Kultur gehört nicht in den Bereich Freizeit und Unterhaltung – Bayern ist ein Kulturstaat! Schulen, Universitäten und Bibliotheken, werden zurecht priorisiert behandelt. Warum nicht die Kultur, also auch das Residenztheater? Für uns Zuschauer ist es ein wichtiger Bildungsort für die geistige und emotionale Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Realitäten, gerade auch in diesen schwierigen Zeiten. 

Schauspieler*innen müssen spielen und wir, das Publikum brauchen dieses Spiel! Lassen Sie sich überzeugen!

​​​​​​​​​​​​​​Mit freundlichen Grüßen

​​​​​​​Das Publikum des Residenztheaters

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