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med.In diesem Jahr feiert das Bezirksklinikum Mainkofen seinen 115. Geburtstag. Nicht rund genug, um groß zu feiern. Stattdessen haben wir uns dafür entschieden, ein historisches Symposium zu veranstalten und einen genaueren Blick auf die Entwicklung der Psychiatrie in Mainkofen und Deutschland zu werfen.
Entstanden ist ein vielfältiges Programm mit interessanten Vorträgen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Wie erging es König Ludwig II. und seinem Bruder Otto I. mit ihren psychischen Erkrankungen? Wie wurden sie damals behandelt? Wie hat sich die Psychiatrie nach der NS-Vergangenheit, in der auch hier in Mainkofen ein dunkles Kapitel geschrieben worden ist, entwickelt? Und welche Rolle spielte die Psychiatrie in der DDR?
In unserem Sommersymposium bekommen Sie Antworten auf diese und andere Fragen.
Programm
Bezirkstagspräsident Dr. O. Heinrich, Prof. Dr. med. J. Hamann
10.15 Uhr Ludwig II., Otto I. & die Nervenheilkunde in Bayern
Prof. Dr. Hans Förstl, Arzt für Neurologie,
Psychiatrie und Psychotherapie, Technische Universität München
11.15 Uhr Von der "Irrenanstalt" zur Reformpsychiatrie Niederbayern
Gerhard Schneider, Krankenhausdirektor a.D. Bezirksklinikum Mainkofen
Von der Reformpsychiatrie zur NS-Euthanasie
Jochen Rössler, Leiter Gedenkstätte Mainkofen M.A.
12.15 Uhr „Gewordener Tatort“ – Schloss Hartheim: eine Tötungsanstalt im Kontext der NS-Euthanasie
Mag. Irene Zauner-Leitner, stellvertretende Leitung Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
13.15 Uhr Mittagspause mit Imbiss
14.00 Uhr „Seelenarbeit im Sozialismus“ – Psychiatrie in der DDR zwischen Hilfe, Verwahrung und Missbrauch?
Prof. Dr. med. Ekkehardt Kumbier, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Leiter Arbeitsbereich Geschichte der Medizin,
Universitätsmedizin Rostock
15.00 Uhr Zwischen "kommunikativem Beschweigen" der NS- Vergangenheit und Enquete-Kommission. Zur Geschichte
der westdeutschen Psychiatrie nach 1945
Dr. rer. biol. hum. Philipp Rauh M.A., Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Technische Universität München
16.00 Uhr Schlussworte
Prof. Dr. med. J. Hamann