Die mögliche Rolle der SpDi in einem sich verändernden (sozial)psychiatrischen Versorgungssystem
Gravierende Einflüsse auf das psychiatrische Versorgungssystem und seine rechtlichen Rahmenbedingungen haben in den letzten beiden Jahren eine erhebliche Dynamik in die Überlegungen zur Weiterentwicklung der Strukturen geführt. Die medial ausgeschlachteten Gewalttaten psychisch kranker Menschen haben sowohl Politik und Justiz wie auch die Fachwelt aufgerüttelt. Aber auch der zunehmende Fachkräftemangel und unzureichende bzw. ineffektiv verteilte und eingesetzte finanzielle Mittel zwingen zu Überlegungen zur strukturellen Neu- bzw. Weiterentwicklung des psychiatrischen/ psychosozialen Versorgungssystems.
Dabei werden gegenläufige Tendenzen deutlich. Während in der Politik häufig ordnungsrechtliche Maßnahmen wie Gefährderregister und Meldepflichten diskutiert werden und der kurzfristige Spardruck die Überlegungen bestimmt, gehen die Überlegungen in den Fachgesellschaften in Richtung der Intensivierung und Optimierung der ambulanten, auch nachgehenden Versorgung.
In beiden Strömungen spielen die SpDi eine wichtige Rolle und sollten auf Grundlage ihrer fachlichen Kompetenz und praktischen Erfahrungen mitgestalten.
In Input-Vorträgen soll die aktuelle Situation des Versorgungssystems vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen betrachtet und fachliche Konzepte zur Weiterentwicklung eines psychiatrischen/psychosozialen Versorgungssystems vorgestellt werden. In einem dritten Vortrag werden die Ideen der Steuerungsgruppe des Bundesweiten Netzwerks der SpDi zum Selbstverständnis und zur zukünftigen Rolle der SpDi in einem sich verändernden System auf der Basis der Kernaufgaben zur Diskussion gestellt.
In vier Workshops am Nachmittag soll dies anhand einzelner Aspekte vertieft und diskutiert werden.
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