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Hallo und herzlichen willkommen,
schön, dass Sie sich für den Fachtag "Gemeinsam digital stark - Medienkompetenz in Grundschulen fördern und leben" interessieren.
Medien prägen unseren Alltag und beeinflussen Kinder schon in jungen Jahren. Sie sind für die Grundschüler*Innen faszinierend, vielfältig und oft selbstverständlich - aber ihr Einfluss ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint.
Gemeinsam wollen wir uns an diesem Tag der Frage widmen, wie Kinder in der Grundschule einen verantwortungsvollen, sicheren und zugleich kreativen Umgang mit Medien lernen können. Welche Kompetenzen brauchen sie, aber auch die Lehrer*Innen, um sich in der digitalen Welt zurechtzufinden? Welchen Inhalten sind Kinder ausgesetzt und wie wird mit problematischen Inhalten umgegangen? Welche Rolle spielen Schule und Elternhaus dabei? Und wie können beide Seiten Hand in Hand arbeiten, um Kinder in ihrer Medienbildung zu unterstützen?
Denn es geht darum, dass Kinder in einer von Medien geprägten Welt gesund, kritisch und selbstbewusst aufwachsen -und wir Erwachsene ihnen dabei Orientierung geben und geben können.
Hier bekommen Sie weitere Informationen zu den Workshops (120 Minuten), zu denen Sie sich mit einem Erst- oder Zweitwunsch anmelden können:
Workshop 1: Demokratieförderung in der Grundschule
Dieser Workshop vermittelt Grundschulmitarbeitenden ein praxisnahes Verständnis von Demokratie, extremistischen Erscheinungsformen sowie verbotenen Symbolen und deren Konsequenzen im schulischen Kontext. Zudem werden zentrale Aspekte sozialer Medien wie Algorithmen, TikTok und Anwerbestrategien extremistischer Akteure beleuchtet. Ziel ist es, präventive Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und Kinder frühzeitig für demokratische Werte und einen sicheren Umgang mit digitalen Inhalten zu stärken.
Referent: Thomas Lammers, Polizeioberkommissar, Präventionsbeamter der PI Clp/ Vec für den Bereich der politisch motivierten Kriminalität
Workshop 2: Chatscout - gemeinsam gegen Cybermobbing
Frau Stukenborg, Beauftragte für Jugendsachen bei der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta stellt das gemeinsam von Landeskriminalamt und Regionaler Landesschulbehörde in 2024 entwickelte Präventionsprojekt „Chatscouts“ zum Thema „Cybermobbing“ für GrundschülerInnen der Klassen 3 oder 4 vor.
Schüler, Lehrkräfte und Polizei erarbeiten gemeinsam in 6 Episoden u.a. mit der modernen Puppenspielfigur „Lilly“ die Themen:
1) Was ist (Cyber-) Mobbing?
2) Wann ist Mobbing strafbar?
3) Wie fühlen sich die Opfer?
4) Wo gibt es Hilfe?
5) Was denken die TäterInnen?
6) Wie kann ich mich vor (Cyber-) Mobbing schützen?
Das Projekt bietet konkrete Unterrichtsschritte zu den einzelnen Episoden mit umfangreichem auch interaktivem Unterrichtsmaterial, altersentsprechend dargestellt, an.
Referentin: Claudia Stukenborg, Kriminalhauptkommissarin, Beauftragte für Jugendsachen PI CLP/ VEC
Workshop 3: Informatische Bildung in der Grundschule
Im Rahmen des Sachunterrichts kann man schon in der Grundschule sehr viel zum Thema Informatik machen.
Wie funktioniert das Internet? Was ist der Unterschied zwischen Daten und Information? Was ist Verschlüsselung? ... und programmieren kann man auch!
Erleben Sie vielfältige handlungsorientierte Methoden, die Ihre Schüler:innen auf eine reflektierte digitale Teilhabe vorbereiten. Weder Handy, Tablet oder PC werden benötigt. Kopf, Hand und Fuß reichen für die ersten Schritte aus und was an Hardware fehlt, können Sie im Medienzentrum Cloppenburg ausleihen.
Referent: Maik Riecken, Medienpädagogischer Berater am Medienzentrum Cloppenburg
Workshop 4: Wenn Medien Gefühle bewegen - Auffälligkeiten erkennen und auffangen
Digitale Medien bewegen Kinder - sie reagieren, regen an, können aber auch verunsichern und überfordern. In diesem Workshop sollen Sie hilfreiche Impulse erhalten, um medienbedingte Auffälligkeiten bei Grundschulkindern frühzeitig zu erkennen und einfühlsam zu begleiten.
Referentin: Samuel Müller-Heckenberger, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut
Workshop 5: Von Spaß zur Sucht? - Medienkompetenz im Umgang mit Social Media und Games
Computer, Smartphone, Spielekonsole oder das Internet sind heutzutage fester Bestandteil des Alltags. Vor allem Kinder und Jugendliche sind fasziniert davon. Sie verbringen oft mehrere Stunden am Tag vor dem Bildschirm. Kein Wunder, bieten die Medien doch attraktive und mitreißende Angebote.
Vielleicht fragen auch Sie sich, was das Faszinierende an den sozialen Netzwerken (Social Media) ist und warum Games und Online-Spiele so eine große Wirkung und Anziehungskraft auf Heranwachsende und auch Erwachsene haben?
Es wird gesimst, heruntergeladen, geklickt, gezockt, gefilmt, gechattet, geboten, gesucht, gelesen, gespielt, geschaffen, gerast, gelöscht wie auch hochgeladen, getroffen, Kontakte gepflegt… eine faszinierende Welt, in der man viel Spaß haben, eigene Fähigkeiten ausprobieren und sich mit Gleichgesinnten messen kann.
Die digitale Welt kann für einige Heranwachsende auch ein Zufluchtsort sein, wo sie mehr surfen, chatten und zocken als ihnen guttut und ein problematisches, vielleicht sogar abhängiges Nutzungsverhalten entwickeln.
Welche Bedingungen benötigen Kinder und Jugendliche, um Medienkompetenz entwickeln zu können?
Welche Faktoren tragen zu problematischen Konsumverhalten bei, woran lässt sich dieses problematische Verhalten erkennen und wann sprechen wir von einer Sucht?
Im Workshop wollen wir uns über diese und andere Fragen austauschen, sowie eine reflektierende Haltung und Ideen entwickeln, wie wir Kinder auf dem Weg zur Medienkompetenz begleiten und unterstützen können.
Referentin: Heike Kläne + Daniela Robbers (Präventionsfachkräfte der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention Stiftung St. Vincenzhaus)
Workshop 6: Haltung vor Hardware
Erst wenn das Ziel klar ist, entfaltet Technik ihren pädagogischen Mehrwert. Dieser Workshop zeigt auf, wie Digitalität und KI nicht als Zusatzbelastung, sondern als passgenaue Unterstützung für den Grundschulalltag gelingen können. In diesem kombinierten Format aus Vortrag und Hands-on-Teil entwickeln wir gemeinsam kleine, machbare Schritte für eine zeitgemäße Lernkultur in der Grundschule und erproben direkt einsetzbare Beispiele für mehr Selbstständigkeit und Differenzierung im Unterricht.
Referenten: Maria Kruse, (Schulleiterin der Grundschule Wachtum (ehem. Medienpädagogische Beraterin)
Workshop 7: Medien im Kinderzimmer
Mit großer Selbstverständlichkeit bewegen sich Kinder heute durch mediale Lebenswelten. Digitale Inhalte prägen nicht selten einen erheblichen Teil ihres Alltags. Videos schauen oder Serien streamen, Fotos im Familienchat verschicken oder Spiele zocken - all das ist faszinierend, kann aber auch Risiken bergen. So geraten die jungen User manchmal an überfordernde Inhalte, sind von digitalen Übergriffen betroffen oder verlieren den Blick auf die Nutzungsdauer.
Wie aber können wir Grundschulkinder im Umgang mit dem Internet schützen, unterstützen und sinnvoll begleiten? Welches Wissen benötigen Lehr- und Fachkräfte, um den Phänomenen der beliebten digitalen Angebote zu begegnen? Dieser Workshop soll dazu beitragen, Fragen rund um die Mediennutzung zu erörtern und mehr Durchblick ins digitale Dickicht zu bringen.
Referentin: Christina ter Glane, Vorstandsvorsitzende vom "Verband zur Förderung von Medienkompetenz und Digitalprävention e.V."
Workshop 8: Cybermobbing: Digital ist auch real
Mobbing ist kein neues Phänomen - doch durch die digitale Welt hat es eine neue, oft unsichtbare Dimension bekommen.
In diesem Workshop wird darauf eingegangen, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten Mobbing und Cybermobbing haben und warum besonders Cybermobbing für Betroffene so schwerwiegende Folgen haben kann. Gemeinsam schauen wir darauf, wie man mögliche Anzeichen von Cybermobbing früh erkennt und welche Reaktionswege sinnvoll und hilfreich sind - sowohl für Betroffene als auch für Außenstehende.
Wie kann ich selber auf Cybermobbing "gut" reagieren?
Ein Workshop für alle, die verstehen wollen, warum digitale Konflikte so verletzend sein können.
Referentin: Sandra Rüger, the social networker e. K.